Weg frei für Photovoltaikanlage

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Eine Freiflächen-Photovoltaikanlage soll bei Pavolding entstehen. (Foto: Archiv Rasch)

Seeon-Seebruck – Für den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage in Pavolding hatte der Gemeinderat bereits im Oktober einen Aufstellungsbeschluss für ein Bauleitverfahren gefasst. Gleichzeitig hatte er aber angeregt, ob nicht eine Verschiebung der Grundstücke möglich wäre.


Diesem Wunsch kam der Antragsteller, der das Projekt jetzt mit einem Partner auf einer rund 2,4 Hektar großen Fläche südwestlich von Pavolding umsetzen möchte, nach. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun der neue Antrag behandelt und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans einstimmig abgesegnet.

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Laut Antragsteller sehen die neuen bayerischen Förderrichtlinien vor, dass auf »benachteiligten Flächen beziehungsweise Gebieten«, die im Energieatlas Bayern kartiert seien, Fotovoltaik-Freiflächenanlagen mit mindestens 750 KW errichtet werden können. Insofern wären die Fläche und die geplante Anlagengröße von zwei MW förder- und genehmigungsfähig. Eine Netzverträglichkeitszusage der Bayernwerk Netz GmbH vom April liege bereits vor.

Die geplante Anlage rückt in westliche Richtung und somit weitgehend aus dem Blickwinkel des Weilers Karlswerk, zumal der Großteil der Anlage durch ein nördlich gelegenes Waldstück abgeschirmt wird. Allerdings wird die Planungsfläche der Anlage von einem in der Natur nicht mehr vorhandenen öffentlichen Feldweg durchschnitten. Durch Vereinbarung mit den Antragstellern soll die Wegfläche mit doppelter Ökopunktfläche (Ausgleichsfläche dem künftigen gemeindlichen Bedarf unentgeltlich und notariell gesichert zur Verfügung stehen.

Nach Rücksprache mit einem Fachbüro liege der derzeitige Wert der intensiv bewirtschafteten Wiese bei zirka drei Ökopunkten pro Quadratmeter und könnte mit entsprechenden Maßnahmen auf zehn Ökopunkte aufgewertet werden. Dies stelle einen zu generierenden Wert von zirka sieben Ökopunkten pro Quadratmeter her. Von den Antragstellern sei der doppelte Ökopunkt-Wert angeboten worden, also 14 Ökopunkte pro Quadratmeter.

Weiter sei unter anderem vereinbart worden, dass die Gewerbesteuer aus der PV-Anlage zu 100 Prozent bei der Gemeinde Seeon-Seebruck veranlagt werde. Außerdem werde gerade geklärt, ob die Anlage eigentümergeteilt oder in Form einer Gesellschaft realisiert werde. Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Vereinbarungen wurde einstimmig der Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zugestimmt. 

ga


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