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Am Jahrtag der Siegsdorfer Trachtenvereine beteiligten sich auch fast 200 Dirndln. Foto: Krammer

Gemeinsam zu Gott gehen – Siegsdorfer Trachtler denken an Verstorbene

Siegsdorf – Ihren gemeinsamen Jahrtag zum Gedenken an die Mitglieder, die verstorben und in den beiden Weltkriegen gefallen sind, begingen die Trachtenvereine Heutau und Siegsdorf.


Fast 200 Dirndln und Buam, Frauen und Männer marschierten in ihren festlichen Trachten in die Siegsdorfer Pfarrkirche, wo Pfarrer Thomas von Rechberg mit ihnen die Messe feierte. »Wie eure Vereine ist das Christentum auf Gemeinschaft aufgebaut«, erinnerte Rechberg die Trachtler. Und er ermunterte sie: »Gehen wir gemeinsam den Weg zu Gott und vergessen nicht, ihm für unser Leben zu danken – so wie ihr heute euren verstorbenen Mitgliedern, die den Weg geebnet haben, dankt«.

Auf das Beste umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf, die dann auch das anschließende Totengedenken auf dem Kirchplatz mit festlichen Melodien begleitete.

Vorstand Michael Mader vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein Heutau erinnerte angesichts des Krieges in der Ukraine an die Schicksale der vielen jungen Menschen, deren Namen auf dem Kriegerdenkmal stehen. Er ermahnte die Vereine, die Verstorbenen und die überlieferten Werte nicht zu vergessen. »In unserer Heimat müssen wir Vorbilder sein, was darüber hinaus in der Welt passiert, da können wir nur auf die Vernunft der Verantwortlichen hoffen«, schloss Mader, bevor er zusammen mit dem Siegsdorfer Vorstand zum Gedenken einen Kranz vor dem Kriegerdenkmal ablegte.

Zum Lied vom »Guten Kameraden« senkten sich die beiden Vereinsfahnen als Dank und Anerkennung und zum Gedenken aller, die den beiden Vereinen über mehr als 125 Jahre den Weg geebnet hatten.

Ein stattlicher Festzug setzte sich dann in Richtung Festsaal in Bewegung, wo die Musikkapelle das gemeinsame Mittagessen mit feinen Märschen, Polkas und Walzern umrahmte. Man ließ den Jahrtag unterhaltsam und gemütlich ausklingen.

FK

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