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Große Liebe nicht nur zu den eigenen Tieren

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Thalina liebt Tiere – vor allem auch (von links) Bella, Paula und Popeye.

Schleching – Thalina Delventhal ist 17 Jahre alt und wohnt seit fünf Jahren in Schleching. In dieser Zeit hat sie das Tierheim in Bernau kennengelernt, dort öfter Futter für die Hunde vorbeigebracht und vor einigen Wochen sogar einen frei laufenden Hund eingefangen und in das Tierheim gebracht. Thalina erzählt, dass dort Gassigeher gesucht und Spenden benötigt werden, da sich die Zahl der Hunde während der Sommerferien sehr erhöht hat.


Da sie durch die Schule keine Zeit hat, um zu bestimmten Zeiten vor Ort zu helfen, aber unbedingt was tun wollte, um die Not im Tierheim in Bernau zu lindern, hat sie sich zu einem ungewöhnlichen Projekt entschlossen.

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Thalina lebt mit ihren Eltern Thomas und Kerstin zusammen – und mit 27 Hühnern, vier Katzen und zwei Hunden. Vater Thomas erzählt, dass er ebenfalls mit vielen Tieren aufgewachsen sei, Mutter Kerstin findet es gut, wenn Jugendliche schon früh Verantwortung für Tiere übernehmen. Sie selbst engagiert sich ehrenamtlich bei einem Bauern und hilft ihm bei der Stallarbeit.

Geboren und aufgewachsen ist Thalina in Berlin. Der Umzug von einer Großstadt in ein kleine Bergsteiger-Dorf schien ihr zunächst nicht gut vorstellbar, sie stellte eine Bedingung: »Nur wenn ich einen Hund bekomme«. Ihr Wunsch ging in Erfüllung.

Einen Berufswunsch hat Thalina schon: Sie möchte Landtierärztin werden. Um auszuprobieren, ob das wirklich das Richtige ist, hat sie in den Ferien schon mehrere Praktika gemacht.

Die 17-Jährige hat Plakate »Spende fürs Tierheim« gemalt, hat den Direktor ihrer Schule gefragt, ob sie auf dem Schulhof einen Stand aufbauen darf, und den Spendenaufruf gestartet. Bei dieser Aktion hat sie Schüler und Lehrer informiert über das Tierheim in Bernau und dessen Trägerverein »Häuser der Hoffnung«.

Dessen Vorsitzende Clarissa von Reinhard verfolgt ein Ziel: »Wir wollen ein richtiges Heim für die Tiere sein, also nicht nur die Grundversorgung leisten, sondern einen Alltag mit den Hunden leben.«

Thalina will jetzt über die Dörfer gehen, bei den Bewohnern klingeln und über das Tierheim informieren – und weitere Spenden sammeln, die komplett an das Tierheim gehen.

»Ich würde auch gern in der Traunsteiner Innenstadt einen Stand aufbauen«, schildert sie ihren nächsten Plan. wun