Bildtext einblenden
Die Aktiven der Feuerwehren Ruhpolding und Eisenärzt boten eine Schauübung mit dem Rettungsdienst mit einem angenommenen Verkehrsunfall. (Fotos: Hobmaier)

Tag der Jugendfeuerwehr in Ruhpolding: Nachwuchsretter maßen sich im friedlichen Wettstreit

Ruhpolding – Rund 250 Nachwuchsretter trafen sich am Wochenende zum zweiten Jugendzeltlager der Blaulichtorganisationen mit Tag der Jugendfeuerwehr im Landkreis Traunstein. Nachdem die Zelte rund um die Schule aufgestellt und die Schlafplätze hergerichtet waren, gab es ein gemeinsames Abendessen und eine Beachparty zum Start.


Die Teilnehmer kamen von den Feuerwehren Bergen, Eisenärzt, Engelsberg, Grassau, Kammer, Kirchheim, Peterskirchen, Pierling, Pittenhart, Ruhpolding, Seeon, Siegsdorf, Tacherting, Traunstein, Trostberg, Übersee und Unterwössen sowie von den THW Ortsverbänden Traunstein und Traunreut.

Am Samstag startete der Tag der Jugendfeuerwehren im Kurpark Ruhpolding. Im Zentrum des Tags der Jugendfeuerwehr stand der Wettbewerb der Jugendfeuerwehren mit verschiedenen Spielen. Die Siegerteams der drei Altersklassen kamen von den Feuerwehren Eisenärzt, Tacherting und Grassau. Die Blaulichtmeile aller Hilfsorganisationen zeigte die gesamte Bandbreite der Aufgaben. Mehrere tausend Gäste strömten aufs Gelände, um sich zu informieren und die Mannschaften anzufeuern.

»Ich bin von der Resonanz überwältigt und überglücklich darüber, was alle Helferinnen und Helfer heute auf die Beine gestellt haben«, freute sich Martina Steinmaßl vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Viele Wochen der Vorbereitung liegen hinter den Mitgliedern der Feuerwehr Ruhpolding rund um die beiden »Chef-Organisatoren« Bernhard Plenk und Andreas Huber sowie dem Team des Kreisfeuerwehrverbands. Nahezu die gesamte Kreisbrandinspektion, dutzende Schiedsrichter und Mitglieder der Fachbereiche sowie das Team der Pressestelle waren im Einsatz.

102 Mannschaften beteiligten sich

Bürgermeister Justus Pfeifer, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, gab den Startschuss für die 102 Mannschaften zum Spielewettbewerb. An vier Stationen mussten sich die Nachwuchsretter jeweils in Viererteams beweisen. Neben »Saugschlauchkuppeln« mussten die Mannschaften Löschwassermengen abschätzen und in einen Eimer schütten, Sandsäcke füllen, einen Hindernisparcours durchlaufen und ihre Kenntnisse in Knoten beweisen.

Spannend wurde es bei der Siegerehrung. In der Alterskategorie 12 bis 14 Jahre landete von 44 Mannschaften Eisenärzt 1 auf dem ersten Platz vor Team Kay 1, Inzell 4, Erlstätt 2 und Otting 3. Bei den 15- und 16-Jährigen hatte Tacherting 3 die Nase vorn, gefolgt von Waging 3 und Nußdorf. Die Plätze vier und fünf unter den 41 Mannschaften erkämpfte sich die Feuerwehr Vogling gleich mit zwei Mannschaften.

Die Mitglieder der Gruppen Grassau 3, Traunreut 2 und Oberwössen 1 belegten bei den 17- und 18-jährigen Nachwuchsrettern die »Stockerlplätze«. Von den 14 Mannschaften wurde die Feuerwehr Kirchstätt vierter vor der Mannschaft Oberwössen 2.

