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Innenausstattung des Rathauses

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Vertreter des Seeoner-Gemeinderats haben sich gemeinsam mit den Planungsbüros Gedanken über die Innenausstattung des im Bau befindlichen neuen Rathauses gemacht. Der sogenannte Bemusterungstermin fand im »Bürgertreff« in Seeon statt.

Seeon-Seebruck – Während der Winterpause der Rathausbaustelle in Seebruck haben sich Vertreter des Gemeinderats zusammen mit den Planungsbüros Gedanken über die Innenausstattung gemacht. Bei einem sogenannten Bemusterungstermin im »Bürgertreff« in Seeon wurden unterschiedliche Varianten von Bodenbelägen, Innentüren und Decken verglichen und ausgewählt. Beim Beleuchtungskonzept entschied man sich für eine zeitgemäße LED-Beleuchtung.


Wie Bürgermeister Bernd Ruth gegenüber unserer Zeitung erklärte, sei dabei auch ein optimales Kosten- Nutz-Verhältnis geprüft worden. In einem nächsten Schritt werde in den kommenden Wochen die Büroausstattung festgelegt, die in ihren Grundzügen bereits vorbereitet worden sei. Bei dieser Gelegenheit werde dann auch Zug um Zug der Ausbau des Sitzungssaales, des Besprechungsraums und der Tourist- Info festgelegt, die in das neue Rathaus umziehen wird.

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Die Leiterin der Tourist-Information, Anne Esterlechner, sieht in dem neuen Standort einen großen Vorteil, vor allem für den Gast. Durch die Nähe zum Chiemsee-Uferweg, der unmittelbar vor dem neuen Rathaus auf der Römerstraße verläuft, sei die Tourist-Info nach Auffassung Esterlechners wesentlich präsenter. Die Tourist-Information mit einem gastfreundlichen Foyer wird ins Erdgeschoß einziehen. Ebenso im Erdgeschoß wird sich der Sitzungssaal befinden. Einen herrlichen Blick auf denChiemsee bieten vor allem die südseitigen Büros und Verwaltungsräume, die sich alle im Obergeschoß befinden.

Für die Besucher des Rathauses werden auf der Westseite rund 30 öffentliche Parkplätze geschaffen und der Zugang zum Gemeindekindergarten wird neu und sicher geregelt. Den Vorplatz am Eingangsportal des Rathauses auf der Südseite soll nach Angaben des Landschaftsarchitekten Klaus Schur eine Buche zieren. Weiter sind dort Sitzgelegenheiten vorgesehen und eine Trinkwasserstation für die Radfahrer. Der Aufenthaltsbereich soll mit Granitsteinpflaster gestaltet werden und die Verkehrswege rollstuhlgerecht mit Granitplatten. Ansprechend gestaltet mit einem Kiesplatz und kleinkronigen Bäumen, wird auch der Vorplatz der Aussegnungshalle, die sich etwas versteckt hinter dem Rathaus befindet. Die Aussegnungshalle im Zuge des Neubaus zu verlegen, war aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich. Auch eine Verlegung des Stromversorgungsgebäudes, das an das Leichenhaus grenzt, konnte aus Kostengründen nicht realisiert werden.

Im Laufe dieses Jahres wird am angestammten Rathausplatz an der Römerstraße ein modernes Gebäude entstehen, das den heutigen Ansprüchen auch gerecht werden soll. Der Gemeinderat hatte sich dabei seine Entscheidung nicht leicht gemacht und viel Zeit und Nervenstärke in das Projekt investiert. Pläne wurden gezeichnet und wieder verworfen. Neben der Bauweise waren auch die Kosten ein wesentliches Kriterium. Um den gesteckten Kostenrahmen von 5,7 Millionen Euro einzuhalten, mussten einige Abstriche gemacht werden. Auch die moderne Architektur, die auch in der Bevölkerung nicht unumstritten ist, bedurfte im Gemeinderat einer längeren Überzeugungsarbeit. Viele Seebrucker trauern dem alten Rathaus nach und kritisieren den Neubau als massiven Eingriff in das gewachsene Dorfbild. So mancher hätte sich lieber ein Gebäude im ländlichen Stil gewünscht. Ob das Urteil der Skeptiker berechtigt ist, wird sich Ende diesen Jahres zeigen, wenn das Gebäude ganz fertig ist. ga

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