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Max Holzschuh ist noch ein Kindergartenkind. Beim »Vorspiel« im Schülerkonzert der MLV in Seeon griff er trotzdem schon beherzt in die Tasten. (Foto: Benekam)

Musikernachwuchs zeigt sein Können in der Seeoner Grundschule

Seeon-Seebruck – Das leise Rauschen des vom Wind bewegten Schilfs, das Zirpen der Grillen und die Schreie der Mauersegler über den Dächern der Dörfer – der Sommer hat seinen eigenen Klangkosmos an »natürlichen« Liedern. Kurz vor den Sommerferien scheint die Stimmung bei den Musikschülern aus dem Gemeindegebiet ungetrübt und heiter.


So klangen auch die »Instrumental-Lieder« beim Schülervorspiel der Musiklehrervereinigung in der Seeoner Grundschule. Dort zeigte der MLV-Musikernachwuchs von Elena Rieser (Gitarre), Gabriele Bauer-Will (Blockflöte, Klavier), Irmengard Schützinger-Röll (Hackbrett) und Aida Pieper (Querflöte, Klavier) sein Können am Instrument.

Die Zuhörer – Familie und Freunde – zeigten sich beeindruckt und spendeten nach jedem Vortrag kräftigen Applaus. Der jüngste Schüler ist noch ein Kindergartenkind: Max Holzschuh. Er griff mit seinen sechs Jahren, nach nur einem halben Jahr Klavierunterricht, schon ganz beherzt in die Klaviatur und meisterte fehlerfrei den »Yankee Doodle«. Emilia Böttcher trug mit Freude und hoch konzentriert »Day Dreaming« (Paul Hart) auf ihrer Querflöte vor, bevor Frida Fickler, Luca Kirschner und Max Spiel mit Gitarrenlehrerin »Charango« (Tradition) zum Besten gaben.

Stella Holzschuh verzauberte die Zuhörer mit »Tanz aus dem Orient« (Anne Terzibaschitsch) und »Kleines Präludium«. Anschließend erklang im Schüler-Lehrer Gitarrentrio von Vanessa Kaiser und Sarah Niederbuchner ein »Caribbean Dance«. »Mein kleiner Wildlederschuh« ist der Titel eines Jazzstandards, den Franka Fritz auf ihrer Querflöte kredenzte und Karlotta Weber präsentierte in Gitarrenbegleitung von Rieser »Varvindar friska«, ein Traditional aus Schweden.

Maximilian Spring hatte gleich zwei Stücke vorbereitet und bravourös gespielt: Die beliebte »Ballade pour Adeline« (Paul de Senneville) und »Vivat Bacchus!« von Mozart. Zum Schluss kündigte Rieser an, könnten sich alle davon überzeugen, wie professionell es sich anhört, wenn eine Instrumentalschülerin jahrelang fleißig geübt hat: In Begleitung von Bertram Weihs (Violine) und Aida Pieper (Klavier) kamen zwei Werke von Astor Piazzolla – »Libertango« und »Oblivion« zu Gehör. Mit ihrer virtuosen Querflöten-Interpretation hätte die 18-jährige Julia Ertl glatt als Profi-Flötistin durchgehen können.

bene

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