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Im sanierten Schlosstunnel wurde das Ende der Baumaßnahmen besiegelt. Unser Bild zeigt (von links) Daniel Kirchberger vom Staatlichen Bauamt Traunstein, Andreas Dieplinger (Firma Streicher), Baudirektor Peter Maltan, Bürgermeister Justus Pfeifer sowie Josef Kaiser und Ludwig Altanbauer vom Staatlichen Bauamt, die das Band durchschnitten und so den Verkehr auf der neu sanierten Strecke von 2,4 Kilometern wieder frei gaben.

Straßensanierungen in der Seehauser Straße, im Schlosstunnel und beim Kreisverkehr abgeschlossen

Ruhpolding – Die Straßensanierungen in der Seehauser Straße, im Schlosstunnel und um den Kreisverkehr sind beendet und die Fahrbahndecke ist wieder für die nächsten 20 Jahre erneuert worden. Mit dem Durchschneiden eines Bands im Schlosstunnel wurde die Strecke offiziell freigegeben.


Der schlechte Zustand der Fahrbahndecke hatte eine Sanierung der 2,4 Kilometer langen Strecke notwendig gemacht, teilte die Gemeinde mit. Fußgänger können sich nun zudem über neue Gehsteige im Bereich der Brücke zwischen Ampel und Kreisverkehr freuen. Die Gehsteigsanierung kam während der Baustellenmaßnahmen nachträglich hinzu, die unter anderem eine Verlängerung der Baumaßnahmen bis 9. November zur Folge hatte. »Die Straßensperrungen waren für alle Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung und der Unmut hier und da verständlich. Aber die Instandhaltung sorgt für mehr Sicherheit, ist eine Investition in unsere Infrastruktur und sorgt somit letztendlich auch für eine bessere Lebensqualität«, erklärte Bürgermeister Justus Pfeifer, der sich auch bei allen am Bau Beteiligten für die hervorragende Arbeit und die Kooperation bedankte. Baudirektor Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein erklärte: »Die Einteilung in mehrere Bauabschnitte erfordert eine hohe Koordination aller Beteiligten, um die Beeinträchtigungen im Straßenverkehr so gut wie möglich zu minimieren und Umwege klein zu halten. Die wechselnden Umbauten der Absperrungen sind zeit- und arbeitsintensiv. In Berggebieten wie Ruhpolding fehlen jedoch leistungsfähige Umleitungsstrecken, so dass das Staatliche Bauamt Traunstein die Variante mit Baustellenabschnitten als sinnvoll erachtete.«

Im Schlosstunnel wurden im Zuge der Fahrbahndeckensanierung die Beleuchtungs- sowie die Videotechnik modernisiert. Durch das Auswechseln der alten Quecksilberdampfleuchten aus dem Jahr 2008 gegen LED-Varianten werden Energiekosten bis zu 40 Prozent eingespart. »Durch die neue Lichttechnik in Verbindung mit dem neuen Asphalt, der aufgrund der neuen Materialmischung heller ist, kann ebenso der energetische Aspekt berücksichtigt werden. Durch die sogenannte Differenzbeleuchtung wird der Helligkeitsunterschied automatisch erfasst: je heller die Umgebung (saubere Wände, hellerer Asphalt) desto weniger Unterschied und somit weniger stark die Leuchtintensität«, erklärte Josef Kaiser vom Staatlichen Bauamt Traunstein. Bei der Gelegenheit beantwortete Josef Kaiser die Frage nach der Notwendigkeit der halbjährlichen Tunnelreinigungen und -wartungen. Aufgrund der Kurvenlage sei eine massive Verschmutzung durch verlorengegangene Ladungen von zum Beispiel landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Holztransportern oder Kieslastwägen unvermeidbar. Bleibt die Reinigung aus, verstopfen die Abflüsse und Rohrleitungen und müssen im schlimmsten Fall aufwendig aufgefräst werden.

Sollte es zu einem Unfall kommen, bei dem brennbare Flüssigkeit ausläuft, sei die Gefahr eines großflächigen Brandes bei verstopften Schächten extrem hoch. Bei der Tunnelreinigung werden auch die Wände gereinigt, die, für den energetischen Aspekt eine wichtige Rolle spielen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen des Staatlichen Bauamts liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Die Kosten der Abbiegespuren beim Waldstadion und Parkplatz Fuchsau betragen etwa 185.000 Euro und werden mit Fördermitteln für den öffentlichen Verkehr gefördert sowie anteilig zu je 50 Prozent von der Gemeinde und vom Staatlichen Bauamt Traunstein getragen.

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