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Seerundweg touristisch aufwerten

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Um den Seerundweg in Seeon touristisch aufzuwerten, sollen jetzt verschiedene Stationen rund um den See geschaffen werden, die Aufschluss über die Geschichte des Orts und des ehemaligen Benediktinerklosters geben sollen. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Dort, wo einst Mönchsgesang durch die Gänge schallte und Benediktiner in langen Kutten wissenschaftliche Literatur wälzten, sind nur einige der Zeugnisse der Geschichte des ehemaligen Klosters Seeon zu finden. Diese und weitere historische Zeugnisse entlang des Seeoner Klosterseewegs sollen jetzt touristisch aufgewertet werden.


Mit 15 verschiedenen Stationen soll der Rundweg durch die Darstellung historischer Aspekte und Informationen zum »Seerosenweg« avancieren. Das Projekt wurde nun dem Gemeinderat im Truchtlachinger Bürgersaal von der Leiterin der Tourist-Information, Anna Esterlechner, vorgestellt.

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Dass sich die am Projekt ehrenamtlich Beteiligten bei der Gestaltung besondere Gedanken gemacht haben, wurde vom Gremium allgemein gelobt. Bürgermeister Bernd Ruth sprach von einem guten und sinnvollen Projekt, dessen Kosten in Höhe von 39.000 Euro auch überschaubar seien. Abzüglich der zu erwartenden 50-prozentigen Leader-Förderung liegt der Anteil der Gemeinde bei 19.500 Euro. Vorbehaltlich der Förderung segnete der Gemeinderat das »Seerosenweg«- Projekt einstimmig ab und stellte auch die Pflege des Projekts durch die Gemeinde sicher.

Wie die Tourist-Info-Leiterin mitteilte, wurden anlässlich des 2015 gestarteten Projekts »Lebensqualität durch Nähe« verschiedene Arbeitskreise gegründet. Aus diesem Prozess sei von einem engagierten Arbeitskreis-Team die Idee eines »Seerosenwegs« entwickelt worden. Die Namensgebung als Seerosenweg rühre von den Seerosenfeldern her, die an verschiedenen Stellen des Seeoner Sees zu finden und entlang des Wegs immer wieder bewundert werden könnten. Das Thema der Seerose soll sich daher in der Namensgebung in einem Logo wiederfinden.

In den insgesamt 15 Stationen soll nicht nur das Klosterareal eingebunden werden, sondern das ganze Dorf, sagte Esterlechner. Anhand von Schautafeln sollen die Historie des Orts sowie des Klosters anschaulich präsentiert werden. Angelehnt an die mittelalterliche Schreibwerkstatt des ehemaligen Benediktinerklosters sollen die Texttafeln in Buchform gestaltet werden. Der Spaziergänger kann dann in einem »aufgeschlagenen Buch« lesen. Die »Bücher« aus wetterfestem Material sollen so angebracht werden, dass sie auch von Rollstuhlfahrern und Kindern gut gelesen werden können. Geplant sind auch vier Ruhebänke. Norbert Meier (FW) regte dazu an, sich für ein wetterbeständiges Material zu entscheiden, damit die Bänke das ganze Jahr über stehen bleiben können.

Auf einer Übersichtskarte können die einzelnen Stationen und die Wegführung nachgelesen werden. Dabei wird keine Route vorgegeben: »Der Besucher soll seinen Weg entspannt und ohne Hektik wählen«, so Esterlechner. Jeder Besucher könne verschiedene Wege wählen. Sei es eine kleinere Runde um den nördlichen Teil des Sees mit oder ohne Abstecher zur Weinbergaussicht.

Ausgehend vom großen Parkplatz erfahren die Besucher alles Wissenswerte über die Walburgiskirche und das Kloster sowie über den Weinanbau bis hin zum historischen Wirtshaus »Alter Wirt« und über die frühere Badeordnung des Strandbads. In das Projekt mit einbezogen wird unter anderem auch der besondere Baumbestand, wie zum Beispiel die Mozarteiche oder die Baumallee an der Staatsstraße 2094. Umgesetzt werden soll das Projekt noch heuer.

Nachdem der Gemeinderat das Projekt abgesegnet hat, kann jetzt der Förderantrag eingereicht werden. Im Mai/Juni sollen dann die Angebote bei den Firmen eingeholt werden. Esterlechner ist zuversichtlich: »Im Herbst wollen wir eröffnen.« ga