Mehrheit für Gutachter – Suche nach Standort für Mobilfunkanlage in Seebruck

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Foto: pixabay Symbolbild

Seeon-Seebruck – Der Bestandsstandort einer Mobilfunkanlage in der Ortsmitte von Seebruck wurde zum 28. Februar 2025 gekündigt. Um auch im Anschluss die Mobilfunkversorgung im Ort sicherzustellen, müssen bis dahin ein Alternativstandort gefunden und eine neue Anlage errichtet werden.


Der Gemeinderat hatte die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Deutschen Telekom Standortvorschläge zu ermitteln. Verschiedene gemeindliche Liegenschaften wurden dabei als Ersatzstandorte vorgeschlagen und es folgte eine weitere Standortsuche innerhalb und außerhalb des ursprünglichen Suchbereichs durch die Telekom.

Aus Sicht einer Mobilfunkfirma und der Telekom kämen aber nur zwei machbare Alternativen für einen Masten-Standort in Frage: Das Feuerwehrhaus an der Pullacher Straße und ein unbebautes Grundstück in der sogenannten »Reimer Kurve.« Die Kriterien für einen Ersatzstandort wurden in einer Informationsversammlung auch ausführlich dargelegt. Die Mehrheit des Gemeinderats will aber trotzdem auf Nummer sicher gehen und einen unabhängigen Gutachter beauftragen. Die Hinzuziehung eines neutralen Gutachters, der die Gemeinde bei der Standortsuche beraten und im laufenden Verfahren mit der Telekom unterstützen soll, fußt auf einem Antrag der Freien Wähler und der Grünen. Auf Grund des Antrags hatte die Gemeindeverwaltung bei zwei Gutachtern Angebote eingeholt.

Die Beauftragung eines neutralen Gutachters sollte in der letzten Gemeinderatssitzung ursprünglich nichtöffentlich entschieden werden. Nachdem aber die CSU-Fraktion beantragt hatte, den Tagesordnungspunkt öffentlich zu behandeln, wurde dem Antrag der Christsozialen auch entsprochen. Nach Angaben der Verwaltung sei lediglich ein Angebot mit einem Preis von rund 6000 Euro eingegangen. Wie dem Tenor zu entnehmen war, sei das Geld gut angelegt. Denn eine objektive Prüfung eines Standortes sei wichtig, erklärte 3. Bürgermeisterin Dr. Christine Kosanovic (FW): »Deshalb ist der Preis auch gerechtfertigt.« Sich ein objektives Knowhow anzueignen, dafür plädierten auch der Sprecher der Grünen, Toni Mayer, sowie Peter Stocker von den Freien Wählern: »Das sind wir auch den Bürgern schuldig«, sagte Mayer.

Mit Ausnahme von Sepp Daxenberger und Franz Wörndl (beide CSU) sowie Bürgermeister Martin Bartlweber sprach sich das Gremium für einen unabhängigen Gutachter aus. Daxenberger gab zu bedenken, dass auch Gutachter streitbar seien und wies darauf hin, dass das Vorhaben in einem über dreistündigen Vortrag von allen Seiten durchleuchtet worden sei.

ga


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