Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben im Strandbad Seebruck

Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben im Strandbad Seebruck
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Im Zuge der Sanierung der Alzbrücke in Seebruck soll der Fahrrad- und Fußgängerverkehr künftig auf der Westseite (Foto) und auch auf der Ostseite durch eine Ampel geregelt werden. Die Empfehlung des Staatlichen Bauamts, dessen Vertreter in einer Informationsveranstaltung am Dienstag um 19 Uhr im Strandbad Seebruck Rede und Antwort stehen wird, ist aber umstritten. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Wenn mit der Sanierung der Alzbrücke begonnen wird, wird Seebruck für rund ein Jahr in zwei Ortsteile getrennt sein. Dann ist es nur Radfahrern und Fußgängern möglich, über eine Behelfsbrücke von A nach B zu gelangen. Der Autoverkehr muss einen Umweg in Kauf nehmen. Ein Umleitungsplan wird gerade vom Staatlichen Bauamt erstellt, das die Sanierung im Auftrag der Regierung von Oberbayern abwickelt.


Diese und weitere Fragen zum Bauvorhaben werden Vertreter des Bauamts bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 12. Oktober, um 19 Uhr im Strandbad Seebruck versuchen zu beantworten. Für die Veranstaltung ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Außerdem besteht während der gesamten Veranstaltung Maskenpflicht.

Dass die Bevölkerung über die noch in diesem Herbst beginnenden Bauarbeiten zeitnah informiert wird, darauf hatte auch die CSU-Fraktion des Gemeinderats in einem Antrag gedrängt. Der Antrag sollte ursprünglich in der Septembersitzung behandelt werden, wurde jedoch aus Zeitgründen verschoben und neben weiteren CSU-Anträgen in der jüngsten Sitzung behandelt.

Wie Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) betonte, habe die Gemeinde bezüglich einer zugesagten Informationsveranstaltung mehrfach beim Staatlichen Bauamt nach einem Termin gefragt: »Wir haben fast täglich angerufen«, so Bartlweber. Zuletzt habe es geheißen, dass zunächst die Submission und Angebotsauswertung abgewartet werden müssen.

In der Zwischenzeit habe es mit einem Termin für eine Infoveranstaltung geklappt, bei der Peter Maltan (Abteilung Straßenbau-West) und Florian Paukner (Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau) als Vertreter des Staatlichen Bauamts anwesend sein werden. Kritik an einer fehlenden Informationspolitik äußerte auch der Inhaber des Seehotels Wassermann, Peter Stocker. Der Hotelier hatte sich in einem Schreiben an die Gemeinde gewandt, das in der Sitzung auch vorgelesen wurde.

Neben der Umleitungsthematik, in die laut Bartl-weber auch die Gemeinde wichtige Punkte mit einbringen konnte, die jetzt in den Umleitungsplan mit eingearbeitet werden, wurden auch die Bedenken der umstrittenen Ampellösung für die Radfahrer und Fußgänger an die Landkreisbehörde weiter geleitet. Während die CSU-Vertreter des Gemeinderats eine Ampellösung für »nicht glücklich« halten und die Meinung vertreten, dass eine Ampel zu einer wesentlichen Einschränkung des Verkehrs führen werde, vertritt das Staatliche Bauamt genau das Gegenteil.

Nach Angaben des CSU-Sprechers Sepp Daxenberger stehe die CSU mit ihrer Meinung nicht alleine da. Auch viele Bürger würden eine Ampel ablehnen. »Ich bitte darum, dass die Ampellösung genau aufgezeigt wird«, forderte Daxenberger. Es gehe um eine Situation, die auf 30 Jahre festgeschrieben werde, in der auch wieder 40-Tonner durch den Ort und über die Brücke rollen werden, so Daxenberger. »Uns geht die Kontrolle ab, wie eine Ampelanlage funktioniert«, sagte Franz Wörndl (CSU) und forderte die Simulation eines Ampelszenarios. Der Sprecher der Grünen, Toni Mayer, vertrat dagegen die Meinung, hinsichtlich einer Ampelregelung den Behörden zu vertrauen: »Eine Ampel ist heutzutage eine ganz übliche Lösung und nicht mehr vergleichbar mit einer Ampel vor 40 Jahren.« Mayer zeigte sich davon überzeugt: »Eine Ampel reguliert den Verkehrsfluss.«

ga


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