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Die Straße zwischen Achberg und Unterwössen hat die Gemeinde Schleching schon vor geraumer Zeit gesperrt (unser Foto). Die Gemeinde hat jetzt eine Firma mit der Sanierung beauftragt. (Foto: Wunderlich)

Rund 120 000 Euro muss die Gemeinde heuer zuschießen

Schleching – Defizite im Betrieb des Kindergartens wie auch des Waldkindergartens in Schleching wird der AWO-Kreisverband Traunstein auch in diesem Jahr wieder einfahren. Er geht davon aus, dass Löcher in einer Höhe von 65 000 Euro beziehungsweise 54 000 Euro entstehen. Und einmal mehr wird dann die Gemeinde, die die AWO mit dem Betrieb der Kitas beauftragt hat, dafür geradestehen und die Fehlbeträge übernehmen. So hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltspläne des AWO-Kreisverbands für den Betrieb der Einrichtungen in diesem Jahr genehmigt und damit in Aussicht gestellt, die Defizite auszugleichen.


Eine Maßnahme zur Reduzierung der Defizite war die Gebührenerhöhung zum Start ins Jahr 2022/2023 gewesen. Die Anhebung der Sätze ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Fehlbeträge zu verringern. Die Integration von Gastkindern bietet auch die Möglichkeit, die Einnahmen zu erhöhen. Schleching steht nicht alleine. So erläuterte Geschäftsleiter Martin Plenk, dass auch andere Gemeinden derzeit die Kindergartengebühren prüfen würden. Die Verwaltung ziehe derzeit außerdem in Erwägung, ob und – wenn ja – unter welchen Bedingungen eine Erhöhung der Plätze im Waldkindergarten möglich ist.

Schon in der Finanzklausur im November hatte sich der Gemeinderat mit den Investitionen 2023 bis 2026 auseinandergesetzt. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erläuterte Kämmerin Christina Schlagbauer jetzt noch einmal die Ausgaben, die die Kommune in einer Höhe von insgesamt rund 1,26 Millionen Euro plant.

Allein 360 000 Euro sind für die Sanierung der Wasserhochbehälter in Raiten vorgesehen, 150 000 Euro für den Bauhof (Fahrzeug und Geräte), 100 000 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, 100 000 Euro für die Feuerwehr (Hydranten, Löschwasserversorgung Achberg, Gewerbegebiet Mühlau) sowie – auch in diesem Jahr wieder – 100 000 Euro für die Straßensanierung. Der Gemeinderat billigte das angepeilte Investitionsprogramm.

Die Kämmerin berichtete, dass die Jahresrechnung 2022 abgeschlossen worden sei und jetzt zur Prüfung an das Landratsamt weitergeleitet werde. Sie führte aus, dass das Geld an gewissen Stellen nicht gereicht habe – über- und außerplanmäßige Ausgaben seien erforderlich gewesen. Im Vermögenshaushalt betrugen die Überschreitungen laut Schlagbauer rund 38 000 Euro. Zu Mehrkosten geführt hätten die Erneuerung/Erweiterung der EDV-Ausstattung sowie Büromöbel im Rathaus, die Sanierung beziehungsweise Sicherung des Schmugglerwegs, die Bauwerksuntersuchung und die Vergabebegleitung Hochbehälter Raiten sowie beim Bauhof-Gelände die Abfuhr von Bauschutt, der Aushub, Baumfällungen und die Beseitigung von Sträuchern.

Im Verwaltungshaushalt betrug die Überschreitung rund 30 000 Euro, bedingt durch die Wasserversorgung Achberg – die Wartung und Funktionsprüfung, die Notchloranlage und Trinkwasseruntersuchungen –, durch Marketingmaßnahmen für das Bergsteigerdorf und die Beteiligung am Bergbus sowie durch die Bevorratung von Verbrauchsmaterial (Diesel) für den Katastrophenfall. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig nachträglich die Mehrausgaben.

Der Gemeinderat beschloss, die Firma Felbermayr Bau GmbH aus Stams in Österreich mit den Arbeiten zur Böschungssicherung an der Straße vom Achberg nach Unterwössen zu beauftragen. Sie hatte das wirtschaftlichste Angebot unterbreitetet. Geschäftsleiter Plenk berichtete, dass die Arbeiten zeitnah beginnen könnten und die Straße eventuell zum Frühsommer wieder freigegeben werden könne.

Michael Eisenberger (SPD) fragte nach, ob die Arbeiten nur die Böschungssicherung betreffen oder auch die Straße. Bürgermeister Josef Loferer (CSU) antwortete, dass auch die Straße hergestellt werde. Auch eine Bauvoranfrage für die Erstellung eines Doppelhauses mit zwei Garagen in Ettenhausen-Süd kam zur Sprache. Das Grundstück ist laut Bebauungsplan als »private Grünfläche« festgesetzt. Andi Hell (UBS) meinte, dass es für das Gebiet keine Einzelfallentscheidung geben dürfe, sondern grundsätzlich Überlegungen angestellt werden müssten, wie in Zukunft weiter verfahren werden soll.

Die Gemeinde beabsichtigt, in Ettenhausen nahe dem Großnweg eine Unterstellhütte für eine Pistenraupe sowie Saisonmaterial zu errichten. Die Gemeinde ist seit Februar 2023 Eigentümer des Grundstücks. Genutzt werden soll die Hütte hauptsächlich im Winter bei Schnee und an einigen Tagen im Frühjahr und Herbst, um das Saisonmaterial ein- oder auszulagern. Die Gemeinderäte befürworteten den Antrag.

wun