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»Aufgspuit und Gschnalzt« – Goaßlschnalzer feiern 50-Jähriges

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Die Wolfsberger Goaßlschnalzer und ihre Freunde aus Kuchl mit den Pferden am Zelteingang an der Zottmayerstraße. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Mit einem Brauchtumsabend unter dem Titel »Aufgspuit und Gschnalzt« feierten die Wolfsberger Goaßlschnalzer während des Jubiläumsfests des GTEV Heutau ihr 50-jähriges Bestehen als Schnalzergruppe.


Bereits am Zugang zum Festzelt empfing trotz leichten Regens die »Reit- und Schnalzergruppe Kuchl« die zahlreichen Besucher mit ihren langen Rupertiwinkler Faschings-Goaßln, die sie auf vier schneidigen Kaltblütern kräftig paschen ließen und erntete dafür den verdienten Beifall von den »Zaungästen«.

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Im Festzelt begrüßte die »Rotofenmusi« aus Berchtesgaden mit flotter Tanzlmusi die Besucher und die eingeladenen Schnalzergruppen aus der Gemeinde, sowie die befreundeten Schnalzer aus Aschau.

Reinhard Albrecht freute sich über das große Interesse am Jubiläum der Wolfsberger Goaßlschnalzer, die 1969 von Max Mitterer sen. vom Wolfsberg mit seinen Buben und Nachbarn ins Leben gerufen hatte. Nach dem Vorbild der Schnalzer aus Prien begannen sie die traditionelle Technik der ehemaligen Fuhrleute wieder aufzugreifen und nach Melodien zu schnalzen, und wurden dabei zu Vorbildern für viele Schnalzergruppen der Umgebung.

Mit Max Mitterer sen., Hans Mitterer sen. und Ludwig Albrecht konnte Reinhard Albrecht gleich drei Gründungsmitgliedern auf der Bühne im Festzelt die Ehrengabe in Form eines Hufeisens mit Goaßl überreichen. Auch eine ganze Reihe ehemaliger Schnalzer durften sich über die Ehrengabe freuen, die auch die über 40 Schnalzer der beteiligten Schnalzergruppen aus Siegsdorf, Eisenärzt, Hammer, Hochberg und Aschau und einige verdiente Helfer bekamen.

Zwischen den Auftritten der Schnalzer unterhielt Sprecher Xaver Steinbacher aus Hammer die Besucher mit lustigen Geschichtln und sorgte für die nötige Ruhe im Zelt bei den Liedern der Rimstinger Sänger, die dem Thema angepasst vorwiegend mit Gstanzln und Fuhrmannsliedern erfreuten. Die Rotofenmusi sorgte flott und schneidig für Auflockerung und zum Abschluss erbebte das Festzelt bei der gemeinsamen »Ambosspolka« von über 40 Schnalzern. FK