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Die Schindelarbeiten in exponierter Lage am Hauptdach des Kirchenschiffs. (Foto: Krammer)

Auf der Kirchenbaustelle wird fleißig gearbeitet

Siegsdorf – Nach dem Ende des Betriebsurlaubes bei den Zimmerern und Dachdeckern wird nun auf der Kirchen-Baustelle in Siegsdorf wieder fleißig an allen Ecken und Enden gearbeitet. Die Dachdecker haben mit der Eindeckung des südlichen Kirchenschiffes begonnen, und es geht auf der großen Fläche flott voran.


Die quadratischen Schieferplatten werden mit jeweils zwei Nägeln rautenförmig befestigt, die dann von der nächsten Lage überdeckt sind. Während auf den geraden Flächen die Schindeln bereits mit vorgestanzten Löchern zur Verfügung stehen, müssen die Schieferplatten in den Randbereichen, Übergängen und geschwungenen Dachteilen jeweils von Hand geschnitten und dann zum Befestigen mit einem Nagelloch versehen werden.

Eine mühsame Arbeit, die nicht nur Gefühl für das sensible Material, sondern auch Ausdauer und Wetterfestigkeit verlangt. Die Dachdecker sind aber zuversichtlich, die Arbeiten am südlichen Hauptdach, in das zur besseren Belüftung auch drei Lüftungsgauben eingebaut wurden, bald abzuschließen. Die Sanierung des Sakristei-Daches muss aus terminlichen Gründen auf 2023 verschoben werden. Nachdem in den letzten Wochen die spitz zulaufenden Mauern im oberen Teil des knapp 60 Meter hohen Turms zum Teil neu aufgesetzt oder in vielen Bereichen ausgebessert und stabilisiert wurden, können die Zimmerer derzeit die noch fehlenden defekten Balken an der Turmspitze erneuern.

Vor allem im mittleren Bereich, beim Übergang vom quadratischen Mauerwerk auf die Holzkonstruktion der spitz zulaufenden Turmspitze, traten im Lauf der Arbeiten immer wieder Schadstellen zu Tage, die weitere Reparaturen nach sich zogen. Die eigentliche Turmspitze ist aber in den oberen 25 Metern bereits voll verschindelt und wartet auf ihren krönenden Abschluss – das circa sechs Meter hohe, vergoldete Kreuz mit Kugel und Wetterhahn. Das Aufsetzen der Spitze planen die Handwerker für die letzte September-Woche. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Das Turmgerüst kann dann im Herbst im oberen Teil zurückgebaut werden, der Bereich bis auf Höhe der Glocken bleibt aber eingerüstet, bis die Arbeiten an den vier Glocken und am Glockendachstuhl beendet sind. Da dieses Gewerk während den Vorplanungen noch nicht zur Debatte stand, müssen Kirchenpfleger Markus Hirtelreiter, die Architekten und die Projektsteuerer noch einmal finanzielle Mittel generieren, Gewerke ausschreiben und geeignete Handwerker organisieren. Daher ist vorauszusehen, dass die Sanierung des Glockenraums erst im nächsten Jahr beendet werden kann.

Damit die Turmspitze ab Oktober dann auch wieder mit dem kirchlichen Segen ins Land grüßen kann, sollen Kugel, Kreuz und Wetterhahn beim, auf 25. September vorgezogenen, Erntedank-Gottesdiensts von Pfarrer Thomas von Rechberg den feierlichen Segen erhalten.

FK

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