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Josef Schießl will Bürgermeister in Schleching werden

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Schleching: Josef Schießl will für die SPD Bürgermeister werden
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Josef Schießl will für die SPD als Bürgermeister ins Schlechinger Rathaus einziehen. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten geht die SPD Schleching in den Kommunalwahlkampf 2020. Josef Schießl will für die SPD am 15. März ins Schlechinger Rathaus einziehen. Zudem kandidieren acht Schlechinger auf der Liste für einen Posten als Gemeinderat.


In der Aufstellungsversammlung im Landgasthof Zur Post hatte SPD Ortsvereinsvorsitzende Waltraud Eisenberger ausführlich dargestellt, warum sich die Schlechinger SPD nicht an der gemeinsamen Liste der CSU und UBS beteiligten. Sie verglich die gemeinsame Liste mit einem Ehevertrag, bei dem sich die Partner nicht einen Millimeter über den Weg trauen und alles festgezurrt ist.

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So wurde zum Beispiel die Regelung, dass sich ab der Aufstellungsversammlung im Januar kein Gemeinderat mehr als Gemeinderat äußern darf, von der SPD abgelehnt. Denn Eisenbergers Ansinnen ist es, gerade in dieser Zeit den Dialog mit dem Bürger zu suchen. Sie sah den fairen Wettbewerb als Faktor für Innovation und Fortschritt.

Ihre Befürchtungen waren, dass auch nach der Wahl der Bürger keinen Ansprechpartner seiner Partei hat, da Waltraud Eisenberger die gemeinsame Liste nur als ein Kunstgebilde einstuft. Eisenberger will einen regelmäßigen kommunal-politischen SPD-Stammtisch einrichten, zu dem dann jeder Bürger kommen kann. Dabei sollen die bereits angekündigte Ideenwerkstatt und das Projekt »Schleching 2.0 – Wie wollen wir in Zukunft leben« diskutiert werden.

Zur überraschenden Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten meinte Waltraud Eisenberger, dass das nicht aus taktischen sondern aus organisatorischen Gründen erst jetzt erfolgte. Der Bürger in Schleching hat insgesamt 24 Stimmen zu vergeben, dafür hat die SPD nun acht Kandidaten aufgestellt, die CSU hat dreizehn und die UBS elf Kandidaten.

Bürgermeister-Kandidat ist Josef Schießl, der bereits im Gemeinderat saß, erläuterte seine Schwerpunkte. Er kritisierte die viel zu zögerliche Straßensanierung. Hier wolle er die Zeit des billigen Geldes nutzen, damit der Gemeindehaushalt nicht durch zu spät erfolgende Instandsetzungskosten belastet wird. Außerdem sah er in intakten Straßen ein gutes Aushängeschild für die Gemeinde. Auch beim Thema Bauland gebe es Verbesserungsbedarf, so Schießl. Er würde den Weg »Erbpacht« ähnlich wie in Grassau, beschreiten, denn auch in Schleching sei das Bauland für viele Einheimische viel zu teuer.

Als Kandidat für den Gemeinderat steht auf dem dem ersten SPD-Listenplatz Michael Eisenberger. Er sprach sich für »mehr politische Farbe« in Rathaus aus. Waltraud Eisenberger auf Platz 2 war wichtig, dass Schleching als moderner Ort für alle Altersstufen wahrgenommen wird und dass Wertschöpfung stattfindet.

Felix Laubhuber Junior (Platz 3) möchte mehr in Kontakt mit der Jugend sein. Sibylle Kurz (Platz 4) will sich mit ihrem Beruf als Sozialpädagogin einbringen und hier möglichst alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigen. Sie bemängelte, dass zurzeit Interessen sehr einseitig vertreten werden, und wünschte sich mehr Wertschätzung. Mehr Beteiligung der Bürger bei Entscheidungen und Fragen, etwa wie junge Familien in den Ort kommen und wie mit älteren Bürgern umgegangen wird, beschäftigten Peter Follin (Platz 4). Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt, ebenso wurde einstimmig die Aufstellung von Josef Schießl zum Bürgermeister beschlossen.

SPD-Kandidaten

Als Bürgermeister kandidiert Josef Schießl.

Auf der Liste stehen: Michael Eisenberger, Waltraud Eisenberger, Felix Laubhuber, Sibylle Kurz; Peter Follin, Monika Rappl, Hans Kurz und Hans Treziak.