»Tradition auf da Roas« ein Erfolg

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Die zünftigen Plattlereinlagen der »Miesenbacher« kamen gut an in Ruhpolding. (Foto: Schick)

Ruhpolding – Der Probelauf ist geglückt: Es könnte eine beständige »Roas« werden, das neu ins Leben gerufene touristische Konzept »Tradition auf da Roas« der Ruhpoldinger Tourismus GmbH. Die RTG will ihren Gästen damit authentisches Brauchtum näher bringen. 


Und zwar so nahe, dass sich die Zuschauer (und Zuhörer) in die schneidigen Darbietungen möglichst distanzlos als Teil des Ganzen mit eingebunden fühlen. »Das ist auch unsere Intension: wir gehen zu den Leuten und bringen das Brauchtum zu ihnen – und nicht umgekehrt«, erläutert RTG-Geschäftsführer und Tourismusdirektor Frank Oette das neue Format, das die Tradition in einen zeitgemäßen Rahmen setzen soll: »Das ist der entscheidende Unterschied, mit dem wir jeden Donnerstag lebendiges Brauchtum rund um die Hauptstraße präsentieren werden.« Damit rückt man ab von der bisherigen Praxis der unzähligen Heimatabende im Kurhaus. Der Grund für die Veränderung lag für die Touristiker am Rauschberg auf der Hand. Denn der starre Ablauf – Mitwirkende auf der Bühne, Zuhörer unten im Saal – hatte in den Jahren vorCorona zunehmend an Resonanz und Publikumswirksamkeit verloren, sodass es folglich nur eine Frage der Zeit war, an den nötigen Attraktivitäts-Stellschrauben zu drehen. Dass dies fürs Erste gelungen ist, zeigte die Begeisterung während des Auftaktabends, mit der die Musikanten, Plattler und Trachtendirndln des Trachtenvereins D’Miesenbacher an den verschiedenen Stationen entlang der Hauptstraße empfangen und beklatscht wurden. So auch von Bärbel und Jürgen Graupner aus Bamberg, die gerade ihren Fahrradurlaub im Ort verbringen.

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»Einfach toll«

»Einfach toll, dass wir das so hautnah erleben dürfen; man ist wirklich zwischendrin, als würde man selbst mitmachen«, schwärmt das Paar aus Oberfranken. Da Ruhpolding gleich über zwei Trachtenvereine verfügt, werden sich beide Gruppen immer donnerstags ab 18.30 Uhr abwechselnd »unters Volk« mischen. »Da haben wir zwei starke Partner an unserer Seite, auf die wir uns verlassen können«, gibt sich Frank Oette zuversichtlich. Kommenden Donnerstag sind die D’Rauschberger-Zell an der Reihe, die Gäste zu unterhalten.

Bewusst über den »Luxus« im Organisationsbereich ist sich auch Herbert Ringsgwandl als stellvertretender Tourismuschef: »Dadurch wird jeder Abend etwas anders ablaufen, da die Mitwirkenden freie Hand haben und immer das Beste daraus machen werden,« ist Ringsgwandl überzeugt.

Beiden Impulsgebern, die zusammen mit Stephanie Maier von der Tourist-Info das Projekt ins Leben riefen, stand schon nach einer Stunde die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Denn schon nach den ersten Stationen zeichnete sich bereits ab, dass man einen erfolgreichen Weg eingeschlagen hat mit der »Tradition auf da Roas«. ls

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