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Wie kann der Bundwerkstadel des ehemaligen Harrecker-Anwesens in Ischl künftig genutzt werden? Eine konkrete Antwort auf diese Frage gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung des Seeon-Seebrucker Gemeinderats nicht, aber sehr viele Ideen und Anregungen. (Foto: Rasch)

Ideen für die Nutzung des Bundwerkstadels

Seeon-Seebruck – Der Ideenvielfalt der Ischler Dorfgemeinschaft um die Nutzung des Bundwerkstadels des ehemaligen Harrecker-Anwesens sind keine Grenzen gesetzt. Lang war die Liste der Vorschläge in der jüngsten Gemeinderatssitzung, wie man das Denkmal wieder zum Leben erwecken könnte. Der Sprecher der Dorfgemeinschaft, Thomas Weistenfeld, stellte dabei heraus, dass seitens der Gemeinde zunächst Nägel mit Köpfen gemacht werden müssten, welchen Ausbaurahmen man sich für das Denkmal grundsätzlich vorstellt.


Im Gemeinderat war zuletzt im März beschlossen worden, Interessenten die Möglichkeit einzuräumen, bis Ende August ein ausgearbeitetes Konzept für die Nutzung des Bundwerkstadels vorzulegen. Mit Ausnahme eines Schreibens der Ischler Dorfgemeinschaft, sind aber bis jetzt keine weiteren Konzepte eingegangen. In dem Schreiben, das in der Sitzung vorgelesen wurde, machte die Dorfgemeinschaft den Vorschlag, dass sich die Ischler mit dem Gemeinderat treffen und die Vorschläge gemeinsam besprechen. Franz Wörndl (CSU) warnte jedoch, eine Entscheidung um die Nutzung des Stadels auf die lange Bank zu schieben: »Wir müssen mit der Baustelle in Ischl endlich zum Ende kommen und dazu gehört auch das freie Grundstück, auf dem ein Sechs-Familien-Haus vorgesehen ist. Ich hoffe, dass seitens der Dorfgemeinschaft gute Ideen dabei sind«, so Wörndl. Sepp Daxenberger (CSU) begrüßte zwar die Willensbekundung der Ischler, forderte aber im Vorfeld zum Einstieg in eine Diskussion einen Schriftsatz, was sich die Dorfgemeinschaft vorstellen könnte. Auch Martha Gruber (FW) sprach sich dafür aus, dass in Sachen Bundwerkstadel zeitnah was passieren und die Umsetzung dann auch für die Gemeinde finanzierbar sein müsse.

Auf Anregung aus dem Gremium, wurde dem Thomas Weistenfeld das Wort erteilt. Bevor die Frage des Rahmens nicht geklärt sei, mache es wenig Sinn, jetzt die Vorschläge preis zu geben, sagte Weistenfeld. »Jetzt wird jeder gleich sagen, das geht nicht, weil…., aber ich gebe sie trotzdem preis«, so der Sprecher. Er schickte voraus, dass der Stadel mit seinem extrem gut erhaltenen Bundwerk ein echtes Stück Zeitgeschichte im Herzen von Ischl sei. Das Grundfest hingegen sei windschief. Die Ischler könnten sich in dem 30 mal 15 Meter großen und 11 Meter hohen Stadel, der um 1850 erbaut wurde, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vorstellen: Ein Künstleratelier, Lagerräume für die neuen Harrecker-Wohnungen, begrenzte Ausstellungen und Vereinsarbeiten, als Platz für Feste oder als Gemeinschaftsraum »wo es ned so genau geht«. Vorstellbar wäre auch, zum Beispiel einen Teilbereich für Home-Office zur Verfügung zu stellen.

Diese und weitere Ideen sollen jetzt bei einem Treffen mit dem Gemeinderat diskutiert werden, ehe eine Entscheidung über eine adäquate Nutzung getroffen wird.

ga

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