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Neuer Hochbehälter statt marodem Erdbehälter

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Während auf der Baustelle bereits gearbeitet wurde, erfolgte mit dem symbolischen Spatenstich der offizielle Startschuss für den neuen Hochbehälter. Unser Foto zeigt Bürgermeister Martin Bartlweber (von rechts), Andreas Forrer (Behälterbau), Anton Schmuck (Ingenieurbüro Dippold & Gerold) und Werner Neudecker (Firma Kellhuber Betonbauarbeiten.) (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Ein neuer Hochbehälter der Wasserversorgung Seeon für Trinkwasser wird in einem Jahr den maroden, nicht mehr zu sanierenden und vom Fassungsvermögen zu kleinen Erdbehälter in Waltenberg bei Seeon ersetzen und damit die Wasserversorgung in den nächsten Jahrzehnten sicher stellen.


Der Standort des neuen Hochbehälters befindet sich in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Erdbehälters am höchsten Punkt von Seeon und liegt damit idealerweise höher als der höchste Wasserhahn. Somit kann das Wasser, das aus dem Brunnen »Bauschberg« gespeist wird, durch den hydrostatischen Druck ohne weitere Kraft- oder Druckzufuhr an seinen Bestimmungsort gelangen. Einige höher liegende Objekte werden noch über Drucksteigerungsanlagen bedient, erklärte der Geschäftsführer des Zweckverbands zur Wasserversorgung Harter Gruppe, Thomas Kehr, beim offiziellen Spatenstich.

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Das Projekt hat bereits erste Formen angenommen. Wegen der Bodenbeschaffenheit mussten 60 sogenannte Mikrobohrpfähle gesetzt werden, um ein tragfähiges Fundament zu gewährleisten. Im weiteren Verlauf werden dann bis zum Winter die benötigten Leitungen verlegt. Im Frühjahr soll dann ein 24 mal 13 Meter großes Gebäude in Holzständerbauweise für zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von 500 Kubikmeter pro Behälter errichtet werden. Nach Angaben von Andreas Forrer von der Behälterbaufirma Hydro-Elektrik GmbH in Ravensburg werden die 6,50 Meter hohen Tanks erst vor Ort zusammengeschweißt. Trinkwasserbehälter aus Edelstahl seien seit Jahren etabliert und Behältern aus Ton weit überlegen.

Das rund 1200 Quadratmeter große Grundstück konnte von der Gemeinde zum Teil neu angekauft beziehungsweise durch Grundstückstausch erworben werden. Dafür sprach Bürgermeister Martin Bartlweber der Grundstücksbesitzerin seinen Dank aus. Für die Gemeinde sei es wichtig, eine entsprechende Infrastruktur für die Wasserversorgung bereitzustellen, um damit die hohe Wasserqualität sicher stellen zu können, betonte Bartlweber. Der zirka 60 Jahre alte und sehr marode Erdbehälter werde stillgelegt und zurückgebaut. Die Kosten der Baumaßnahme inklusive  Grunderwerb und Nebenkosten liegen laut Bartlweber bei zwei Millionen Euro.

Dieses Geld sei zur Sicherstellung unseres höchsten Guts, dem Trinkwasser, gut investiert, betonte Kehr als Vertreter des Kooperationspartners Harter Gruppe. Mit dem Neubau des Edelstahlhochbehälters werde nicht nur das Trinkwasser, sondern auch das Löschwasser sichergestellt. Die Harter Gruppe hat vor rund 16 Jahren die technische Betriebsführung übernommen und ist somit für die Betreuung der Anlagenteile zuständig. Weiter teilte Kehr mit, dass die Gemeinde Seeon-Seebruck zum Bau des Hochbehälters vom Freistaat Bayern eine Förderung von rund 500 000 Euro erhalte. In den Genuss dieser Förderung kämen nur Gemeinden, die in der Vergangenheit auch kontinuierlich in ihr Leitungsnetz investiert hätten, so Kehr.

Von Seiten der Gemeinde hieß es, dass der Wasserpreis im Rahmen einer Gebührenkalkulation bereits zum 1. Januar dieses Jahres auf 1,35 Euro für 1000 Liter angepasst worden sei. ga


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