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Von der Möglichkeit zu Information und gegenseitigem Austausch wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Nachmittag des Beirats für Senioren und Menschen mit Behinderung

Seeon-Seebruck – Der Beirat für Senioren und Menschen mit Behinderung der Gemeinde Seeon-Seebruck veranstaltete einen Informationsnachmittag »Wohnen im Alter«. Für viele ein wichtiges Thema, dementsprechend voll war der Bürgersaal in Truchtlaching.


Wie kann ich möglichst lange Zuhause leben? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Welche alternativen Wohnformen gibt es im Alter? Diese und viele weitere Fragen wurden an diesem Nachmittag geklärt.

Die Besucher konnten die verschiedensten Hilfsmittel, wie zum Beispiel Rollatoren, ausprobieren, um für sich selbst festzustellen, was künftig eine echte Hilfe im Alltag darstellt. Daneben informierten Pflegedienste über ihre Angebote. Vorgestellt wurden auch Beschäftigungsmöglichkeiten, die Abwechslung in das Rentnerdasein bringen können.

Es gab auch den ein oder anderen Aha-Effekt. So zeigte Quartiersmanagerin Ulrike Ganslmeier, warum es eine Steckdose für ältere Menschen gibt, denn die Auswurfsteckdose kann in jede normale Steckdose eingebaut werden und per Hebel ausgeworfen werden. Man muss also nicht mehr den Stecker ziehen, da vielen im Alter dafür die Kraft fehlt. Bernhard Lerner von der BRK-Wohnberatung präsentierte das neueste WC, das automatisch medizinische Werte, wie z.B. Blutzucker oder Gewicht misst und die Ergebnisse an den Arzt übermitteln kann.

Bei Werner Fertl von der Betreuungsstelle des Landkreises Traunstein konnten direkt vor Ort Vollmachten erstellt und beglaubigt werden. Der Pflegestützpunkt der VdK, die Pflegeberatung der AOK und das Netzwerk 18 informierten zu ihren Beratungsangeboten. Die Malteser waren mit ihren Angeboten zu Hausnotruf, Fahrdiensten, Essen auf Rädern und hauswirtschaftlichen Hilfen vertreten.

Sehr informativ waren die Vorträge des Nachmittags. Vor allem Stefan Mayer weckte in dem ein oder anderen Besucher Begehrlichkeiten, als er von seinen Erfahrungen beim Aufbau und Betrieb von ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Senioren-Hausgemeinschaften, wie in Schnaitsee und Kirchanschöring, berichtete. Auch in der Gemeinde wären solche Wohngemeinschaften gern gesehen. »Der Beirat für Senioren und Menschen mit Behinderung verfolgt dieses Thema schon seit einiger Zeit«, so Bürgermeister Martin Bartlweber. »Natürlich möchten wir auch in unserer Gemeinde so ein Angebot realisieren. Ideen aus dem Beirat werden momentan weiterentwickelt.«

Für den gemütlichen Ausklang gab es für alle Kaffee und Kuchen gegen eine Spende für die Ukrainehilfe des Sozialfonds der Gemeinde. Alle Besucher waren sich einig, dass es eine sehr informative Veranstaltung war.

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