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Bauleitplanung für Pilotprojekt auf den Weg gebracht

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Seeon-Seebruck: Bauleitplanung für Pilotprojekt auf den Weg gebracht
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Die Gemeinde Seeon-Seebruck hat das Harrecker-Anwesen und dazugehörige Grundstücke vor mehreren Jahren erworben. Nun soll dort ein neues Wohnbauprojekt verwirklicht werden. Insgesamt könnten 19 Wohnungen entstehen.

Seeon-Seebruck – Für ein geplantes Wohnprojekt in Ischl in der Gemeinde Seeon-Seebruck wurde jetzt das Bauleitplanungsverfahren auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung in der Turnhalle in Seeon die Änderung des Flächennutzungsplans und gleichzeitig die Aufstellung eines Bebauungsplans einstimmig abgesegnet.


Die Bauleitplanung, die Stadtplaner Max Wüstinger vorstellte, wird jetzt im Rathaus für vier Wochen öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit kann sich auch die Gemeindebevölkerung dazu äußern oder Erörterungen abgeben. Nachdem das Vorhaben in dem 80-Seelen-Ort zum Teil umstritten ist, forderte Clemens Kronast (FW) die Verwaltung auf, die Planung mit den Bürgern in Ischl abzusprechen: »Wir müssen mit den Anliegern vernünftig reden.« Dies bekräftigte auch Bürgermeister Martin Bartlweber (FW). Um an einem Strang zu ziehen, müsse man sich mit den Ischlern zusammensetzen und mit ihnen besprechen, was genau geplant ist.

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Ab wann gebaut wird, ist derzeit noch unklar

Bei dem Wohnbauprojekt handelt es sich um ein Pilotprojekt, bei dem neue Wohnformen angeboten werden, gleichzeitig aber der dörfliche Charakter weiterentwickelt und erhalten bleiben soll. Als Grundstücksbesitzerin verfügt die Gemeinde Seeon-Seebruck dabei über das Privileg, das Projekt nach ihren Vorstellungen zu gestalten und zu verwalten. Die Umsetzung werde sicher nicht einfach werden und sei auch nicht risikofrei, erklärte Sepp Daxenberger (CSU). Aber sowohl als Bauherr als auch als Investor habe die Gemeinde, die auch das staatliche Wohnraumförderprogramm mit einer 30-prozentigen Förderung in Anspruch nehmen wird, die Hand drauf. Nach Angaben des Bürgermeisters sei der Zuschussantrag bereits in Bearbeitung. Ein genaues Zeitfenster, wann mit einem ersten Bauabschnitt zu rechnen ist, konnte noch nicht aufgemacht werden. Offen ist auch noch, in welchem Zeitraum dafür Mittel im Haushalt eingestellt werden können.

Um für Ischl eine Bauleitplanung aufzustellen und um Wohnraum anbieten zu können, darüber wurde im Gemeinderat konkret vor rund drei Jahren diskutiert. Ausgangspunkt der Debatte war das im Besitz der Gemeinde befindliche Grundstück mit dem ehemaligen Harrecker-Anwesen und Bundwerkstadel. Die Gemeinde hatte das Anwesen und die dazugehörigen Grundstücke vor Jahren erworben und Antwort darauf gefunden, wie sie das Quartier in dem malerisch gelegenen Kirchendorf verwerten könnte, ohne dabei zu sehr in die gewachsene Struktur einzugreifen.

Die Planung sieht vor, in das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Harrecker-Hofs neun Mietwohnungen einzubauen. Da sich das Gewölbe des ehemalige Stalls in einem sehr desolaten Zustand befindet, soll dieser Teil, der später als Garage dienen soll, neu aufgebaut werden. Das Wohnhaus soll saniert werden. Insgesamt neun Drei- bis Vier-Zimmermietwohnungen zwischen 70 und 130 Quadratmeter könnten im Erdgeschoß, Obergeschoß und im Dachgeschoß entstehen.

Der dazugehörige, denkmalgeschützte Bundwerkstadel soll künftig Vereinen als Lagerstätte zur Verfügung gestellt werden. Hier sollen die ersten Umbaumaßnahmen bereits laufen. Nach Auffassung von Daxenberger und des zweiten Bürgermeisters Norbert Maier (FW) wäre der Bundwerkstadel als Lagerstätte eigentlich zu schade. Vielmehr könnte dieser zum Beispiel als Atelier für Ausstellungen genutzt werden. Dazu bräuchte es aber eine Alternative für die Vereine, die noch gefunden werden müsste.

Häuser sollen sich der Umgebung anpassen

Auf einem freien Grundstück sind zwei Wohnhäuser vorgesehen. Ein Vier- und ein Sechs-Familien-Haus. »Es sollen Häuser entstehen, die nicht provozieren und sich der Umgebung anpassen«, versicherte Planer Wüstinger. Laut den letzten Planunterlagen sollen die Erdgeschoße gemauert und die Obergeschoße in Holz ausgeführt werden. Das Vier-Familienhaus soll bereits einer Familie aus Ischl versprochen worden sein, die dringend mehr Wohnraum benötigt.

In dem Gesamtensemble soll auch ein sogenannter Parkstadel integriert werden, in dem auch eine zentrale Energieversorgung in Form einer Hackschnitzelanlage vorgesehen ist. Unmittelbar neben dem Parkstadel, der aus ortsgestalterischen Gründen Einzelgaragengebäude verhindern soll, sind in der Planung weitere Stellplätze eingezeichnet. Von einer Einfriedung in Form eines Gartenzauns rät der Planer ab.

Ausgehend von insgesamt 19 Wohnungen ist in Ischl ein nicht unerheblicher Zuzug zu erwarten. Diese Tatsache beschäftigt vor allem die Bürger. Sie befürchten, dass die Infrastruktur durch ein weiteres Bevölkerungswachstum dafür nicht ausgelegt sei. Zudem beschäftigt sie die ohnehin schon beengte Situation am Friedhof. Hier sehen sie durch den zunehmenden Verkehr ein großes Konfliktpotenzial. Diese und weitere Bedenken sollen jetzt, wie vom Bürgermeister versprochen, in den Gesprächen mit den Ischler Bürgern geklärt werden. ga


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