Gauversammlung im Siegsdorfer Festsaal: Mit bewährter Führungsmannschaft in die Zukunft

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Das Bild zeigt die beiden Gauvorstände Michael Bernauer (rechts) und Anton Linner (von links) mit den drei neuen Ausschussmitgliedern Markus Schlupfner, Peter Schützinger und Stefan Bachmann, vorne die neuen Ehrenmitglieder Simon Daxenberger (links) und Michael Koch.

Siegsdorf – Im Rahmen ihrer Gauversammlung im Siegsdorfer Festsaal bestätigten die Vertreter der Vereine aus den Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaus ihre bewährte Führungsmannschaft für die nächsten drei Jahre. Die Vorstandschaft repräsentieren auch künftig Vorstand Michael Bernauer aus Truchtlaching und sein Stellvertreter Anton Linner aus Seeon sowie Kassier Georg Steiner aus Siegsdorf und Schriftführer Simon Schreiber aus Haslach.


Im Gauausschuss unterstützen weiterhin Ehrengauvorstand Siegfried Engl aus Chieming, Ernst Hof-stetter aus Obing und Hubert Braxenthaler aus Ruhpolding sowie die neugewählten Markus Schupfner (Hart), Peter Schützinger (Nußdorf), Stefan Bachmann (Neukirchen) und Gau-fähnrich Bernhard Mayeraus Siegsdorf die Arbeit der Vorstandschaft.

Vorstand Michael Bernauer lobte zu Beginn den guten Besuch der Versammlung, die von der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf musikalisch begleitet wurde. Besonders erinnerte Bernauer an die Verdienste der verstorbenen Ehrenvorstände, des Siegsdorfers Burkhard Sehm, der 30 Jahre lang als Fähnrich im Gauausschuss war, und Se-bastian Unterhuber aus Aindorf, einen der Helfer beim Bau des großen Kampenwandkreuzes.

Alfred Überegger von der ausrichtenden KSK Eisenärzt und Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm stellten ihren Verein und ihre Gemeinde vor, bevor Schriftführer Simon Schreiber noch einmal die wichtigsten Themen seit der letzten Versammlung im April 2019 in Schleching ins Gedächtnis rief. Gemeinsam gaben Bernauer und Linner dann Einblick in ihre Aufgaben.

Trotz Pandemie-bedingter Absagen vieler Veranstaltungen wie der Kriegerwallfahrten nach Maria Eck, der Gedenkfeier auf der Kampenwand und vieler Gedenk- oder Jubiläumsfeiern in den Gauvereinen nahmen die beiden mit den Mitgliedern des Gauausschusses 67 Termine wahr. 2019 konnten im Laufe des Sommers noch die Kriegerwallfahrt nach Maria Eck (bei extrem schlechtem Wetter) und das Gedenken auf der Kampenwand stattfinden, ab März 2020 jedoch stand das öffentliche Leben auch in den KSK-Vereinen still.

Anstatt der Wallfahrt nach Maria Eck am 28. Juni 2020 organisierte die Vorstandschaft eine Gedenkfeier im kleinen Rahmen vor dem Freialtar und stellte eine Blumenschale am Gedenkstein ab. Ebenso verfuhr man laut Bernauer auch am 30. August auf der Stein-lingalm unterhalb des Kampenwandkreuzes.

Aus dem laufenden Jahr berichteten die Vorstände von der Vorbereitung der Gauversammlung und den Neuwahlen. Auch heuer musste man die Wallfahrt nach Maria Eck durch einen Gedenkgottesdienst am Freialtar ersetzen, der aber mit musikalischer Begleitung der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf und der Beteiligung der KSK Eisenärzt stattfand. Bernauer lobte die Renovierung des Gedenksteins und hob die Unterstützung der Gemeinde Siegsdorf bei der Pflege des Umfelds und der Bepflanzung hervor.Nach kurzer Aussprache wurde die Erhöhung des Beitrags der Vereine an den Gau von 25 auf nunmehr 40 Euro einstimmig abgesegnet. Mit Geschenken und der Ernennung zu Gauehrenmitgliedern würdigte die Vorstandschaft die ausgeschiedenen Gauausschussmitglieder Simon Daxenberger, Michael Koch und Matthias Pscheiden, die nicht mehr für das Ehrenamt kandidierten. Matthias Pscheiden, der nicht zur Versammlung kommen konnte, wird die Ehrung nachgereicht.

Der neue Bezirksgeschäftsführer OBB des »Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge«, Benedikt Klima, hatte erstmals Gelegenheit, sich den Vereinen vorzustellen und betonte seine Bereitschaft, »den Volksbund in eine erfolgreiche Zukunft zu führen und Erinnerung und Mahnung an unsägliche Zeiten als Grundlage für dauerhaften Frieden in Europa weiter zu tragen«. Zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden Heinrich Rehberg war er sich einig: »Selbst Veranstaltungen in kleinster Weise sind notwendig und wichtig, um im Gespräch zu bleiben und den massiven Verlust an Spenden zur Gräberpflege durch den Corona-bedingten Wegfall der Haussammlungen zu kompensieren«.

»Die Arbeit der Krieger- und Soldatenkameradschaften ist so wichtig, weil es die Pflicht der Lebenden sein muss, die Ereignisse der Geschichte in die Gestaltung der Zukunft einzubeziehen«, betonte die stellvertretende Traunsteiner Landrätin Resi Schmidhuber und betonte die zentrale Rolle der KSK-Vereine und deren Engagement für Frieden, Erinnerung und Mahnung in der Gesellschaft.

FK

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