weather-image
18°

St. Adelheid besteht seit einem halben Jahrhundert

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Zeitgleich mit dem Krankenhaus Vinzentinum (wir berichteten) wurde vor 50 Jahren das Altenheim »St. Adelheid« im Ortsteil Buchschachen eingeweiht und in Betrieb genommen.

Ruhpolding – Es hätte ein Doppeljubiläum werden können: Denn vor 50 Jahren eröffnete nicht nur das damalige Ordenskrankenhaus Vinzentinum seine Pforten (wir berichteten), auch das ebenso neu erbaute Alten- und Pflegeheim St. Adelheid in der Brand­stätterstraße nahm mit Wirkung zum 1. Februar 1971 seinen Betrieb im Dienste der Mitmenschen auf.


Während das Vinzentinum im Jahr 2012 als sechstes Haus in den Verbund der Kliniken Südostbayern AG (SKOB) überging, ist dasAlten- und PflegeheimSt. Adelheid weiterhin in Trägerschaft der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, deren Mutterhaus sich in der Landeshauptstadt befindet.

Anzeige

Nachdem die Kongregation das ehemalige Altersheim Dr. Barth (Bretzner-Haus) vom Verkehrsverein Ruhpolding erworben hatte, entstand in dreijähriger Bauzeit ein moderner, zweckmäßiger Neubau, der für damalige Verhältnisse als zukunftsweisend galt und daher auch viel Beachtung in der Öffentlichkeit fand. Wegen des nötigen Platzbedarfs musste der Orden noch weitere Grundstücke in unmittelbarer Nähe erwerben. Die Gesamtanlage umfasst neben dem Hauptgebäude auch das Schwesternwohnheim, die lichtdurchflutende Gartenhalle sowie den Verbindungsbau mit Zugang zur Kapelle St. Adelheid.

Die integrierte Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe und Altenpflegeschule besteht inzwischen nicht mehr. Verbunden mit der Erweiterung des Pflegebereichs erfolgte 1993 eine völlige Neustrukturierung in drei kombinierte Stationen mit 41 Betten im Pflegebereich und vier Kurzzeitpflegeplätzen. Die Pflegedienstleitung liegt in den Händen von Angelika Krüger.

Seit einigen Jahren ist die dritte Etage an die Sozialpsychologische Einrichtung »Regenbogen Wohnen« vermietet, in der Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen oder psychischen Erkrankungen ein weitgehend selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben führen können. Der Außenbereich des Altenheims ist für alle Bewohner zugänglich; allerdings derzeit aufgrund der Coronasituation nur in zwei separaten Teilflächen möglich.

»Über den provisorischen Bauzaun sind wir zwar nicht glücklich, aber es ist ein probates Mittel gegen die Ansteckungsgefahr,« erklärt Heimleiterin Ingeborg Münster, die seit 2011 die Verantwortung für St. Adelheid trägt und ein bisschen stolz darauf ist, dass noch kein Fall im Haus aufgetreten ist.

Seit 1986 gibt es auch eine Hauskapelle. Im Inneren fallen besonders der neugotische Altar ins Auge, sowie der kunstvolle Ambo und der in Bronze gegossene Kreuzweg des Kölner Künstlers Egino Weinert. Der Tabernakel auf der linken Seite des Altars stammt aus der Filialkirche St. Valentin in Zell.

Auch im Jubiläumsjahr finden in loser Reihenfolge stimmungsvolle Gottesdienste statt, die zumeist von Ruhestandspfarrern, wie derzeit von Geistlichem Rat Bernhard Schweiger abgehalten werden. Leider ist der Besuch, solange die bekannten Beschränkungen gelten, nur den Heimbewohnern vorbehalten.

Die Patronin, die Heilige Adelheid von Villich, lebte von 970 bis 1015 und gilt als Vorbild für aufopferungsvolle Kranken- und Altenpflege, der sie sich Zeit ihres Lebens widmete. Sie war bekannt für ihre karitative Arbeit und die Sorge um das Schul- und Bildungswesens. Als Äbtissin leitete sie das Stift Vilich bei Bonn.

Da die Umstände keine Feier zulassen, gab es zum Jubiläum als Wertschätzung für Bewohner und Mitarbeiter ein kleines Blumenpräsent, um ein Vergelt's Gott zu sagen für das konstruktive Miteinander.

ls

Mehr aus Ruhpolding
Einstellungen