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SC Ruhpolding verschiebt seine 100-Jahr-Feier

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Herbert Fritzenwenger junior ist als Vorsitzender des SC Ruhpolding und als Präsident des Golfclubs der Gemeinde aktuell stark gefordert. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Alle Hände voll zu tun hat derzeit Herbert Fritzenwenger junior aus Ruhpolding. Als Vorsitzender des SC Ruhpolding und als Präsident des Golfclubs in der Gemeinde kämpft er wegen der Beschränkungen durch Corona an zwei Fronten.


Eigentlich hätte der Skiclub in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum gerne groß gefeiert. Daraus wird jetzt nichts. Höhepunkt wäre am 19. August ein großer Festabend gewesen, gleichzeitig wäre an diesem Tag der Startschuss für die Biathlon-Sommer-WM gefallen. »Die Festlichkeiten zum Jubiläum haben wir bereits alle auf unbestimmte Zeit verschoben«, sagt Fritzenwenger und hofft, dass es zumindest eine Alternative gibt, im kleinen Kreis darauf anzustoßen. »Natürlich mit den notwendigen Abstandsregeln und allen anderen Vorschriften«, fügt er hinzu.

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Auch Tag der offenen Tür fällt ins Wasser

Ausfallen wird unter anderem auch ein geplanter Tag der offenen Tür und ein Biathlonwettkampf für den Nachwuchs im Rahmen des Ruhpoldinger Nachtspektakels. Laut Bayerischer Staatsregierung sind vorläufig alle Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 untersagt worden.

Das hat nach dem Vorsitzenden auch Konsequenzen für die Weltmeisterschaft im Sommerbiathlon. Er sieht persönlich auch keine Möglichkeit, die Veranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen. »Das ist finanziell nicht machbar. Durch das Verbot für Ende August ist uns eh die Entscheidung abgenommen worden«, so seine klare Ansage. »Natürlich ist für diese Entscheidung auch das Organisationskomitee verantwortlich. Das ist aktuell im Kontakt mit der Internationalen Biathlon Union.«

Was den Golfclub Ruhpolding und die Einschränkungen betrifft, zeigt sich Fritzenwenger als dessen Präsident überrascht. »Wir wissen sicher, dass wir bis 30. April geschlossen haben müssen. Das stößt bei mir auf Unverständnis.« Schließlich ist beim Golf ein Sicherheitsabstand absolut gegeben. Es gibt den Vorschlag von sogenannten »2er-Flights«, da besteht überhaupt keine Gefahr, dass der Abstand nicht eingehalten werden kann. Das Clubhaus mit seinen Einrichtungen ist komplett geschlossen. Der Golfer kommt nur zum Golfen und fährt dann wieder heim.«

Fritzenwenger hofft, bei einer rigorosen Umsetzung der geforderten Maßnahmen schrittweise in eine Rückkehr zum Regelspielbetrieb zu kommen. »Jede Woche, die wir nicht öffnen können, schadet uns finanziell ungemein. Wir können zurzeit keine aktive Mitgliederwerbung betreiben. Ich hoffe, dass wir ab Mai wieder spielen können.«

Der Präsident setzt auch darauf, dass spätestens ab Pfingsten der Tourismus wieder in Fahrt kommt. »Unsere Anlage ist von Touristen abhängig, damit können wir notwendige finanzielle Zusatzeinnahmen erwirtschaften.« Laut Fritzenwenger könnte es für den Golfclub ein schwieriges Jahr werden. So wäre ein kompletter Saisonausfall fatal.

»Es wäre durchaus möglich, dass wir uns bei den Mitgliedern oder Banken Liquidität holen müssen. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch offen. Auf alle Fälle könnte es im zweiten Halbjahr zu Engpässen kommen«, befürchtet Fritzenwenger. SHu

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