49 Feuerwehren aus dem Landkreis beteiligten sich mit mehr als 400 Teilnehmern an den Spielen. Darüber hinaus traten sechs Mannschaften der THW Ortsverbände Traunstein und Traunreut an. Neben den Teilnehmern kamen viele Jugendliche aus der gesamten Blaulichtfamilie, um sich ein Bild vom Wettbewerb zu machen und das Rahmenprogramm und die zwei Kilometer lange Blaulichtmeile zu bestaunen. »Wir schätzen, dass rund tausend junge Menschen da waren«, so Kreisbrandrat Christof Grundner.

Vom Kurpark bis zur Schule am Schwimmbad bauten die Aussteller Infostände und Geräte auf und stellten sich den Fragen der Besucher. Die Feuerwehr Ruhpolding sowie die Feuerwehren aus dem südlichen Landkreis beteiligen sich unter anderem mit den Hochleistungspumpen, präsentierten den Waldbrandsatz und gewährten Einblicke ins Dekontaminationsfahrzeug.

Zudem gab es historische Fahrzeuge zu bestaunen und die »Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung« präsentierte ihre rollende Kommandozentrale. Ein weiterer Anziehungspunkt war der Stand der Bergwacht mit Fahrzeug und Spezialausrüstung. Das THW präsentierte sich unter anderem mit einer Hochleistungspumpe und zeigte Möglichkeiten im »Gerüstbau«, die DLRG hatte »Jetski« dabei.

Bildtext einblenden
Mehr als einhundert Mannschaften traten zum Wettbewerb der Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein im Kurpark Ruhpolding an.

Kreisfeuerwehrarzt Holger Hübner und sein Team des Helferinterventionsteams (HIT) informierten über »Erste Hilfe für die Seele«. Die Einheit kommt zum Einsatz, wenn Retter mit schweren Situationen konfrontiert werden. Das Team der AOK Bayern informierte über den »AOK Feuerwehrlauf« und Möglichkeiten zur Prävention.

Auch das Rote Kreuz stand Rede und Antwort

Auch das Rote Kreuz stand Rede und Antwort. Der Malteser Hilfsdienst informierte über seine Aufgaben im Betreuungsdienst bei Einsätzen und präsentierte die »brandneue« Küchenausrüstung für größere Schadenslagen zur Verpflegung der Helfer. Einen weiteren Anziehungspunk bildete der Infostand der »Bundeswehr-Feuerwehr«.

Die Polizei präsentierte Aufgaben und Ausrüstung, unter anderem mit Reiterstaffel und Hundeführern. Auch über die Aufgaben des Zolls konnten sich die Besucher informieren.

Die Aktiven der Feuerwehren Ruhpolding und Eisenärzt boten eine Schauübung mit dem Rettungsdienst mit einem angenommenen Verkehrsunfall. Die Mitglieder beider Wehren zeigten, wie Einsatzkräfte vorgehen, wenn Menschen in Fahrzeugen eingeklemmt sind und mit Rettungsschere und Spreizer geholt und möglichst schonend zur medizinischen Versorgung an die Sanitäter übergeben werden müssen.

Zudem wagten sich die Verantwortlichen zum ersten Mal in der Geschichte des Tages der Jugendfeuerwehr an ein »Gruppenfoto«. Hunderte Menschen versammelten sich um das Ausbildungslöschgruppenfahrzeug des Kreisfeuerwehrverbands und lachten zum »Drohnenfoto« in den Himmel. Währenddessen ratterten im Hintergrund die Rechner der Wertungsrichter des Spielewettbewerbs.

Für Verpflegung sorgten den gesamten Tag über die »Küchen-Crew« der Feuerwehr Ruhpolding mit Grillgerichten und Kuchen. Das Team der Sansibar Übersee bot alkoholfreie Cocktails.

Am Ende war den beiden Hauptverantwortlichen Eva Pregler und Martina Steinmaßl die Freude über die gelungene Veranstaltung ins Gesicht geschrieben. Ihren Dank richteten sie auch an alle Firmen und die Gemeinde. »Wir können jetzt gar nicht alle aufzählen, es sei aber allen gedankt, die sich in irgendeiner Form beteiligt haben«.

Hob

Mehr aus Ruhpolding