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Strandbad in Seebruck soll saniert und umgebaut werden

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Seeon - Seebruck - Strandbad
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Das bestehende Strandbadgebäude am Badegelände in Seebruck soll bei einer Sanierung des gesamten Chiemseepark-Areals so umgestaltet werden, dass darin auch Veranstaltungen stattfinden können. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Auf der Grundlage einer Feinuntersuchung für eine Sanierung des Chiemseeparks Seebruck hat der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen beschlossen, die vorgestellten Ziele weiter zu verfolgen und die notwendigen Bebauungsplanänderungen einzuleiten. Die Gemeinde hatte von einem Planungsbüro in Rosenheim eine Bestandsaufnahme auf dem Gelände durchführen lassen und dabei mögliche Ziele definiert.


Wie mehrfach berichtet, soll das Strandbad im sogenannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) in den nächsten Jahren zeitgemäß saniert und umgebaut werden. Die Analyse des Planungsbüros schließt sich im Wesentlichen den Ideen des Gemeinderats an, der sich damit schon mehrfach befasst hatte. Als mögliche Ziele schlägt das Planungsbüro eine offene Badeanlage ohne Einzäunung vor. Im Zuge eines Rundwegs könnte ein befestigter Weg zur Hafenpromenade geschaffen werden. Weiter wird vorgeschlagen, den jetzt außenliegenden Kinderspielplatz so zu platzieren, dass die Eltern ihre Kinder besser im Auge haben.

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Als Gestaltungselemente auf dem Badegelände werden unter anderem Sonnenbänke sowie Umkleiden und Duschen im Freien angeregt. Um den Badegästen mehr Urlaubsflair zu vermitteln, wäre auch an der Uferzone eine Art Kiosk mit einer Strandbar vorstellbar. Um diese Versorgungsstation in Ufernähe zu verwirklichen, bedarf es aber noch Gespräche mit den Behörden.

Das Gremium ist sich bewusst, dass man mit dem Bau einer festen Versorgungsstation in einen sehr sensiblen Bereich eingreifen würde. Bürgermeister Bernd Ruth und sowie die große Mehrheit des Gemeinderats würden eine Versorgungsstation am See begrüßen. Er gehe aber davon aus, dass um ein Seegebäude mit dem Wasserwirtschaftsamt noch gekämpft werden müsse, sagte Ruth. »Sollte es wasserrechtlich möglich sein, wäre ein Gebäude am See schon schön. Das sind wir auch unserem Tourismus schuldig«, räumte Franz Wörndl ein.

Martin Bartlweber ist sich darüber bewusst, dass man mit dem Bau eines »Häuschens am See« sensibles Terrain betrete. Er forderte eine rasche Lösung für einen Kiosk am Bestandsgebäude.

Der zweiten Bürgermeisterin Martha Gruber brannten die Kosten auf den Nägeln. Sie vermutet, dass eine Versorgungsstation zu teuer wird, zumal es dafür über das ISEK keine Zuschüsse gebe. Ihres Wissens würden nur »städtebauliche Missstände« bezuschusst werden. »Schwer« tue sie sich auch mit einem befestigten Weg zum Strand, sagte Gruber, die neben Bartlweber den Beschlussvorschlag ablehnte. Die große Mehrheit vertrat hingegen die Ansicht, die vorgegebenen Ziele weiter zu verfolgen. »Wir sollten jetzt anschieben«, forderte Stefan Berger.

Das Strandbadgebäude soll nach Auffassung des Gemeinderats so saniert werden, dass darin künftig auch Veranstaltungen stattfinden können. Hier vertritt Bürgermeister Ruth als einziger die Meinung, das über 45 Jahre alte Gebäude abzureißen und neu zu bauen. Ob nach einer Kernsanierung das Gebäude auch im Winter für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden soll, darüber soll noch diskutiert werden.

Verbessert werden soll auch die Parkplatzsituation. Die Parkplätze sollen erweitert und besser in die Landschaft eingebunden werden. Gleichzeitig wird angeregt, den Eintritt für das Bad über die Parkplatzgebühren zu regeln. »Diese Idee finde ich gut und ebenso positiv finde ich, dass das Badegelände offen gestaltet und nicht eingezäunt werden soll«, erklärte Christine Eglseer.

Grundsätzlich soll auch die Aufenthaltsqualität an der Uferpromenade gestärkt werden; auch die Freiflächen im Bereich des Seehotels Wassermann und der Tennisplätze sollen umgestaltet werden. Auf der Basis dieser möglichen Ziele soll jetzt festgehalten werden. »Es sind gute Vorschläge und wir sollten diese weiterverfolgen«, regte Sepp Daxenberger an. Andreas Dorn wies darauf hin, im Rahmen der anvisierten Ziele auch vor dem Hintergrund des geplanten Brückenneubaus eine vernünftige Zuwegung zum Chiemseepark zu schaffen.

Nach Angaben von Bürgermeister Ruth sei für die geplanten Maßnahmen im Bereich des Chiemseeparks eine Bebauungsplanänderung mit Abstimmung der Fachbehörden notwendig. Ein Termin mit den beteiligten Behörden finde voraussichtlich am 12. Oktober statt. ga


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