Lösung für Bauherren in Seeon gefunden

Bildtext einblenden
Das neue Rathaus in Seebruck, das im Januar 2019 bezogen wurde, war in den vergangenen Jahren mit rund 5,7 Millionen Euro die größte Investition der Gemeinde Seeon-Seebruck. Im Haushaltsjahr 2020 wurde für den Neubau ein Restbetrag von 1,3 Millionen Euro eingestellt. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Nachdem sowohl vom Kreisbaumeister als auch vom Gemeinderat Seeon-Seebruck die Teilaufstockung eines Wohnhauses am Permoserweg in Seeon aus städtebaulichen Gründen abgelehnt worden war, wurde jetzt eine Lösung gefunden, wie der Bauherr doch noch zu seinem dringend benötigten Wohnraum kommen könnte. Auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung wäre westlich des Wohnhauses ein kleineres Haus möglich. Diesen Lösungsansatz könnte auch der Kreisbaumeister mittragen, teilte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit.


Auch der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu und beschloss die Durchführung eines beschleunigten Verfahrens für die Änderung des Bebauungsplans »Seeon-Nördlich des Dorfes Niederseeon.« Die Grundstücksbesitzer hatten ursprünglich vor, das Wohnhaus teilweise aufzustocken. Der Gemeinderat lehnte dies aus städtebaulichen Gründen ab. Auch das Landratsamt hatte keine Zustimmung in Aussicht gestellt.

Anzeige

Einig war sich das Gremium auch bei der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zur Aufhebung der Einbeziehungssatzung »Bräuhausen-Waltenberg«. Im November hatte sich der Gemeinderat darauf verständigt, die Einbeziehungssatzung aufzuheben und eine Aufhebungssatzung aufzustellen. Der Geltungsbereich befindet sich nördlich des Ortsteils Bräuhausen (Seeon) und verbindet diesen mit dem Weiler Waltenberg. Wie es hieß, sei von einem Frasdorfer Architekten bereits ein Planentwurf ausgearbeitet worden.

Bekanntgegeben wurde auch das Rechnungsergebnis des Haushaltsjahrs 2020 und mit dem Ergebnis des Vorjahres 2019 verglichen. Das Haushaltsvolumen 2020 lag bei 15 Millionen Euro, es wurden 150 000 Euro Schulden getilgt. Dadurch verringerte sich der Schuldenstand auf rund 2,8 Millionen Euro. An den Landkreis mussten 2,6 Millionen Euro Kreisumlage und rund 88 000 Euro Gewerbesteuerumlage abgeführt werden. Bei den Einnahmen schlugen die Gewerbesteuer mit 1,3 Millionen Euro und der gemeindliche Anteil an der Einkommensteuer mit 2,9 Millionen Euro wesentlich zu Buche. Die Schlüsselzuweisung lag bei 677 800 Euro und aus der Zweitwohnungssteuer konnten 152 500 Euro generiert werden.

Beim Gebührenaufkommen fällt auf, dass sich der Fremdenverkehrsbeitrag im Vergleich zu 2019 um knapp die Hälfte auf 75 000 Euro verringert hat. Die Einnahmen der Parkgebühren stiegen hingegen um rund 40 000 auf 143 000 Euro. Ein kleines Plus ist auch bei den Wassergebühren (281 700 Euro) zu verzeichnen. Die Kanalgebühren lagen bei 673 000 Euro und die Gebühren der Hafenanlage bei 594 700 Euro.

Zu den größeren Investitionen zählen der Hoch- und Tiefbau mit Baukosten von über 2,6 Millionen Euro und die Restkosten des neuen Rathauses in Seebruck mit 1,3 Millionen Euro. Weitere 520 000 Euro wurden in die Wasserversorgung Seeon investiert; davon 425 000 Euro in einen neuen Hochbehälter in Waltenberg, der in den nächsten Wochen fertiggestellt werden soll, und 127 000 Euro in eine neue Wasserleitung am Kloster Seeon. In die Erschießung des Breitbandausbaus wurden 570 000 Euro investiert, 180 000 Euro in Grundstücke.

ga


Mehr aus Seeon-Seebruck
Einstellungen