Bauarbeiten von der Alzbrücke zur Pattenhamer Straße

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Die Alzbrücke in Seebruck als Nadelöhr wird 2022 ertüchtigt und eine Weile für den Verkehr gesperrt. (Foto: Donhauser)

Seeon-Seebruck – Über die Baumaßnahmen in der Gemeinde Seeon-Seebruck informierten Bauamtsleiter Josef Heiß und Bürgermeister Martin Bartlweber in der Online-Bürgerversammlung. Sie führten ein Interview. Der Bürgermeister leitete jeweils in die Projekte ein, Heiß nahm dann Stellung.


Für die Wasserversorgung Waltenberg, Bauschberg und Schmiedberg entsteht ein neuer Hochbaubehälter, nachdem der alte Erdbehälter aus dem Jahre 1953 nicht mehr den Regeln der Technik entspricht und sanierungsbedürftig ist. Baubeginn war am 6. Juli 2020. Das Gebäude ist 24 Meter lang, 13 Meter breit und elf Meter hoch. Mitte Mai 2021 erfolgt der Einbau der Tanks und der Technik. Eingebaut werden zwei Edelstahltanks mit je 500 Kubikmetern, also mit einem gesamt Wasservolumen von 1000 Kubikmetern, der alte Behälter hatte ein Fassungsvermögen von nur 200 Kubikmetern. Die Fertigstellung ist im September 2021 geplant. Die Kostensituation bewertet Heiß wie folgt: »Die gesamte Maßnahme inklusive des Grunderwerbs, Planungskosten sowie der Rückbauarbeiten des alten Hochbehälters sind mit 2,1 Millionen Euro veranschlagt, eine Förderung mit circa 500.000 Euro wurde vom Freistaat Bayern in Aussicht gestellt.«

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In zwei Bauabschnitten ist die Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching angedacht. »Das umfasst nicht nur die marode Straßenoberfläche, sondern auch die Oberflächenentwässerung mit dem dazugehörigen Entwässerungsleitungssystem«, informierte Josef Heiß. Im Zuge des Ausbaus ist geplant, den am Mühlweg endenden Gehweg bis zum Baugebiet »Kobelreut« zu verlängern. »Zudem soll eine entsprechende Querungshilfe für Fußgänger und zur Geschwindigkeitsreduzierung des Verkehrs am Ortseingang eingeplant werden«. Der erste Bauabschnitt ist ab Ende Juni 2021 mit dem Beginn vom Ortskern Richtung Osterbergstraße und dem Weg zum Wandergaul vorgesehen. Im kommenden Frühjahr 2022 wird der zweite Bauabschnitt im Anschluss bis zum westlichen Ortseingang Truchtlachings weitergeführt. »Für den Grundbedarf finden derzeit die Gespräche mit den Grundstückseigentümern statt«, teilte Heiß mit.

»Das historische Ensemble und den Weiler-Charakter gilt es zu erhalten«, schickte Heiß zur Bauleitplanung in Ischl voraus. Hier soll ein Wohnraum für einheimische Familien als Vorzeigeprojekt entstehen. Dazu gibt es die Förderung der Regierung. Das Mietobjekt bleibt in gemeindlicher Hand. Mit der Planung wurde hier im Jahr 2017 begonnen, der »Harrecker-Hof« soll saniert werden. Hier können bis zu elf Wohneinheiten größtenteils barrierefrei untergebracht werden. Ein Parkstadel soll dazu folgen. Nordwestlich ist ein Neubau eines Vierfamilienhauses, südwestlich ist ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten möglich. Die Erschließungsstraße wird noch etwas nach Norden verschoben, um mehr Raum zu schaffen. Die geplanten Maßnahmen sollen zwischen Juni 2021 und dem Frühjahr 2023 erfolgen. »30 Prozent Förderung durch das Kommunale Wohnbauförderprogramm wurde von der Regierung in Aussicht gestellt«, sagte Heiß.

Für den Ort Wattenham erstrebt die Gemeinde zwei Bauparzellen für Einheimische mit der zeitnahen Vergabe durch die neuen Richtlinien. Die Erschließung begann vor sechs Wochen, das Ende ist im Juni geplant. 255.000 Euro umfassen die Gesamtkosten für die Erschließung.

Zur Sanierung Alzbrücke gab es folgende Info: Die vorbereitenden Maßnahmen beginnen voraussichtlich Ende dieses Jahres. Beginn der Bauarbeiten und Abriss des Brückenkopfes mit Sperrung ist im ersten Quartal 2022. Eine drei Meter breite Holzbehelfsbrücke wird im Norden errichtet, die eine Verbindung des Ost- mit dem Westufer für Radfahrer und Fußgänger während der Bauphase ermöglicht. Weitere Planungen laufen. »Die vorgesehene Bauzeit ist mit einem Jahr veranschlagt«, erklärt Heiß.

Zur Sprache kamen auch der Breitbandausbau, der Sachstand der Hafeninsel in Seebruck mit dem Strandbad und dem Hafen. Aktuell gibt es die Ertüchtigung der Stromversorgung. Die Slipanlage wurde erneuert, das Sanitärgebäude ist für den Herbst 2021 geplant. Heiß dazu: »Es ist ja auch dringend notwendig, weil dieses ein Aushängeschild für unseren Segelhafen ist.«

In Sachen Photovoltaikfreiflächenanlage als Genossenschaftsmodell will die Gemeinde in Kürze informieren. Anträge werden von der Gemeinde entgegengenommen und anschließend auf die Eignung geprüft. Über ein mögliches Standortmodell entscheidet der Gemeinderat.

td


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