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Lotte Dötsch feiert 100. Geburtstag – Ein großes Herz für Hunde

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Lotte Dötsch aus Schleching feiert heute ihren 100. Geburtstag. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Vor einhundert Jahren wurde Lotte Dötsch in München Westend geboren. Sie erzählt von einer schweren Kindheit, schon früh musste sie in der Wirtschaft der Oma in der Küche helfen, Kartoffeln und Zwiebeln schälen, Gemüse putzen, das alles ist ihr in Erinnerung geblieben. Aber in der Wirtschaft verkehrte auch der Freiherr Theodor von Cramer-Klett, der wohl Mitleid mit dem Mädchen hatte und für sie eine Stelle im Kinderheim in Sachrang bei den Franziskanerinnen besorgte.


Die junge Lotte fürchtete sich damals sehr davor, weil man ihr erzählt hatte, dass die Nonnen sehr streng sein sollen. Doch, wie sie sich heute erinnert, war das ganz unbegründet, denn sie kam zur Schwester Maria Antonia, wo sie sich sehr geborgen fühlte. Als sie elf Jahre alt wurde, musste sie von dort weg, hat aber ihre Maria Antonia nie vergessen.

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Daher war sie sehr glücklich, als sie sie 24 Jahre später als Mutter Oberin im Kloster in Kempten wiederfand. Genau kann sie sich erinnern, wie Maria Antonia beim Wiedersehen ausrief: »Da ist ja mein Lotterl«. Bis zu Maria Antonias Tod sind die beiden in Verbindung geblieben. Noch heute steht ein Foto der Mutter Oberin auf dem Schrank in ihrem Haus in Schleching.

Über einen Arbeitskollegen ihres Onkels in München lernte Lotte ihren Mann Georg kennen, erst wollte sie gar nicht heiraten, aber heute sagte sie, dass sie so viel Glück mit ihrem Mann erlebt hat, der aber leider schon mit 66 Jahren starb. 1951 kam Lotte mit ihrem Mann nach Schleching und verwaltete und beaufsichtigte Häuser von einem Münchner Rechtsanwalt. An diese Zeit denkt sie gerne zurück.

Eine große Liebe von Lotte Dötsch gehört auch heute noch den Tieren, ganz besonders den Hunden. Ihr Leben lang hatten sie und ihr Mann zwei Schäferhunde und waren auch im Sportclub für Schäferhunde aktiv. Mit 97 Jahren musste sie ihren letzten Hund wegen Krankheit einschläfern lassen, was sie bis heute noch sehr traurig macht.

In Vergessenheit geraten sind die treuen Vierbeiner jedoch nicht. In der Küche steht eine ganze Bildergalerie, die Fotos ihrer verstorbenen Hunde zeigt. Auch heute, mit 100 Jahren engagiert sich Lotte noch für Rettungshunde. Ihr ist es unverständlich, wie diesen Tieren, die zahllosen Menschen das Leben retten, Leid angetan werden kann. Jetzt lebt die Streunerkatze Mucki bei ihr, die Lotte Dötsch aufgenommen hat, weil die Katze in München keiner haben wollte. Obwohl inzwischen hoch betagt, kocht Lotte Dötsch noch immer für sich selbst, wird aber zusätzlich vom häuslichen Dienst betreut. Auch das Backen macht ihr Spaß. wun