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Seeon-Seebrucker Gemeinderat geht in Klausur: Großprojekt »Strandbad Seebruck« ist ein Thema

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Großprojekt »Strandbad Seebruck« ist ein Thema – Seeon-Seebrucker Gemeinderat geht in Klausur
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Wie geht es weiter mit dem Chiemseepark in Seebruck? Die Frage, ob und in welcher Form die geplante Sanierung umgesetzt werden soll, soll in einer Klausurtagung des Seeon-Seebrucker Gemeinderats beantwortet werden. (Archivbild: Rasch)

Seeon-Seebruck – Für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Seeon und Seebruck soll neue Schutzkleidung angeschafft werden. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung im Truchtlachinger Bürgersaal. Der Grundsatzentscheidung war in der öffentlichen Sitzung eine Präsentation der jetzigen Ausrüstung vorausgegangen sowie eine Bemusterung der Ersatzbeschaffung durch die Kommandanten.


Die Kommandantur hatte darauf hingewiesen, dass die bisherige Schutzkleidung erhebliche Mängel aufweise und teilweise die Verschleißgrenze erreicht habe. Um den größtmöglichen Schutz der Feuerwehrleute zu gewährleisten, sei eine bedarfsgerechte Ersatzbeschaffung für 50 Feuerwehrleute notwendig, hieß es. Nach Auffassung der Kommandanten wäre eine gemeinsame Beschaffung für beide Wehren sinnvoll.

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Ebenso wurde der Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild geäußert. Bei der Bemusterung für eine neue Schutzkleidung war sich der Gemeinderat auch unter der Berücksichtigung der Haushaltssituation einig, dass bei der Bekleidung eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet sein müsse.

Auf Antrag der Grünen wurden die beantragte Änderung des Flächennutzungsplanes beziehungsweise ein Vorbescheid zur Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Ebering und Pavolding zurückgestellt. Die Grünen sehen die Lagen wegen der Nähe zu Schutzgebieten kritisch und befürchten unter anderem auch eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

Deshalb soll vor einer endgültigen Entscheidung vom Gemeinderat eine Ortsbesichtigung vorgenommen werden. Der Zusatzantrag der Grünen, ein Standortkonzept für Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien auszuarbeiten, etwa im Zuge einer anstehenden Klausurtagung, wurde ebenfalls mehrheitlich beschlossen.

In der Klausurtagung soll nach dem Willen des Gemeinderats auch über das geplante Großprojekt »Strandbad Seebruck« diskutiert werden. Wie mehrfach berichtet, soll der Chiemseepark im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) saniert beziehungsweise umgebaut werden. Nach Angaben der Verwaltung gab es hinsichtlich der Fördermöglichkeiten für einen geplanten Versorgungsstützpunkt mit der Regierung von Oberbayern mehrere Abstimmungsgespräche.

Weitere Förderungen wären eventuell auch für eine neue Wegegestaltung auf der Hafeninsel sowie für einen Abbruch des alten Strandbadgebäudes denkbar. Konkrete Entscheidungen, ob und in welcher Form das Großprojekt umgesetzt wird, sollen in der Klausurtagung getroffen werden.

Ein weiteres Thema, über das in der Klausur diskutiert werden soll, betrifft die Erstellung eines Verkehrskonzepts. Angesichts der seitens der Freien Wähler beantragten Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Gemeindestraße Seebruck-Pullach-Ischl-Seeon auf 70 km/h, die in der Sitzung mehrheitlich abgelehnt wurde, sah es der Gemeinderat als sinnvoll an, über ein Verkehrskonzept für die ganze Gemeinde nachzudenken.

Einstimmig genehmigt wurde die Änderung des Bebauungsplans »Seeon-Gewerbegebiet.« Der Antrag zugunsten einer Erweiterung einer Gewerbehalle wurde heuer bereits zweimal in den Gemeinderatssitzungen behandelt und aufgrund von Abstimmungsgesprächen zurückgestellt. Nachdem nun mit dem Antragsteller und der Gemeinde inzwischen eine Einigung erzielt wurde, soll der Aufstellungsbeschluss im sogenannten beschleunigten Verfahren erfolgen.

Einverstanden erklärte sich der Gemeinderat auch damit, den öffentlichen Feld- und Waldweg in Esterer einzuziehen. Wie es hieß, habe dieser Weg durch den Bau der Gemeindeverbindungsstraße Esterer-Lochen-Grilleck seine Verkehrsbedeutung verloren und könne deshalb eingezogen werden. ga


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