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Eine Nahwärmeversorgung ist in Ettenhausen in der Gemeinde Schleching geplant. (Foto: Wunderlich)

Zwei neue Energieprojekte: »Nahwärmeversorgung Ettenhausen« und »Bioenergiedorf« geplant

Schleching – Über zwei zukunftsweisende Projekte im Bereich »Energie« hat der Schlechinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gesprochen.


Michael Bachmann (CSU) stellte das Projekt»Nahwärmeversorgung Ettenhausen« vor. Er berichtete, dass die Idee einer nachhaltigen Wärmeversorgung auf Basis regenerativer Energieträger nicht nur der aktuellen Situation geschuldet sei, sondern schon im Rahmen der Energiewende entstanden sei. Bachmann ist Vertreter der in Gründung befindlichen GmbH »Bioenergie Schlechinger Tal GmbH« zusammen mit Timo Kleinschroth (UBS) als weiteres Gemeinderatsmitglied sowie Christian Wimmer und Wolfgang Bachmann. Das Ganze soll ein Bürgerprojekt werden, bei dem alle Bürger die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen.

Michael Bachmann skizzierte den geplanten Projektablauf der »Nahwärmeversorgung Ettenhausen« in zehn Schritten. Von der Firmenstruktur, dem Vorvertrag (Basisermittlung für den Wärmeverkauf), die Standortanalyse (Heizhaus und Netztrasse), die Gründung einer KG zur Projektfinanzierung sowie die Detailplanung bis zurInbetriebnahme. Der Gemeinderat begrüßte die nachhaltige Nahwärmeversorgung und stand dem Antrag grundsätzlich einstimmig positiv gegenüber. Die Leitungsdurchführung durch den gemeindlichen Grund wurde in Aussicht gestellt, muss aber in einem Vertrag geregelt werden.

Streichenweg obliegtjetzt der Gemeinde

Ein weiteres Projekt in Planung ist das »Bioenergiedorf Schleching«. Bürgermeister Josef Loferer (CSU) erinnerte, dass in den vergangenen Sitzungen das Thema Energieentwicklung bereits angesprochen worden sei. Dieses solle nun in der kommenden Sitzung detailliert vorgestellt werden. Die Initiatoren dieses Projekts sind aus dem Gemeinderat Felix Laubhuber (SPD), Timo Kleinschroth (UBS) und der Ettenhausener Siegfried Nicklas.

Bürgermeister Loferer ging auf die Widmung des Streichenwegs ein. Schon seit 1985 bestehe ein Vertrag mit den Bayerischen Staatsforsten bezüglich der Nutzung. In einem Nachtragsvertrag sei vereinbart worden, dass der Abschnitt von der Abzweigung Achbergstraße bis zum südlichsten Wanderparkplatz als öffentlicher Feld- und Waldweg und der weitere Straßenabschnitt bis zur Grundstücksgrenze des Streichenanwesens als beschränkt öffentlicher Weg gewidmet wird. Die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die Bayerischen Staatsforsten, sei erteilt worden. Träger der Straßenbaulast ist seit 1. Mai die Gemeinde Schleching, wie der Bürgermeister sagte. Remigius Bauer (parteilos) regte in Bezug auf die künftig kostenpflichtigen Parkplätze (wir berichteten) an, über ein digitales Bezahlsystem nachzudenken, da es ja gerade zu einem Bergsteigerdorf gut passen würde, wenn Wanderer, die spontan auf der Alm übernachten wollten, die Möglichkeit einer Verlängerung ihres Parktickets hätten.

Einstimmig folgte der Gemeinderat des Weiteren dem Antrag des katholischen Pfarrverbands Grassau auf Erhöhung des Förderfaktors für ein im vergangenen Jahr betreutes Kind aus Schleching. Ebenso wurde die Verwaltung ermächtigt, künftige Anträge dieser Art auf dem Verwaltungsweg eigenständig abzuarbeiten.

Im Vorfeld zu dieser Entscheidung hatte Geschäftsleiter Martin Plenk den Sachverhalt erläutert. Jedes Kind mit einer Behinderung oder Integrationskinder werden vom Freistaat Bayern und der Gemeinde mit einem Gewichtungsfaktor gefördert, in der Regel von 4,5. Bei integrativen Kindertageseinrichtungen kann im Einvernehmen mit der betroffenen Gemeinde der Faktor erhöht werden, wie in diesem Fall auf 5,3. Dadurch kann zusätzliches Personal für die Betreuung von Integrationskindern finanziert werden.

wun