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Seebrucker sagen mehrheitlich »Ja«

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60,2 Prozent der Seeon-Seebrucker Gemeindebürger sagen »Ja« und 39,8 Prozent »Nein«.

Seeon-Seebruck – Die Frage, ob die Gemeinde Seeon-Seebruck die Planungen der Bayerischen Straßenbauverwaltung für eine in Seebruck geplante Entlastungsspange weiterhin unterstützen soll, ist jetzt beantwortet: 60,2 Prozent der Gemeindebürger sagen »Ja« und 39,8 Prozent »Nein«. Die Beteiligung an der Umfrage war mit über 62 Prozent erfreulich hoch. Mit diesem klaren Bekenntnis kann die laufende Raumempfindlichkeitsprüfung und anschließende Umweltverträglichkeitsprüfung fortgeführt werden.


Die Gemeindeverwaltung hatte bereits vorher mit einem positiven Ergebnis zugunsten einer Fortführung der Planung spekuliert: »Das Ergebnis ist aus unserer Sicht, wie erwartet«, sagte Bürgermeister Bernd Ruth dem Traunsteiner Tagblatt.

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Dieses Ergebnis mache deutlich, dass die Mehrheit der Bürger hinter den Bemühungen der Verwaltung respektive hinter der Mehrheit des Gemeinderats stehe, eine Verbesserung der Verkehrssituation in Seebruck herbeizuführen, betonte Ruth: »Ein klares Signal, macht's bitte so weiter.« Der Gemeinderat sei in den vergangenen Monaten permanent unter Dauerfeuer gestanden. Auch deshalb sei es ein hervorragendes Ergebnis, freute sich Ruth. Weiter sagte der Bürgermeister, dass die Bevölkerung von Seiten der Gemeinde vorher in zahlreichen Veranstaltungen über das geplante Projekt informiert worden sei und betonte, dass es zunächst primär um eine Alternativführung der Brücke gehe: »Es geht um nix anderes«.

Raumempfindlichkeitsstudie fortgeführt

Nachdem die Mehrheit der Befragten jetzt den Wunsch äußerte, die Planungen weiterhin zu unterstützen, könne die laufende Raumempfindlichkeitsstudie fortgeführt werden, der eine Umweltverträglichkeitsprüfung folgen werde, so Ruth.

Die Bürgerbefragung wurde durchgeführt, um im Zuge der Planungen für eine Entlastungsspange in Seebruck eine allgemeine Stimmung von der Bevölkerung einzuholen. Wie mehrfach berichtet, gibt es von Seiten des Bürgerforums Seebruck massive Proteste gegen die geplante Entlastungsspange mit einer zweiten Alzbrücke.

Die Bürgerinitiative hat trotz deren Nachfrage von der Gemeinde noch keine Information über das offizielle Ergebnis der Bürgerbefragung erhalten. Von Seiten der Gemeinde habe es geheißen, dass das Ergebnis erst am heutigen Donnerstag offiziell bekannt geben werde, sagte der Sprecher des Bürgerforums und des »Grünen«-Ortsverbands, Toni Mayer. Mayer kündigte aber an, dass beide Seiten zu dem Ergebnis eine öffentliche Stellungnahme abgeben werden.

Das Ergebnis wird nach Angaben des Bürgermeisters auch in der heutigen Seebrucker Bürgerversammlung, die um 19 Uhr im Gasthaus Malerwinkel stattfindet, bekannt gegeben. Ebenso bei den Versammlungen am Freitag im Gasthaus Zur Post in Truchtlaching und am Samstag beim Alten Wirt in Seeon.

Im Januar dieses Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, zu diesem umstrittenen Thema eine Bürgerbefragung durchzuführen. Anfang Februar wurden die Fragebögen mit der Fragestellung: »Soll die Gemeinde die Planungen des Staatlichen Bauamtes zu der Entlastungsspange Seebruck mit dem Ziel einer Verkehrsentlastung der Ortsmitte weiter unterstützen?« an alle wahlberechtigten Bürger ab 16 Jahren versandt.

Bis zum 18. Februar hatten alle Wahlberechtigten Zeit, auf den Fragebogen »Ja«, »Nein« oder »Keine Meinung« anzukreuzen. Auch zusätzliche Bemerkungen waren möglich, die nach Angaben der Verwaltung derzeit noch ausgewertet werden.

Der Rücklauf sei mit 62 Prozent aller befragten Bürger oder 2399 abgegebener Fragekarten erfreulich hoch, teilte die Gemeinde mit.

585 Karten mit Textantworten abgegeben

Von den 2348 Befragten, die sich eindeutig geäußert hätten, hätten 60,2 Prozent mit »Ja« und 39,8 Prozent mit »Nein« geantwortet. Dies bedeutet, dass über 60 Prozent der Befragten den Wunsch hätten, dass die Gemeinde die Planungen der Bayerischen Straßenbauverwaltung weiterhin unterstützen solle. Hinzu kämen noch 51 abgegebene Fragekarten (zwei Prozent), die keine Meinung zu der Befragung geäußert hätten.

Weitere Ergebnisse der Befragung werden nach Angaben der Verwaltung im Verlauf der ergänzenden Auswertungen ermittelt. Insgesamt seien 585 Fragekarten mit Textantworten zurückgegeben worden. Diese werden in den nächsten Wochen detailliert ausgewertet. ga


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