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Vorplattler Michael Klinger jun. überreichte Vereinsspieler Gerd Niedermaier (links) ein Präsent für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz. (Foto: Donhauser)

Herbstversammlung des GTEV »Seerose«: Vereinsstadel, Gartenfest und neue Satzung

Seeon-Seebruck – Eine überaus positive Bilanz zog Trachtenvorstand Anton Mayer jun. bei der Herbstversammlung des GTEV »Seerose« Seebruck beim Hafenwirt. Der Bau des neuen Vereinsstadels am Sportgelände in Seebruck und das erste Gartenfest im Sommer stimmten Mayer froh. Seit gut einem halben Jahr sind er und sein Stellvertreter Georg Hölzl jun. im Amt. Beide lobten die neue, junge Vorstandschaft, die nun den Verein führt.


Mayer betonte, dass er mit Hölzl auf Augenhöhe die Rolle des Vorsitzenden ausführt. »Eigentlich gibt es keinen ersten und zweiten Vorstand, wir sind hier eine Einheit!« Dennoch führte Mayer durch seine erste Versammlung. Er freute sich auf den Besuch von Ehrenvorstand Hubert Mayer sen., verlassen haben den Verein die ehemalige Loiferl-strickerin Marianne Huber und überregional Gebietsvertreter Anderl Höfer.

Erstes Gartenfest war ein voller Erfolg

Das erste Gartenfest im August verbesserte den Kassenstand spürbar, wie Kassierin Sabine Heistracher bemerkte. Mayer sagte: »Es war ein sehr gelungenes Fest, wir haben sehr viel Zuspruch aus der Gemeinde erhalten«. Er würdigte alle Helfer und Unterstützer, besonders Tanja Christlhuber, auf deren Grundstück das Fest abgehalten wurde.

Stellvertreter Hölzl verwies gleich darauf, dass das Fest nächstes Jahr wieder stattfinden soll. Es ist die Alternative zum See-Hafenfest, das im Jahr 2019 zum 41. und bis dato letzten Mal durchgeführt wurde. »Es ist deutlich weniger Auf- und Abbau«, berichtet Hölzl, »für ein paar Euro mehr musste man beim See-Hafenfest oft 14 Tage investieren und dann auch noch auf ein schönes Wetter hoffen«. Aber das Seehafen-Fest sei nicht ganz gestorben. »Wir werden uns jedes Jahr wieder neu darüber unterhalten«. Allerdings gibt der Erfolg des Gartenfestes zunächst den Verantwortlichen einmal Recht.

Am 21. September begann der Bau des Vereinsstadels. Mittlerweile wurde das Fundament am Eisstockplatz betoniert, die Holzarbeiten haben auch schon begonnen. »Der Stadel soll auch heuer noch aufgestellt werden«, so Mayer. Er bedankte sich bei der Gemeinde Seeon-Seebruck und den damit verbundenen 10 000 Euro, die in das Projekt fließen. Auch alle Privatleute und heimische Firmen, die sich mit Spenden beteiligen lobte Mayer, auch den Sportverein Seebruck mit den Vorsitzenden Christian Huber und Rudi Mayer würdigte er für die »tolle Zusammenarbeit«.

Mayer ließ das erste halbe Jahr seiner Regentschaft Revue passieren: Die Wallfahrt nach Maria Eck, zwei Hochzeiten von Vorstandsmitgliedern, die Burschenfeste in Seeon und Truchtlaching und das Gaufest in Bad Endorf waren die Höhepunkte. Hier war der frisch renovierte Festwagen von »Projektleiter« Hansi Dürrmann, und mit der Lauterer Blechmusik waren gut 100 Leute am Start.

Der Abschluss der Aktivitäten war vor kurzem der zweitägige Vereinsausflug nach Nürnberg, den Carolin Hofmann perfekt organisiert hatte.

Aus einer Verlosung des Gauverbands ist eine Freundschaft mit dem Trachtenverein Törring entstanden, der gleich beim Gartenfest mit der Blechmusik aufgeschlagen war, Der Gegenbesuch hat ebenfalls schon stattgefunden. Am Sonntag, 30. Oktober findet im Vereinsheim der »Musi-Frühschoppen« statt, hier spielt die Wabach-Musik und eine Mischung aus Altenmarkter und Seeoner Musikanten.

Zahlreiche Erfolge der Plattler

Vorplattler Michael Klinger jun. berichtete von Proben, einem Frühschoppen in Traunstein, einer Vorplattlerprobe in Altenmarkt und der Barvermietung für den Burschenverein Seeon. Bei den verschiedenen Preisplattln gab es viele Erfolge. Die Gruppe holte in Traunstein den ersten Platz, Vorstand Anton Mayer hat das Gebietspreisplattln in Truchtlaching gewonnen. Viele vordere Platzierungen waren neben dem olympischen Gedanken – »Dabeisein ist alles« – dabei.

Klinger würdige zum Abschluss Vereinsspieler Gerd Niedermaier, der seit über 40 Jahren die Proben im Vereinsheim mit seiner Ziach begleitet. »Jetzt ist er in Rente und kann auch ein wenig länger sitzen bleiben«, sagte Klinger und überreichte ein »kulinarisches Überlebenspräsent«. Von 20 Kindern und sechs Jugendlichen sprach Jugendleiterin Julia Mayer, die einen Brauchtumsnachmittag, einen Familientag »beim Klinger« in Burgham und einen Ausflug zum Märchenpark nach Ruhpolding erlebten. Auch bei den Festen war der Nachwuchs dabei und hatte beim Gartenfest seinen großen Aufritt auf der Bühne, um sein Können zu zeigen. Auch das »Klopfasinga« soll wieder aufgenommen werden.

Einstimmig wurde die Satzungsänderung beschlossen. Die 59 Mitglieder stimmten mit zweitem Bürgermeister Norbert Maier für die Punkte, dass Wahlen in Zukunft per Akklamation ausgeführt werden können, es braucht zur Versammlung – die nur mehr einmal im Jahr stattfindet – nicht jeder schriftlich benachrichtigt werden. Einladung im Amtsblatt, Presse und den digitalen Medien sind dafür nun vorgesehen. »Nun sind wir auch mit der Gemeinnützigkeit auf dem neuesten Stand«, betonte Mayer.

Der stellvertretende Bürgermeister lobte die Vorstandschaft: »Der Fortbestand geht nur über die Jugendarbeit, das habt ihr erkannt, man muss es Vorleben, macht weiter so!«

»Es ist ein guter Zusammenhalt da!«

Auch für Pfarrer Dr. Florian Schomers war es die erste Versammlung in seiner noch kurzen Amtszeit in der Pfarrei: »Es ist ein guter Zusammenhalt da, das habe ich schon gesehen. Das Stimmungsbild Wertschöpfung kommt durch Wertschätzung«. td

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