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Wechsel an der Spitze

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Ämtertausch an der Spitze des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium: Der bisherige zweite  Vorsitzende Josef Schwab wurde bei der Jahreshauptversammlung an die Vereinsspitze gewählt. Als Stellvertreterin steht ihm die bisherige Vorsitzende Dr. Christine Kreitmair zur Seite. (Foto: Müller)

Seeon-Seebruck – Es war die erste Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium im Römermuseum Bedaium, dessen 30-jähriges Bestehen (Eröffnung 15. Oktober 1988) erst vor wenigen Wochen gefeiert worden war. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen ergab sich ein Ämtertausch an der Vereinsspitze.


Einstimmig wurde Josef Schwab per Handzeichen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der frühere Geschäftsleiter der Gemeinde Seeon-Seebruck hatte nach dem Ausscheiden von Archäologin Andrea Krammer 2016 das Amt des zweiten Vorsitzenden übernommen. Zu seiner Stellvertreterin bestimmte man geschlossen die bisherige Vorsitzende Dr. Christine Kreitmair. »Wir nehmen die Wahl an«, betonten beide unter Applaus.

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Vor den Neuwahlen unter Leitung von drittem Bürgermeister Andreas Dorn hatte Kreitmair angemerkt, dass sie die Hauptverantwortung gerne abgeben würde, da sie als Zahnärztin in ihrer Praxis in Siegsdorf und als   zehnfache Großmutter ziemlich ausgelastet sei. Kreitmair war nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden und Museumsleiters Dr. Alfons Regnauer 2015 zu dessen Nachfolgerin gewählt worden.

Neue zweite Schatzmeisterin ist Anneliese Plenk. Sie beerbt Andreas Dorn, der der Vorstandschaft als Beisitzer erhalten bleibt. Neu in der Vorstandschaft ist Ricarda Schwarz-Kirschner. Sie übernimmt für den neuen Beisitzer Dr. Lothar Schmeißer das Amt des zweiten Schriftführers. Schmeißer wird sich wie bisher um die Homepage des Museums und Vereins kümmern. In ihren Ämtern bestätigt wurden Schatzmeisterin Heidi Rumpler, Schriftführerin Johanna Spies und die Beisitzer Heinz-Georg Plikat, Archäologin Evelyn Noppinger und Museumspädagoge Matthias Ziereis. Kreitmair und Schwab dankten Edith Grassler und Rudolf Schlögl, die 33 beziehungsweise 15 Jahre Beisitzer waren.

Den Geschäftsbericht 2017 für den Unterhalt des Museumsgebäudes und der benachbarten Taverne verlas Heinz-Georg Plikat. Die Betriebseinnahmen lagen demnach bei 23 800 Euro und die Betriebsausgaben bei 25 438 Euro – Verlust betrug 1577 Euro, so Plikat. Als größte Ausgabenposten nannte er Personal und Heizung. Für das Museum und die Taverne hat der Verein 3750 Euro auf das Museumskonto überwiesen. »Wir hatten 2017 Einnahmen in Höhe von 15 689,79 und Ausgaben in Höhe von 14 634,77 Euro«, betonte Kassiererin Heidi Rumpler und verwies auf einen am 31. Dezember 2017 verbliebenen Kassenstand von rund 5534 Euro. Die Einnahmen setzten sich aus Beiträgen, Museumseintritten, Verkäufen und Spenden/Zuwendungen zusammen. Letztere beliefen sich auf 716 Euro.

Bereichert wurde die Versammlung von einem bilderreichen Rückblick auf die Museumsveranstaltungen und Unternehmungen des Vereins in den vergangenen drei Jahren, darunter die Fahrten zur Schmiedeweihnacht nach Steyr (2015), zum Großglockner, zur Landesausstellung »500 Jahre Reinheitsgebot« in Aldersbach, zum Wolfgangseer Advent (jeweils 2016), zum Grundlsee/Ausseerland und zum Mariazeller Advent (jeweils 2017).

Erwähnung fanden auch der Kindertag 2016 und die beiden Museums-Sonderausstellungen des Hertzhaimer-Gymnasiums in Trostberg »Wenn Römer richtig feiern« im Jahr 2016 und dann vor wenigen Wochen »Quod Nummi Narrant – Was Münzen erzählen«. Zwei der zuletzt von den Gymnasiasten ausgestellten Plakate über das sogenannte »Capricorn« werden nun fein gerahmt im Museum aufgehängt. Es sei wichtig, dass man den Schülern auch eine Plattform biete, ihre aufwändigen Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, so Kreitmair. Gut angekommen seien beim Jubiläum »30 Jahre Römermuseum« auch die ausgestellten Zeichnungen von Schülern, die ihre, im Museum gewonnenen, Eindrücke gekonnt auf Papier festgehalten hatten. Wie Kreitmair verriet, erhalten alle Teilnehmer als Mitmachpreis historische Puzzles mit Motiven von Exponaten aus dem Museum. Zudem verwies sie noch auf das beeindruckende Modell des römischen Vicus Bedaium, das der damalige Gymnasiast Dominik Ausbacher 2001 im Rahmen eines Kunst-Leistungskurses angefertigt hatte und später dem Museum schenkte. Es war unbeschadet im Keller wiederentdeckt worden und ist nun im Erdgeschoß ein toller Blickfang für alle Museumsbesucher.

Kreitmair erinnerte abschließend noch daran, dass man am 9. Dezember einen Ausflug nach Wagrain zur Landesausstellung »200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!« im dortigen Pflegerschlössl machen werde. Im Bus seien aktuell noch einige Plätze frei. mmü