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Trachtenverein Truchtlaching zwischen Wallfahrt und Weihwasser

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Die Mesnerin (Margit Guglweid, von links) informiert die Dorfbewohner über den Diebstahl der »Heiligen Mutter von der Au«: Aushilfspfarrer Anton (Peter Wurm), Lena (Martina Umstädter), Wirt Biederer (Oliver Hysek) und Edelgund von Klopfer (Lydia Mitterer) lauschen gespannt.

Seeon-Seebruck – Eine glückliche Hand hat die Theatergruppe des Trachtenvereins Truchtlaching bei der Auswahl des neuen Theaterstücks bewiesen. Das Erstlingswerk von Katharina Daffner mit dem Titel »Wallfahrt und Weihwasser« findet sichtlich Gefallen beim Publikum und wurde von den Spielern bei der Premierenvorstellung hervorragend auf die Bühne gebracht.


Unter der Leitung von Peter Holzner haben die Akteure ihre Rollen mit viel Spielfreude und Engagement umgesetzt und die bravouröse Leistung wurde von den Zuschauern mit häufigem Szenenapplaus und einem langanhaltenden Schlussapplaus belohnt. Die beiden Neuzugänge Steffi Danner und Toni Esterbauer verkörpern die Münchner Stadterin und den bayerischen Jungbauern aus der Provinz ebenso glaubhaft und nuanciert wie die alten Hasen ihre Rollen.

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Die liebevoll gestaltete Gaststube des Gasthauses zur Einkehr mit Segen bildet den Schauplatz für das unterhaltsame und heitere Stück. Im Wallfahrtsort Au heißt das Bier »Wallfahrt« und bei jedem Schnaps (»Weihwasser«), der gekippt wird, wird das Stoßgebet »Heilige Mutter von der Au steh uns bei« gen Himmel geschickt.

Der Schauspieler Anton (Peter Wurm) muss im Wallfahrtsort Au für seinen Onkel (Heini Harrecker) den Aushilfspfarrer spielen, weil dieser für sechs Wochen zu einem alten Freund ins Hospiz nach Südtirol reisen muss. Akribisch hatte sich Anton auf sein ungewöhnliches Engagement vorbereitet und scheint für sein Amt gerüstet, schließlich war er zwölf Jahre Ministrant, liest in letzter Zeit nur noch in der Bibel und hört brav Radio Vatikan. Trotzdem ist ihm nicht ganz wohl vor seiner offiziellen Amtseinführung. Als er im Gasthaus die hübsche Wirtstochter Helena (Martina Umstädter) kennenlernt, die ihrem Vater – Gastwirt und Bürgermeister in Au – Hans Biederer (Oliver Hysek) aushilft, solange die Mutter in Kur weilt, gerät er rasch in die Zwickmühle des Zölibats. Was darf er als Pfarrer und was nicht? Dennoch verlaufen die ersten Wochen wider Erwarten gut. Schnell wird er zum Liebling der Weiblichkeit, allen voran der Mesnerin Erna (Margit Guglweid) und der Frauenbundvorsitzenden Zitzlerin (Rita Scheidhamer), die angesichts des gutaussehenden Jungpfarrers fast ihrer Heiligen untreu zu werden drohen.

Als Antons Ex-Freundin Constanze Schießl (Steffi Danner) im Ort auftaucht, lässt auch Jungbauer Martin Vilser (Toni Esterbauer) vom Werben um die Wirtstochter ab. Bauer Richard Ammer (Simon Maier), in Nebenfunktion Vorsitzender des Wallfahrtsausschusses, sorgt sich um Gemeindestier Laurentius, den die Tierärztin und Jägerin Edelgund von Klopfer (Lydia Mitterer) von seinen massiven Hormonschwankungen heilen soll.

Ob Anton seine Rolle aufrecht erhalten kann, ob der Gemeindestier wieder Gefallen an der Fortpflanzung findet und ob die »Heilige Mutter von der Au« wirklich Wunder wirkt, soll hier noch nicht verraten werden.

Als gute Geister hinter der Bühne wirken Evi Wolfegger und Petra Herzog mit, die für die Maske verantwortlich sind, Mechthild Holzner und Hubert Axthammer kümmern sich um die Bewirtung und Zoe Maier und Lisa Mitterer fungieren als Souffleusen.

Das Stück wird noch am morgigen Ostersonntag sowie am 26. und 27. April jeweils um 20 Uhr sowie am Ostermontag und am 28. April jeweils um 19 Uhr im Truchtlachinger Bürgersaal aufgeführt. Kartenreservierungen nimmt Hildegard Huber unter der Telefonnummer 0171/94 29 991 entgegen. gug

 


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