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Freundschaftsdienst kostet 21-jährigen den Führerschein

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Foto: dpa/Oliver Berg

Seebruck - Weil er einem Bekannten einen Freundschaftsdienst geleistet hatte muss ein 21-jähriger Mann jetzt längere Zeit auf seinen Führerschein verzichten. Der junge Mann aus dem Gemeindebereich Seebruck hatte am Samstagabend eine Veranstaltung besucht und nach Alkoholkonsum die Heimfahrt nicht mehr selbst angetreten.

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Schon zuhause ließ er sich einige Zeit später dann aber von einem Bekannten, der seine Fahrgelegenheit verpasst hatte zu einem „Freundschaftsdienst“ überreden, setzte sich doch noch ans Steuer seines Pkws und chauffierte den Bekannten nach Hause. Auf dem Heimweg überfuhr er einen auf die Fahrbahn ragenden Ast und meldete den Unfall der Polizei. Da den Beamten der PI Trostberg bei der Unfallaufnahme sofort deutlicher Alkoholgeruch beim Fahrer auffiel und der Alko-Test einen Wert von deutlich über 1,0 Promille ergab, musste der junge Mann an Ort und Stelle auf die Weiterfahrt verzichten.

Sein Führerschein wurde sichergestellt und eine Blutentnahme in der Trostberger Kreisklinik durchführt. Ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, in dem ihm eine empfindliche Geldstrafe und ein mehrmonatiger Führerscheinentzug droht, ist die unerfreuliche Folge des unüberlegten und unvernünftigen Handelns. Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang eindringlich daraufhin, dass es nach entsprechendem Alkoholkonsum eben nicht ausreicht, einige Stunden „nichts zu trinken“ um wieder verkehrstüchtig zu sein. Der Abbauprozess von Alkohol im Körper erstreckt sich über mehrere Stunden, sodass u.U. auch am Folgetag noch eine Fahruntüchtigkeit vorliegen kann.