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Großes Bauprojekt in Seeon geplant

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Seeon: Grünes Licht für großes Bauprojekt der Brüderl Projekt GmbH Traunreut
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Ein Projekt Wohnen und Nahversorgung plant die Brüderl Projekt GmbH.

Seeon-Seebruck – Der Seeon-Seebrucker Gemeinderat hat den Startschuss für die Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans für ein von der Brüderl Projekt GmbH Traunreut geplantes Bauprojekt am östlichen Ortsrand von Seeon gegeben. Die Idee: Wohnen und Nahversorgung in Einklang zu bringen.


Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatte der Gemeinderat das Konzept abgesegnet. Laut den aktuellen Planunterlagen soll im westlichen Bereich des Grundstücks ein Wohngebäude mit 18 bis 20 hochwertigen Wohnungen in einer Größenordnung zwischen 60 und 70 Quadratmetern entstehen. Im Mittelbereich, an der Altenmarkter Straße, ist ein Gebäude für eine Apotheke und einem Bäckerei-Café angedacht. Östlich, in Richtung Kreisverkehr, ist ein weiteres Gebäude für gewerbliche Nutzungen geplant – beispielsweise für Arztpraxen und andere Dienstleiter. Nach Angaben von Georg Brüderl, soll quasi ein kleines ärztliches Zentrum entstehen, für das es bereits potenzielle Bewerber gebe.

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Die Hauptstellplätze für die Gebäude sollen in einer Tiefgarage untergebracht werden. In dem von der Firma Brüderl erstellten Planentwurf wurden auch die erschwerten Bedingungen durch die quer durch das Grundstück verlaufende Gas-Hauptversorgungsleitung berücksichtigt und das abfallende Gelände zum sogenannten Eglseegraben. Um eine Rechtssicherheit für die weitere Planung zu erhalten, hatte die Landkreisbehörde angeregt, einen sogenannten objektbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Der Antrag, den Bebauungsplan »Mischgebiet Seeon-Ost« dahingehend zu ändern und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, wurde von der Firma Brüderl im August dieses Jahres eingereicht und nun einstimmig und ohne Diskussion abgesegnet.

Infoveranstaltung im Oktober geplant

Nach Angaben von Georg Brüderl, habe die Brüderl Projekt GmbH das Grundstück bereits erworben und möchte im kommenden Frühjahr mit dem Bau beginnen. Am Mittwoch, 2. Oktober, wird das Projekt um 18 Uhr auch bei einer Informationsveranstaltung im Bürgertreff in Seeon vorgestellt.

Entsprechend des Gemeinderatsbeschlusses kann für das Projekt jetzt mit der Durchführung der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung gestartet werden. Auf Nachfrage von Gemeinderätin Christine Eglseer (CSU) wurde bestätigt, dass der Löschwasser-Vorrat laut einer Voreinschätzung ausreichend wäre, aber noch konkret abgeklärt werden müsste.

Behandelt wurden auch die formellen Stellungnahmen im Zuge der Änderung des Flächennutzungsplans und die damit verbundene Aufstellung eines Bebauungsplans für eine Erweiterung des Gewerbegebiets in Seeon. Sowohl die Freistellung der Flächennutzungsplanänderung als auch die Aufstellung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Seeon IV« wurden einstimmig genehmigt.

Beschlossen wurde auch die Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans für eine geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage in Scheitzenberg bei Seeon. Die Investoren beabsichtigen auf einer rund 1,5 Hektar großen, landwirtschaftlichen Grünfläche einen Solarpark mit einer Anlagenleistung von 750 Kilowatt-Peak zu errichten.

Der Gemeinderat und die anwesenden Besucher wurden auch über den aktuellen Sachstand des Rathausneubaus in Seebruck informiert, der sich mittlerweile in der Endphase befindet. Nach Angaben des Bauamts laufen die Ausbaugewerke auf Hochtouren. Der Außenputz, Sonnen- und Blitzschutz wurden soweit fertiggestellt, dass das Fassadengerüst bereits abgebaut und mit den Außenanlagen begonnen werden konnte. Erfreulich sei, dass für den Innenausbau überwiegend heimische Firmen Angebote im vorgegebenen Kostenrahmen abgegeben hätten. Einzugstermin wäre für Anfang Januar 2020 geplant.

Möglicher Standort wird geprüft

Auf Nachfrage, ob nun doch die Möglichkeit besteht, die Aussegnungshalle zu verlegen, teilte Bürgermeister Bernd Ruth mit, dass hier Gespräche laufen. Bauamtsleiter Josef Heiß teilte dazu auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mit, dass derzeit für die Aussegnungshalle ein möglicher Standort nördlich vom Kirchenaufgang geprüft werde.

Da dieser Bereich mit Bodendenkmälern kartiert sei und sich auf dem Grundstück der Pfarrkirchenstiftung befinde, sei zunächst eine Vorprüfung und enge Abstimmung unter anderem mit dem Amt für Denkmalpflege, der Kirchenverwaltung, dem Erzbischöflichen Ordinariat und dem Landratsamt notwendig. Eine mögliche Verlegung der Aussegnungshalle sei deshalb völlig offen, so Bauamts­leiter Wei. ga