weather-image
25°

Ruhpolding hat einen neuen Tourismus-Chef

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Damit die Bekleidung stimmt: Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler (rechts) überreichte dem neuen Geschäftsführer der Ruhpolding Tourismus GmbH, Frank Oette (Mitte), in Beisein des Geschäftsführers der Gemeinde, Martin Heinemann, die passende Ruhpoldinger Krawatte. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Nach einer neunmonatigen Vakanz hat Ruhpolding einen neuen Hauptverantwortlichen für den Tourismus. Zum 1. September wird Frank Oette Geschäftsführer der Ruhpolding Tourismus GmbH (RTG). Er wird damit dem Verwaltungschef der Gemeinde, Martin Heinemann, der diese Aufgabe in Personalunion seit 1. November des vergangenen Jahres interimsmäßig mit ausübte, nachfolgen.


Diese Entscheidung ist im Aufsichtsrat der RTG gefällt und in eingehenden Gesprächen mit dem Gemeinderat vorbesprochen worden. Die Stelle sei mit einer zielgerichteten Option neu definiert worden, so Bürgermeister Claus Pichler.

Anzeige

»Nachdem in vorausgegangenen Runden kein passendes Ergebnis erzielt werden konnte, wurde aufgrund der Auswahlkriterien jetzt ein hervorragender Bewerber für diese Stelle gefunden«, bestätigte er. Als Tourismusdirektor Markus Stuckmann sein Amt wegen einer neuen Verwendung zur Verfügung stellte, wurde der Geschäftsführer der Gemeinde, Martin Heinemann, als Vertreter berufen. »Für mich war wichtig, dass die RTG weiterläuft«, sagte er und ergänzte: »Ich bin jetzt dankbar, dass Verstärkung da ist und ich mich wieder meinen ureigensten Aufgaben widmen kann«.

Frank Oette war von 2013 bis 2018 Kurdirektor und Geschäftsführer beim Bayerischen Staatsbad Kissingen. Der Diplomgeograph hat an der Universität Trier Tourismusgeografie, Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaften studiert. Seine beruflichen Erfahrungen im Tourismus hat er in verschiedenen Destinationen, Kurorten und Staatsbädern in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern, wie eben zum Beispiel Bad Kissingen, gesammelt. Hier lagen die Schwerpunkte seiner Arbeit im Destinationsmanagement, »Natur und Aktiv«, beziehungsweise Gesundheits- und Kulturtourismus. Zusätzlich war er in der Werbebranche in der internationalen Spielwarenindustrie und zuletzt in der Beraterbranche tätig. Frank Oette ist gebürtiger Pfälzer aus Kaiserslautern, 46 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt derzeit im oberbayerischen Eichstätt im Altmühltal.

»Der Weg, den Ruhpolding gegangen ist, hat gut in meine Situation gepasst«, sagte Oette. Er habe sich Zeit für diese Entscheidung gelassen und diese auch mit seiner Familie besprochen. Er habe zudem eine »gute und großartige Destination« mit dem Ziel gesucht, möglichst nach Oberbayern zu kommen. Und dies könne Ruhpolding bieten. Oette war der Meinung, dass Bad Kissingen und Ruhpolding aufgrund der gemeinsamen touristischen Wurzeln viel gemeinsam haben. Eines seiner Ziele sei unter anderem, die Betriebsgesellschaften der RTG als künftiger Geschäftsführer zu einer starken Gemeinschaft zu führen.

Schon bei den Gesprächen mit den heimischen Verantwortlichen habe er bei der guten Gesprächsatmosphäre das sehr gute Gefühl bekommen, mit der notwendigen Ernsthaftigkeit auch zukunftsfähige Ziele verfolgen zu können. »Es gilt für mich, diese modern zu bearbeiten«. Hier glaubt er, eine gute Basis vorzufinden, auf die man aufbauen könne. Es gehe nicht nur darum, immer größer mit immer mehr Gästen zu werden – für ihn sei die Wertschöpfung wichtig, denn Ruhpolding lebe halt in erster Linie vom Tourismus.

»Es muss für den Ort etwas herausspringen«, sagte Oette abschließend. Bürgermeister Pichler meinte noch: »Wir sind auf einem guten Weg und jetzt ist es die Aufgabe, die Realität so zurechtzurücken, dass die Ziele erreicht werden können«. hab