Bildtext einblenden
Pfarrer Dr. Florian Schomers steht seit einem halben Jahr an der Spitze des Pfarrverbands Seeon. (Foto: Donhauser)

Seelsorger mit Begeisterung: Pfarrer Florian Schomers ist im Pfarrverband Seeon angekommen

Seeon-Seebruck – »Da möchte ich hin und da möchte ich bleiben.« Pfarrer Dr. Florian Schomers aus Trostberg ist seit dem 1. Juni im Pfarrverband Seeon als Nachfolger von Rüdiger Karmann tätig. Die Installation des Seelsorgers ist im Gottesdienst mit Weihbischof Wolfgang Bischof und dem darauffolgenden Neujahrsempfang am 29. Januar. Nachdem im März bekannt geworden war, dass Karmann weggeht, war es in der Folge nicht klar gewesen, wie es im Pfarrverband Seeon weitergeht.


Da packte Pfarrer Schomers die Chance beim Schopf und bewarb sich um die freie Stelle. »Da für mich kein Ortswechsel angedacht war, bewarb ich mich für die Übernahme in Seeon mit den priesterlichen Mitarbeitern«, erzählt Schomers im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.

Die Lebensplanung für den 58-Jährigen ist zunächst einmal bis zum 65. Lebensjahr gemacht. »Ob der Herrgott da mitspielt, ist aber eine andere Sache«, erklärt Schomers. Dann gibt er einen kurzen Einblick in sein Priesterleben: »Ich bin kein Manager, sondern Seelsorger – und das mit Begeisterung. Aber diese Aufgaben werden weniger und die Verwaltung mehr«.

Seit dem 1. Dezember 2017 ist er Pfarradministrator der Pfarreien St. Andreas Trostberg, St. Thomas Ap. in Oberfeldkirchen und Mariä Himmelfahrt in Trostberg-Schwarzau, Pfarrkurat der Pfarrkuratie St. Peter und Paul in Lindach sowie Leiter des Pfarrverbands Trostberg. Seit 1. September 2019 administriert er zusätzlich die Pfarrei Baumburg und nun eben auch Seeon. Somit ist er für gut 200 Mitarbeiter verantwortlich.

Im Pfarrverband Seeon will er zunächst auf die Leute zugehen, um bei den Vereinen und Körperschaften Fuß zu fassen. »Ich will die jungen Leute kennenlernen, möchte nicht unnahbar sein und kein Problem ist mir weltfremd«, sagt Schomers. Kürzlich hatte er den Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Seebruck besucht; er führte, wie er erzählt, viele lockere Gespräche.

Schomers plant viele Verknüpfungsprojekte. »Die jungen Leute liegen mir sehr am Herzen, auch wenn sie nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen.«

Einzigartig sei die Lage der Kirchen und des Klosters. Er freue sich schon auf den Einzug in das Pfarrhaus. »Bis Weihnachten wird die Sache abgeschlossen sein«, hofft Schomers, der sein neues Zuhause, den Pfarrhof, ein »Paradies« nennt.

Der Leiter des Pfarrverbands Seeon setzt auf theologische Weiterbildung. »Ich lese sehr viel, um immer auf dem Laufenden zu sein.« Die Seelsorge ist laut Schomers nur in einem Team zu schaffen. Eine große Hilfe sei ihm Pater Dan gewesen, der anfangs in Seeon mit dabei gewesen war. Nun hat er mit Pater Simo Grgic einen Vollblutseelsorger an seiner Seite. »Auch ein Dankeschön geht an die Teams in Trostberg, Baumburg und Seeon«. Da nennt er auch noch den Gemeindereferenten Robert Anzinger, der die Gesamtkoordination und die Firmvorbereitung übernimmt, und Irmi Huber – sie macht die Vorbereitung zur Erstkommunion –, dazu die neuen Seelsorgerinnen in der Seniorenpastoral, Christina Fraunhofer und Marianne Meisinger.

Schomers Hobbys sind Sportarten wie Skifahren und Berggehen, Schwammerlsuchen – und in erster Linie das Schafkopfspielen. Alle 14 Tage am Samstagabend werden in Oberfeldkirchen beim Wirt die Karten gemischt. »Einen Termin, den ich nur ungern hinten lasse«, berichtet er mit einem Augenzwinkern. Es sei ein Gesellschaftsabend, wo sich Jung und Alt nach der Messe treffen, was ihm besonders gefällt. »Beim Kartenspielen werden keine Leute ausgerichtet und wird auch nicht politisiert.«

td

Mehr aus Seeon-Seebruck