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Betreten des Friedhofs auf eigene Gefahr

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Siegsdorf: Betreten des Friedhofs auf eigene Gefahr
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Mit einem unschönen Anschlag sind die Friedhofsbesucher in Siegsdorf wegen des stark sanierungsbedürftigen Dachs des Kirchturms konfrontiert. (Foto: Peter)

Siegsdorf – Wer den Friedhof an der Siegsdorfer Kirche vom Haupteingang her betritt, dem fällt sofort ein Bauzaun ins Auge, der großräumig eine Fläche um den Kirchturm abgrenzt. Es besteht akuter Sanierungsbedarf am Dach des Kirchturms und zur Gefahrenabwehr durch herunterfallende Dachschindeln wurde der Zaun als erste Maßnahme aufgestellt.


Wie Bürgermeister Thomas Kamm (UW) im Gemeinderat berichtete, war die Maßnahme erforderlich, da der Bauzustand des Dachs bedenklich sei und sich bei stärkerem Wind einzelne Schindel lösen würden. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde auch veranlasst gesehen, einen Gefahrenhinweis mit den Worten »Das Betreten des Friedhofes erfolgt ab sofort auf eigene Gefahr!!!!« an das Friedhofseingangstor anzuschlagen.

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Die Gemeinde hat laut Kamm einen engen Zeitrahmen gesetzt, in dem die Kirchenstiftung als Eigentümer der Kirche Abhilfe schaffen muss. Erforderlich ist nach den Worten von Kamm ein entsprechendes Gerüst am Kirchturm mit einem Fangnetz. Somit soll verhindert werden, dass sich umherfliegende Dachschindeln im weiteren Umfeld verteilen und so zur Gefahr für Personen werden könnten.

Gerade aufgrund der anstehenden Gedenk- und Trauertage, für die die Angehörigen die Gräber der Verstorbenen herrichten würden, sei höchste Zeit für die Abwehr des Gefahrenpotenzials geboten, so Bürgermeister Schneider. Weiter musste sich der Gemeinderat mit der Zustimmung zum Kiesabbau in Welkam beschäftigen.

Die Antragsteller wollen auf einer Fläche von rund 5,3 Hektar im Zeitraum von 15 Jahren 740.000 Kubikmeter Kies abbauen. Danach soll die Grube innerhalb von drei Jahren wieder mit unbedenklichem Material befüllt werden, wie Kamm ausführte. Wie er weiter meinte, bestehe in der Gemeinde durchaus Bedarf an Kies und Sand. Was die Straßenbaumaßnahme an der Ruhpoldinger Straße eindrucksvoll zeigte, so Kamm weiter. Grundsätzlich erhob der Gemeinderat keine Bedenken gegen das Vorhaben. Jedoch sollten die Belange und Bedenken der Nachbarn wegen eventueller Staub- und Verkehrsbelastung und Verkehrsführung berücksichtigt werden.

Bei einem weiteren Antrag derselben Antragsteller, einen Ersatzbau für das alte Wohnhaus auf einen angrenzenden Grundstück verwirklichen zu können, versagte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen, da das Vorhaben im Außenbereich nicht genehmigungsfähig ist. Der Antrag geht nun an das Landratsamt.

In einem Antrag von Bauwerbern an der Neukirchner Straße wollen diese ihr geplantes Haus etwas drehen und die Garage verlagern. Der Bergener Gemeinderat gab der Änderung zur ursprünglichen Lage seine einhellige Zustimmung. Nach der Wiedervorlage der Planung der Bauwerber in Zuhausen, ein altes Gebäude abzureißen und wieder aufzubauen, verwehrte Peter Mayer (SPD) die Zustimmung, da das neue Gebäude etwas größer werden soll. Alle anderen Gremiumsmitglieder hatten keine Einwände und stimmten zu.

Ein einstimmiges Votum gab es für eine Bauvoranfrage eines Bauwerbers an der Maria-Eck-Straße zur Errichtung einer Stützmauer und eines Carports. MP

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