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Adelholzener Alpenquellen brauchen mehr Parkfläche

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Siegsdorf: Adelholzener Alpenquellen brauchen mehr Parkfläche
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Das Bild zeigt das Betriebsgelände der Adelholzener Alpenquellen mit Blick nach Südwesten. Die neuen Stellplätze entstehen im Bereich der vorhandenen Kiesfläche (im Bild rechts) und oberhalb des asphaltierten Parkplatzes. Die Grünfläche mit den alten Obstbäumen im Vordergrund bleibt unangetastet. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Gleich mehrere Bauanträge und einen Änderungsantrag zum Bebauungsplan »Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Bad Adelholzen« hatten die Adelholzener Alpenquellen in der Gemeinde eingereicht. Nun befasste sich der Gemeinderat damit.


Der Antragsteller, der Adelholzener Verpachtungsbetrieb, Inhaber Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, möchte im Bereich des Betriebsgeländes verschiedene Baumaßnahmen durchführen, für deren Umsetzung der Bebauungsplan entsprechend anzupassen ist. Mit der sechsten Änderung sind mehrere Änderungsbereiche betroffen.

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Zunächst ging es um eine Erweiterung des Mitarbeiter-Parkplatzes östlich der Kreisstraße um etwa 120 Stellplätze. 65 Stellplätze sollen auf der bereits 2014 genehmigten Kiesfläche entstehen, für die die zeitlich begrenzte Genehmigung im Frühjahr 2020 ausläuft, und 66 Plätze auf einer weiteren Fläche oberhalb des Parkplatzes. Damit sollen vor allem die Probleme der derzeit 580 Mitarbeiter vor allem beim Schichtwechsel behoben werden.

Außerdem soll westlich der Lkw-Aufstellfläche zwischen der Primusstraße und der Kläranlage eine Erweiterung in den angrenzenden Hang erfolgen, um Platz für eine anlagennahe Leergutlagerung und für die Sammlung von Wertstoffen zu bekommen. Dafür wird die bestehende Lagerhalle abgebrochen und eine größere offene Halle für die Überdachung der Wertstoffcontainer und die Streusalzlagerung erstellt.

In einem weiteren Punkt wollen die Antragsteller entlang der Primusstraße eine Aufstellfläche für zwei Lastwagen erstellen, um bei Problemen mit der Ausfahrtsregistrierung eine Behinderung des fließenden Werkverkehrs zu vermeiden. Der vierte Punkt umfasst den Bereich der Primusstraße bis zum Leergutlagerplatz am Primushof. Um einen gefahrlosen Begegnungsverkehr zu ermöglichen, soll die Straße durchgängig verbreitert werden.

Die Punkte zwei und vier greifen auch auf das Gemeindegebiet Bergen über. Die Gemeinde Siegsdorf wird die Federführung des Verfahrens übernehmen. Die Flächennutzungspläne der beiden Gemeinden müssen ebenfalls entsprechend angepasst werden.

Dr. Lothar Seissiger konnte sich mit einer flächigen Erweiterung der Stellplätze nicht anfreunden. Er forderte ein Parkhaus mit mehreren Ebenen, um den Flächenverbrauch zu reduzieren. Auch die Grünen-Fraktion schloss sich der Argumentation von Bürgermeister Thomas Kamm nicht an, der bestätigte, der Vorschlag eines Parkdecks sei vom Kreisbaumeister abgelehnt worden, um die Sicht auf das denkmalgeschützte Schwesternheim oberhalb der Parkflächen nicht zu beeinträchtigen.

Letztendlich wurde der Änderungsantrag aufgrund des Planentwurfs des Büros Romstätter aus Traunstein mit 12:6 Stimmen genehmigt. Dasselbe Ergebnis galt dann auch für den Eingabeplan zur Erweiterung des Parkplatzes um 133 Stellplätze. Die bereits gekieste Fläche umfasst dabei 35 mal 44 Meter, der nördliche Bereich ist mit einer Fläche von 16 mal 86 Meter verplant, wobei die Böschungen flach ausgebildet und bepflanzt werden.

Der Umbau und die Erweiterung der Leergutlagerung und Lkw-Aufstellflächen um etwa 1530 Quadratmeter sowie die 57 Meter lange Ausweichstelle für zwei Lkw und die Verbreiterung der Primusstraße wurden einstimmig genehmigt. FK

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