weather-image

Bedenken und Anregungen besprochen

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Blick auf einen Teil des Betriebsgeländes der Adelholzener Alpenquellen mit dem großen Hochregallager im Hintergrund und dahinter Hochfelln und Hochgern. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Drei Bebauungsplan-Änderungsverfahren hatte der Siegsdorfer Gemeinderat auf seiner Agenda, das aufwändigste davon war die 6. Änderung des Bebauungsplans »Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Bad Adelholzen«, bei dem nun die im Zuge der öffentlichen Auslegung eingegangenen Bedenken und Anregungen zu bearbeiten waren.


Die Regierung von Oberbayern und der Regionale Planungsverband stellten fest, dass die Änderungen den Erfordernissen der Raumordnung und der Regionalplanung entsprechen, eine Änderung in den Festsetzungen war nicht erforderlich. Kreisbaumeister Rupert Seeholzer signalisiert grundsätzlich Einverständnis, gab jedoch Hinweise zu verschiedenen Festsetzungen, die eingearbeitet wurden.

Anzeige

Auch die Untere Naturschutzbehörde, die Abteilung Wasserrecht und Bodenschutz, das Wasserwirtschaftsamt Traunstein, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Bund Naturschutz hatten keine Bedenken erhoben, die Änderungen an der Planung erfordert hätten.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen (Gerhard Gimpl, Marlis Neuhierl-Huber und Willi Geistanger) stimmte geschlossen gegen die Stellungnahmen, sie sind mit der nach ihrer Ansicht unverhältnismäßigen Ausweitung der Parkflächen nicht einverstanden und wünschen sich nach wie vor ein Parkhaus oder eine Tiefgarage.

Die Kanzlei Wagensonner Rechtsanwälte aus München, die die Interessen der Eigentümerin der Anwesen Adelholzener Straße 59 und 61 vertritt, verwies auf die Vielzahl von Einwendungen im Rahmen der ersten Beteiligung, die nach wie vor in vollem Inhalt aufrecht erhalten werden. Es handelt sich dabei um Einwendungen zum Verbrauch von lokalen Wasserressourcen, baulichen Eingriffen in das Landschaftsbild, den internationalen Absatz regionaler Abfüllungen und das Verkehrsaufkommen auf der Georg-Mayer-Straße und der Adelholzener Straße. Die Stellungnahmen des Gemeinderats konnten die einzelnen Punkte widerlegen oder begründen und wurden einstimmig befürwortet. Das Verfahren kann nun in die nächste Runde gehen.

Keine relevanten Stellungnahmen der Behörden gab es zur Änderung des Bebauungsplans »Siegsdorf-Seelau« zum Anbau einer Gewerbehalle an das bestehende Gebäude. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig den Satzungsbeschluss.

Änderung auch von Siegsdorf-Ost

Ein weiteres Verfahren stand mit Änderung des Bebauungsplans Siegsdorf-Ost im Bereich der Wagnerstraße auf der Tagesordnung. Die vorgebrachten Stellungnahmen der Behörden waren bereits eingearbeitet worden, das ursprüngliche Grundstück mit 1256 Quadratmetern ist im Verlauf des Verfahrens nun neu vermessen und geteilt worden. Die Parzelle des künftigen Einfamilienhauses umfasst nun 601,64 Quadratmeter, für das geplante Mehrfamilienhaus stehen 657,37 Quadratmeter zur Verfügung. Die bisherig gültigen Nutzungszahlen GRZ (0,4) und GFZ (0,7) werden auch bei den neuen Grundstücksgrößen eingehalten.

Widerspruch zur geplanten Bebauung kam von zwei Nachbaranwesen nördlich und westlich des Grundstückes, sie hatten vornehmlich die Bebauungsdichte, die Grenzabstände und die beengten Verhältnisse zur Schneeablagerung zum Inhalt. Die gemeindlichen Stellungnahmen gingen ausführlich auf die angesprochenen Probleme ein und konnten dabei die Einwendungen meist schlüssig entkräften oder widerlegen, sodass Planungsänderungen nicht erforderlich waren. Einstimmig genehmigte schließlich das Gremium die Änderung des Bebauungsplans »Siegsdorf-Ost«.

Zu Beginn der Sitzung hatte Geschäftsleiter Hermann Haslinger einige Punkte aus nichtöffentlicher Sitzung bekanntgegeben. Für die Lieferung der erforderlichen Sportgeräte zur Sanierung und Erweiterung der Turnhalle vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Fa. Wallenreiter Sportgeräte zum Angebotspreis von 171 618 Euro.

Königsberger Straße wird ausgebaut

Die Zimmererarbeiten zum Neu- und Umbau des Freibads Siegsdorf erhielt nach eingehender Prüfung durch das Planungsbüro Pichler der einzige Anbieter, die Siegsdorfer Firma Johann Hohlneicher zum Preis von 294 109 Euro. Außerdem vergab der Gemeinderat den Planungsauftrag zum Ausbau der Königsberger-Straße an das Büro BG-Trauntal aus Ruhpolding zum Angebotspreis von 42 685 Euro. Die Königsberger Straße soll im Teilausbau zwischen der Breslauer Straße und der Danziger Straße einschließlich Wasserleitung und Entwässerung erneuert werden. FK

Mehr aus Siegsdorf