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Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses fast fertig

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Ruhpolding: Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses fast fertig
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Über den Abschluss der Arbeiten freuen sich (von links) Bürgermeister Claus Pichler, der Bautechniker der Gemeinde, Gerhard Hallweger, Architekt Thomas Bachmayer und der Leiter der gemeindlichen Liegenschaften in Ruhpolding, Benedikt Schausbreitner. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses ist so gut wie fertig. Bei einem Ortstermin erläuterte Architekt Thomas Bachmayer, dass die Restarbeiten im Eingangsbereich und der Einbau eines behindertengerechten Treppenlifts kurz vor dem Abschluss stehen.


Das Rathaus wurde 1921/22 erbaut. Der Leiter der kommunalen Liegenschaften, Benedikt Schausbreitner, erläuterte, 1921 sei der Bauantrag unter der Bezeichnung »Gebäude für Gemeindekanzlei und Ortsmuseum, sowie fünf Notwohnungen an der Stelle des alten Messnerstadls« eingereicht worden.

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Für die jetzige Sanierung fallen Gesamtkosten von rund 680.000 Euro an. »Damit liegen wir rund zwei Prozent unter dem Kostenvoranschlag«, bestätigte der Architekt. An Förderungen über das Kommunalinvestitionsprogramm der Regierung von Oberbayern sei eine Fördersumme von 472.000 Euro erreicht worden. Das Geld sei zum Teil schon zugewiesen worden, so Schausbreitner.

Jede Menge an Maßnahmen seien durchgeführt worden, erklärte der Liegenschaftsverantwortliche. Neben der energetischen Sanierung des Dachstuhls mit Aufdachdämmung und neuer Dacheindeckung sei eine komplett neue Raumaufteilung im Dachgeschoß für die Büroräume, Besprechungsräume und die Registratur des Bauamts entstanden. Brandschutzmaßnahmen seien erfolgt, genauso wie die Erneuerung der kompletten Elektroinstallation, die EDV-Verteilung und die Heizungsinstallation im Dachgeschoß.

Des Weiteren sei eine Trennung der Sanitäranlagen im Erdgeschoß erfolgt, ein behindertengerechtes WC sei eingebaut worden. Am Vorplatz seien zwischen dem Rathaus und dem Haus des Gastes die Treppenstufen durch eine Geländeanhebung ausgeglichen worden, sodass nun ein behindertengerechter Zugang zu diesen Gebäuden besteht. Der Abschluss der Restarbeiten im Eingangsbereich werde im Frühjahr sein.

»Alles ist gut gelaufen, auch was den Kostenrahmen betrifft«, bestätigte Bürgermeister Claus Pichler. Und er ergänzte: »Wir haben immer zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen.« Nun sei das Baudenkmal so hergerichtet worden, dass es über viele Jahre den hohen Anforderungen entspreche. Für das Bauamt sei überall Raum gewonnen worden, helle Räume würden erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen bieten. Besonders erfreut sei er, dass die alte Dachkonstruktion größtenteils erhalten bleiben konnte – und dass sie jetzt auch sichtbar sei. Abschließend meinte der Rathauschef stolz: »Es gibt kein schöneres Rathaus wie dieses in Oberbayern«. hab

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