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Analyse zeigt: Viel zu viele schwere Lkws fahren täglich über die Seebrucker Alzbrücke

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Entlastungsspange in Seebruck: Gemeinderat spricht für Bürgerbefragung im Februar
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Foto: Archiv/Rasch

Seeon-Seebruck – Die Tonnagebeschränkung der Alzbrücke in Seebruck wird ignoriert – und das nicht nur von einigen wenigen Lkw-Fahrern, sondern von durchschnittlich mindestens 50 pro Tag. Das teilte das Staatliche Bauamt Traunstein am Freitag mit. Jetzt wird überlegt, mit welchen weiteren Maßnahmen Brücke und Verkehrsteilnehmer geschützt werden können.


Die am Ende ihrer Lebensdauer stehende Alzbrücke steht seit August letzten Jahres unter elektronischer Dauerüberwachung. Nahezu in Echtzeit werden dabei von einer Vielzahl von Sensoren die Verformungen des Bauwerks gemessen, sodass ein sich ankündigendes Versagen möglichst frühzeitig erkannt werden kann.

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Mit optischen Mitteln, also im Rahmen turnusmäßiger Bauwerksprüfungen, ist dies aufgrund der schweren und weit fortgeschrittenen Schädigung bereits nicht mehr möglich, so das Bauamt.

Durch Vergleich der laufenden Sensoraufzeichnungen mit denen, die während kontrollierter Testfahrten mit Lkws bekannten Gewichts gemacht wurden, ist inzwischen ein sehr genauer Rückschluss darauf möglich, wie schwer die Fahrzeuge sind, die tatsächlich tagtäglich über die Brücke rollen.

Das Ergebnis der Auswertung ist überaus unerfreulich: Im Tagesschnitt missachten mindestens 50 Fahrzeugführer die Beschränkung auf 12 Tonnen, mindestens zehn Fahrzeuge sind sogar mehr als eineinhalb mal so schwer.

Hierbei sind laut dem Staatlichen Bauamt sich über den Tages- und Wochenverlauf immer wieder wiederholende Muster erkennbar, die nahelegen, dass es sich dabei nicht nur um ortsunkundige Fernfahrer handelt. Allerdings weist das Bauamt auch darauf hin, dass viele der als besonders störend empfundenen Sattelzüge die Brücke sogar legal befahren dürfen, weil Zugmaschine und Auflieger rechtlich und statisch gesehen als getrennte Fahrzeuge betrachtet werden.

Während die Überfahrt eines zu schweren Lkw nach Angaben des Bauamts noch unkritisch ist, besteht bei Begegnung zweier solcher Fahrzeuge eine ganz konkrete Gefahr für die Standsicherheit des bereits stark in Mitleidenschaft gezogenen Bauwerks.

Das Bauamt will die Situation in den nächsten Wochen weiter genau beobachten und hofft, dass die Einsicht der betroffenen Verkehrsteilnehmer doch noch zunimmt. Ist dies nicht der Fall, werden weitere, dann erheblich verkehrseinschränkende Maßnahmen die Folge sein müssen, kündigte die Behörde an.


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