Die Schlechinger Grundschule bekommt Lüftungsgeräte

Die Schlechinger Grundschule soll Lüftungsgeräte bekommen
Bildtext einblenden
Die Schlechinger Grundschule soll Lüftungsgeräte bekommen. Welche Anlage es werden soll – also zentral oder dezentral – steht noch nicht fest. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Mehr Informationen hatten sich die Schlechinger Gemeinderäte beim Thema »Lüftungsgeräte in der Schule und im Kindergarten« vor einem Monat gewünscht. Diese gab in der jüngsten Sitzung der Schlechinger Florian Wöhrer. Er ist Regionalleiter der Firma tecalor und betonte, dass das Lüften durch Öffnen von Fenstern nicht ausreichend sei.


Sein Vorschlag war eine dezentrale Lösung; für jedes der vier Klassenzimmer ein großes Lüftungsgerät anzuschaffen und für den Turnraum ein oder zwei Geräte. Die Vorteile sah Florian Wöhrer in der einfachen Montage, die auch bei der geplanten Erweiterung der Schule, möglich sei. Die Geräte könnten dann entweder abgedeckt oder demontiert werden. Außerdem gebe es keine Auflagen für Schall- und Brandschutz. Geliefert werde ein steckerfertiges Gerät mit Kondensatabführung nach draußen, eine einfache Wartung und simpler Filteraustausch seien gewährleistet.

Die Kosten für ein Gerät betragen geschätzt 20.000 Euro, zurzeit kann eine Förderung von 80 Prozent in Anspruch genommen werden, bleib für die Gemeinde noch ein monetärer Aufwand von 4000 Euro pro Gerät. In der anschließenden Fragerunde wollte Elfie Bachmann (UBS) wissen, wie es mit der Lautstärke beim Betrieb der Geräte sei. Florian Wöhrer sagte: »Fast nicht hörbar, nur ein leises Brummen.«

Claus Rathje (UBS) sprach die künftige Temperaturentwicklung im Sommer an, worauf von Florian Wöhrer von einer Absenkung von zwei bis drei Grad im Raum die Rede war und auch ein wichtiger Aspekt sei, dass die Feuchtigkeit nach Außen abgeleitet werde, was ausgleichend wirke.

Felix Laubhuber (SPD) stellte die Frage, ob es Zahlen gebe, wie viel Heizkosten eingespart werden könnten, da das ständige Lüften im Winter entfalle. Seine Antwort: »Durch weniger Energieverbrauch muss zwei Monate weniger geheizt werden.«

Florian Wöhrer wies darauf hin, dass das Wichtigste jetzt sei, den Förderantrag noch in diesem Jahr zu stellen. Genau das beschloss der Schlechinger Gemeinderat einstimmig, aber ohne konkrete Entscheidung für eine bestimmte Lösung.

Nach der Gemeinderatssitzung im Juli war eine Projektgruppe »Waldkindergarten« gegründet worden, da das Interesse an dieser Betreuungsform groß ist.

Kämmerer Thomas Holzner zeigte die Zahlen zur Geburtenentwicklung von 2015 bis 2021, die sich konstant zwischen 16 bis 23 Geburten im Jahr darstellte.

Im Frühjahr wurden von der Verwaltung 41 in Frage kommende Familien angeschrieben mit der Erkundigung, ob Interesse an einem Waldkindergarten bestehe. Für das Jahr 2022 liegen zwölf Interessenbekundungen vor und für 2023 bereits drei weitere. Um einen Waldkindergarten kostendeckend betreiben zu können, sind mindestens 15 Kinder notwendig.

In der jüngsten Sitzung sprach sich der Gemeinderat (mit einer Gegenstimme) für die Einrichtung und Betrieb eines Waldkindergartens in Schleching aus. Die Trägerschaft soll die AWO übernehmen. Der Beginn des Betriebs ist für den 1. September 2022 geplant. Die Eltern können sich ab jetzt verbindlich anmelden. Die für Mittwoch, 24. November geplante Informationsveranstaltung zu diesem Thema wurde aufgrund von Corona abgesagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

wun