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Ruhpoldinger wünschen sich einen Drogeriemarkt

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Ruhpolding – »Was bewegt Ruhpolding?« – das wollte die CSU Ruhpolding im Frühjahr von den Ruhpoldinger Bürgern wissen. Dazu hatte der Ortsverband 14 Fragen formuliert und die Umfrage an 2100 Haushalt in der Gemeinde verschickt. 306 Bürger antworteten darauf. Nun stellte der CSU-Ortsverband die Ergebnisse im Hotel zur Post der Öffentlichkeit vor.


Dabei stellte sich heraus, dass die Bevölkerung grundsätzlich mit der Lebensqualität in Ruhpolding sehr zufrieden (91 Prozent) ist. Gleichzeitig zeigten die Ergebnisse der Umfrage aber auch, dass man sich eine Verbesserung in der Arbeit des Gemeinderats wünscht (50 Prozent Zufriedenheit). »Auf kommunaler Ebene darf es nicht um Parteien gehen, sondern um das Gesamtwohl des Dorfs. Ich denke, dass die Ruhpoldinger daher die Arbeit des Gemeinderats momentan etwas kritisch sehen. Hier sollte es die Aufgabe des Bürgermeisters sein, alle Parteien an einen Tisch zu holen«, sagte Justus Pfeifer.

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Knapp 58 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Verwaltung zufrieden/sehr zufrieden. Die anderen 42 Prozent sind eher unzufrieden. »Obwohl wir nach wie vor sehr gutes Personal in der Gemeinde beschäftigen, haben uns in den letzten Jahren viele gute Mitarbeiter verlassen«, bedauerte Pfeifer. Dies führe seiner Meinung nach mittlerweile auch zu einer Überarbeit in einigen Teilbereichen der Gemeindeverwaltung. Dies hätte man jüngst in einer Gemeinderatssitzung erlebt, in der ein potenzielles Förderprogramm zum Ausbau des Mobilfunknetzes habe zurückgenommen werden müssen, da die Verwaltung die notwendigen Verwaltungsaufgaben aus Personalmangel nicht hätte abarbeiten können, sagte Pfeiffer.

97 Prozent der Befragten sind sich einig, dass der Tourismus für Ruhpolding wichtig oder sehr wichtig sei, dieser aber auch gestärkt werden solle. Neben dem Tourismus beleuchtet die Umfrage aber auch die Probleme des Einzelhandels. So sind knapp 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Qualität des Ruhpoldinger Einzelhandels eher schlecht sei. Auch welche Angebote fehlen, wurde erfragt: So wünschen sich 89 Prozent einen Drogeriemarkt in Ruhpolding.

Den größten Handlungsbedarf sehen die Ruhpoldinger laut Umfrage jedoch in der Bekämpfung des Leerstands, der fehlenden Unterstützung der heimischen Gewerbebetriebe, beim Sanierungsfall Kurhaus und der geringen Wertschätzung gegenüber den engagierten Ruhpoldinger Bürgern. fb

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