Tourismus-Zahlen für 2021 im Seeon-Seebrucker Gemeinderat vorgestellt
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Der Seeon-Seebrucker Tourismus zieht für 2021 trotz Corona eine positive Bilanz: 177.000 Übernachtungen und rund 32.000 Gäste zählten die Mitarbeiterinnen der Tourist-Info, Anna Esterlechner (links) und Marlene Helminger.

Tourismus-Zahlen für 2021 im Seeon-Seebrucker Gemeinderat vorgestellt

Seeon-Seebruck – Die Gemeinde Seeon-Seebruck ist im zweiten Corona-Jahr in Sachen Tourismus mit einem blauen Auge davon gekommen. Nach Angaben der Tourist-Info-Leiterin, Anna Esterlechner sei das Jahr 2021 nicht so schlecht gelaufen: »Es schaut gar ned so schlecht aus«, resümierte Esterlechner in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahrs im Truchtlachinger Bürgersaal. Im Vergleich zu den »normalen« Jahren gingen der Gemeinde aber 10.000 bis 20.000 Übernachtungen ab.


Ursprünglich sollte der Gemeinderat über die touristische Entwicklung bereits Ende letzten Jahrs informiert werden. Aus zeitlichen Gründen mussten sowohl der Jahresabschluss der Tourist-Info als auch der allgemeine Jahresabschluss in das neue Jahr vertagt werden.

Rund 177.000 Übernachtungen, ein Plus von 1200 gegenüber 2020, wurden in 2021 gezählt. Die insgesamt 32.000 Gäste (rund 1500 weniger als 2020) hielten sich durchschnittlich 5,5 Tage in der Gemeinde auf. Dazu teilte Esterlechner mit, dass bei der Aufenthaltsdauer ein positiver Trend feststellbar sei: »Die Aufenthaltsdauer ist in den letzten zehn Jahren gestiegen.« Leider sei die Bettenzahl bei den Vermietern gesunken. Eine Prognose über das laufende Jahr konnte sie auf Nachfrage von 2. Bürgermeister Norbert Maier nicht abgeben. Auffällig sei, dass sich die Gäste kurzfristig entscheiden und hauptsächlich für den Sommer buchen.

Weniger eine Einschränkung als eine Erholung für den Gast dürfte die wegen Sanierungsarbeiten nicht befahrbare Alzbrücke in Seebruck sein. Weit bis über den Sommer 2022 hinaus wird es dauern, bis die Brücke wieder befahrbar ist. Dafür kann man im Ort eine Saison ohne Verkehrslärm genießen. Wie mehrfach berichtet, wurde neben der Brücke ein separater Holzsteg angelegt, der während der Sanierung zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden kann. Über diesen Zustand seien nach Angaben der Tourist-Info-Leiterin die Gäste und Besucher auch zeitnah informiert worden.

Bürgermeister Martin Bartlweber und sein Stellvertreter Maier (beide FW), lobten das Engagement der Tourist-Info-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. »Wir leisten eine hohe Qualität und ich bin stolz darauf, dass es so gut funktioniert«, sagte Bartlweber.

Die hohe Qualität wird auch vom Deutschen Tourismusverband bestätigt. Wie Esterlechner mitteilte, sei die Tourist-Info im neuen Seebrucker Rathaus im Herbst mit der sogenannten i-Marke ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung erhalten nur Tourist-Informationen, die über eine sehr gute Beratungsqualität verfügen und umfangreiche touristische Informationen sowie zusätzliche Dienstleistungen für Gäste anbieten. 14 Mindestkriterien müssen erfüllt sein, um überhaupt vom Deutschen Tourismusverband geprüft zu werden, so Esterlechner. Dazu gehöre unter anderem eine gute Infrastruktur, wie zum Beispiel die Ausschilderung der Tourist-Information auf Zufahrtswegen. Außerdem müsse das Personal sehr gut qualifiziert sein, was durch Fortbildungszertifikate nachzuweisen sei.

Vor allem aber gehe es um einen umfassenden und qualitativen Service. Bei dem Qualitätscheck seien 40 Kriterien auf der Prüfliste gestanden und die Tourist-Info Seebruck habe ein Gesamtergebnis von 90 Prozent erzielt. »Die Beratung ist erstklassig, die Mitarbeiterin hört aufmerksam hin. Obwohl mehrere Telefone im Hintergrund klingeln, bleibt die Mitarbeiterin ruhig und mit ihrer vollen Aufmerksamkeit bei ihrer Telefonpartnerin«, heißt es in einem Auszug aus der Bewertung.

Drei Jahre darf jetzt mit der i-Marke geworben werben. Dann steht eine erneute, umfangreiche Überprüfung an.

Anna Esterlechner stellte auch das sogenannte Kompetenz-Team Tourismus vor. Dieses verfolgt das Ziel, einen Markenleitfaden zu erarbeiten und den Tourismus in der Gemeinde zu stärken. Die Kernaufgaben der Arbeitsgruppe sollen auch darin liegen, entsprechende Empfehlungen im Bereich Tourismus für die Arbeit im Gemeinderat auszusprechen, sowie die Gewichtung der erarbeiteten Themen und Ziele aus dem Markenprozess in den Fokus zu rücken. Gemeinsame Treffen finden halbjährlich, beziehungsweise bei Bedarf statt. Bei den letzten Zusammenkünften wurde unter anderem das neue Gemeindelogo (wir berichteten) erarbeitet.

ga

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