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Die Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching befindet sich in den letzten Zügen. Etwas versetzt auf Höhe der Zufahrt in die Wohnsiedlung Kobelreut (links) entsteht ein Fahrbahnteiler, der links und rechts der Straße an einen neuen Gehweg anschließt. (Foto: Rasch)

Große Straßenprojekte steuern auf ein Ende zu

Seeon-Seebruck – Abschnittsweise ist die Sperre der Pattenhamer Straße in Truchtlaching wegen der laufenden Sanierung der Straße aufgehoben. Beispielsweise am Wochenende, an dem viele Badegäste aus Richtung Pattenham kommend ins Alzbad strömten. Endgültig fertiggestellt sein wird die Straße voraussichtlich im August. Das teilte der Bauamtsleiter der Gemeinde Seeon-Seebruck, Josef Heiß, in der Bürgerversammlung in der Seebrucker Turnhalle mit. Die Baumaßnahme sei in den letzten Zügen, erklärte Bürgermeister Martin Bartlweber.


Seinen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an die Grundstücksbesitzer, die im Zuge der Sanierungsmaßnahme, die rund 1,4 Millionen Euro kostet und mit 485.000 Euro vom Staat bezuschusst wird, unter anderem für einen Fahrbahnteiler Grund zur Verfügung gestellt haben. Der neue Fahrbahnteiler, etwas versetzt auf Höhe der Wohnsiedlung Kobelreut, wird gerade erstellt und an ein verlängertes, neues Gehwegstück angeschlossen. Somit kann die Wohnsiedlung beziehungsweise die Ortsmitte, von Fußgängern sicher erreicht werden. Wie Heiß weiter mitteilte, werden im Zuge der letzten Arbeiten der Mühlenweg und die Straße zur Wanderreitstation »Wandergaul« hergerichtet.

Auch wenn die laufende Sanierung der Alzbrücke in Seebruck im Fokus stehe, sei das Thema Ortsumfahrung Seebruck nicht begraben, erklärte Bartlweber. Aktuell liefen noch Umweltprüfungen und fünf Trassen würden untersucht. Laut den Angaben des Bauamtsleiters lägen die Arbeiten an der Brücke voll im Zeitplan. Im September soll der Überbau betoniert werden, bevor die Brücke dann asphaltiert und im Spätherbst wieder befahrbar sein werde. Restarbeiten, wie der Radweg und die Anschlusspunkte werden sich ins Jahr 2023 ziehen. Im Zuge der Brückensanierung sollte ursprünglich auch die Traunsteiner Straße (Staatsstraße) neu asphaltiert werden. Das Staatliche Bauamt Traunstein habe der Gemeinde jedoch mitgeteilt, dass die Asphaltierung der Staatsstraße aus finanziellen Gründen in das Jahr 2024 verschoben werde, sagte Heiß.

Den Baustopp des Wohnprojekts Ischl hat die Gemeinde genutzt, den Aufbau des Parkstadls voranzutreiben, in dem auch die Heizung für das Wohnprojekt eingebaut wird. Wie berichtet, waren die Bauarbeiter auf der Baustelle des ehemaligen Harrecker-Hofs auf 50 Skelette gestoßen, die in die Anthropologie nach München gebracht und wieder bestattet wurden. Der Fundort war ein früherer Friedhof in Ischl. Die archäologischen Arbeiten auf der Fundstelle führten zu einem Baustopp des sogenannten Moier-Hofes. Das Anwesen, das die Gemeinde gekauft hat, wurde bis auf wenige Grundmauern abgerissen und wird jetzt wieder aufgebaut. Es sollen dort elf Wohnungen entstehen.

Auf den Kiesabbau, der in der Gemeinde nicht unumstritten ist, ging der Bürgermeister nur kurz ein. Seit vier Jahren sei man dabei, den Kiesabbau in der Gemeinde zu lenken und zu strukturieren. Das Verfahren zur Ausweisung von Kiesabbau-Konzentrationszonen sei sehr kostenintensiv, betonte Bartlweber. Auch bei der Ausweisung von Standorten für PV-Freiflächenanlagen hat sich der Gemeinderat auf bestimmte Flächen konzentriert. Fünf Flächen, die in einer Genossenschaft mit Bürgerbeteiligung betrieben werden sollen, seien festgelegt worden. Auch hier wartet auf die Gemeinde ein umfangreiches Bauleitplanungsverfahren.

Zur Sanierung des Chiemseeparks in Seebruck teilte Bartlweber mit, dass die Planleistungen und Untersuchungen laufen. Der Süd-Steg sei ebenso erneuert worden wie die Stromversorgung. Der Chiemseepark wird im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungsprojekts (ISEK) in den kommenden Jahren zeitgemäß saniert und umgebaut.

Über 2,1 Millionen Euro wurden in die Wasserversorgung investiert. Dazu habe die Gemeinde eine Förderung von 500.000 Euro erhalten, teilte der Bürgermeister mit. In Waltenberg bei Seeon sei ein neuer Hochbehälter gebaut worden, der im letzten Jahr in Betrieb genommen wurde. Die beiden Edelstahlbehälter fassen jeweils 500 Kubikmeter Trinkwasser. Die Behälter seien in einem imposanten Gebäude in Holzständerbauweise geschützt untergebracht. Noch heuer sei ein sogenannter »Tag der offenen Tür« geplant, so Bartlweber.

Den Baubeginn eines neuen Feuerwehrhauses in Seeon kündigte der Bürgermeister für das Frühjahr 2023 an. Die Erschließung für das Feuerwehrgebäude soll noch im Herbst über die Bühne gehen. Aktuell werde aktiv an der Werksplanung gearbeitet, hieß es.

»Wie geht es weiter mit der Gruber Alm? Diese Frage beantwortete Bartlweber dahingehend, dass dort Wohnraum entstehen soll. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Bartlweber teilte lediglich mit, dass für die Gebäude eine Baustoffuntersuchung in Auftrag gegeben worden sei, um bei einem Abbruch schon mal gewappnet zu sein.

ga

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