Ruhpolding Tourismus präsentiert neue Strategien: Authentische Heimat als zentraler Wert

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Mit neuen Strategien will Ruhpolding auch in Corona-Zeiten seinen Anspruch als Spitzendestination im Alpenraum verteidigen. Dazu gehören auch neue Themenwanderungen mit Erlebniswert wie hier am Seekopf.

Ruhpolding – »Die Gäste sind da, im Ort ist ein ganz anderes Flair zu spüren und wir können mit Verspätung endlich ins Tourismusjahr starten.« Mit Worten der Hoffnung eröffnete Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer die erste online veranstaltete Gastgeberversammlung der Ruhpolding Tourismus (RTG) GmbH. Tourismusdirektor Frank Oette gab zusammen mit einem Stellvertreter Herbert Ringsgwandl und seinem Team einen Einblick in die aktuelle Situation und Perspektiven, neue Akzente im Markenprozess sowie laufende Projekte und Neuerungen. 


Wie Oette hervorhob, habe die ständige Anpassung an die Corona-Situation samt neuer Verordnungen die Gastgeber und Touristiker in den vergangenen Monaten stark in Anspruch genommen. Das spiegelte sich in zahlreichen Fragen der Vermieter an die Tourist-Info wider. Mit fallenden Inzidenzzahlen und dem im Bahnhof neu eröffneten Testzentrum hoffe man jetzt auf eine »Normalisierung der Situation«. Davor habe man sich oft »wie ein Fisch auf der Alm« gefühlt. Weiter erläuterte Oette, man habe im vergangenen Herbst den bereits 2017 durchgeführten Markenbildungsprozess weiter vertieft und vorangetrieben. Als zentraler Leitwert für Ruhpolding als »Spitzendestination im Alpenraum« habe sich dabei der auch gefühlsmäßig als »sehr authentisch erlebte Begriff von Heimat« herauskristallisiert. Bis Ende Juli soll in einer internen Arbeitsgruppe unter Einbeziehung von Experten aus dem Ort ein konkreter Maßnahmenplan für die Umsetzung relevanter Themen erarbeitet werden. Dieser soll auch neue Zielgruppen ansprechen.

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Einblick in die umfassenden Onlinemarketing- und Social-Media-Aktivitäten der RTG gab Kristina Rey. Im Frühsommer gehe die neu gestaltete Homepage der Ruhpolding Tourismus GmbH ins Netz, in der auch die passend abgestimmte Rathausseite integriert sei. Mehr Attraktivität gewinnen soll zudem die Chiemgau Karte. Im Rahmen der Marketingoffensive werden unter anderem 35 neue Image-Kurzclips zu Ruhpolding-Themen produziert. Diese werden auch Leistungspartnern und Gastgebern, die Gastgeber, die an der Chiemgau karte teilnehmen, kostenlos für deren Homepage zur Verfügung gestellt.

Nach dem Erlass der neuen Kurbeitragsatzung im Mai bat Gästeservice-Leiter Bernhard Truk darum, dass die Vermieter alte Meldeschein-Vordrucke gegen neue umtauschen sollten. Er erläuterte ergänzend die Vorteile für Vermieter, über die aktualisierten Schnittstellen des regionalen Buchungsportals IRS 18 mehr Online-Reichweite zu erzielen. Durch bessere Vernetzung und Echtzeitschnittstellen sei der Buchungsprozess einfacher und intuitiver geworden.

Einblick in den Veranstaltungsbereich gab Herbert Ringsgwandl als stellvertretender Tourismusdirektor. Nach zahlreichen coronabedingten Ausfällen im ersten Halbjahr setze man jetzt auf zugkräftige neue Themenwanderungen mit Naturerlebniswert, eine Saisonverlängerung im Herbst und »authentisch bayerische« Traditionsveranstaltungen. Der passende Rah-men dafür werde aktuell mit den Vereinen abgestimmt. Als »Veranstaltungsorte mit Erlebniswert« denke man zudem an das neu konzipierte Holzknechtmuseum oder die Chiemgau Arena. Ringsgwandl ging auch auf die Schließung der Gastronomie im Kurhaus ein. Als zentraler Veranstaltungsort bleibe die Einrichtung für Ruhpolding wichtig. Nach wie vor seien Märkte, Firmenveranstaltungen, Hochzeiten, Vereinsfeiern und ähnliches möglich. Aus Gründen des Steuerrechts und der Gleichbehandlung habe die Stützung der Gastronomie mit hohen Defiziten aber ein »existenzielles Risiko« für die Gemeinde dargestellt.

Das Thema »Biathlon dahoam 2022« schnitt Frank Oette an. Nach dem coronabedingten Ausfall des Weltcups in diesem Jahr plane man mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Veranstaltung mit nur halber Zuschauerauslastung im kommenden Jahr. Das Erlebnis von sportlichen Höhepunkten, Feiern und Partys soll bleiben, aber authentischer und wertiger werden. »Wir wollen weg vom Ballermann-Image«, sagte Oette. Mit Hilfe einer Gutschein-Aktion sei der Kartenvorverkauf bereits gut angelaufen.

eff

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