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Ruhpolding: Aufzug und Rampen für mehr Barrierefreiheit im Holzknechtmuseum

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In diesem Gebäude im Holzknechtmuseum in der Laubau befindet sich der Unterrichtsraum zum Lehrbienenstand. (Foto: Wunderlich)

Ruhpolding – Die Zweckverbandsversammlung Holzknechtmuseum Ruhpolding hat sich in mehreren Sitzungen einstimmig für ein umfangreiches Investitionspaket »Holzknechtmuseum Ruhpolding 2020« ausgesprochen und Umbauten im Museum von über einer Millionen Euro beschlossen.


Bereits im vergangenen Jahr hatte der Zweckverband festgelegt, dass das Holzknechtmuseum nach 30-jährigem Bestehen grundlegende Neuerungen erfahren soll. Durch Einbau einer Aufzugsanlage sowie verschiedener Rampen sollen ab dem nächsten Jahr alle Bereiche des Museums leicht zugänglich sein. Auch die Barrieren in sanitären Anlagen sollen weitestgehend beseitigt werden, so dass künftig ein angenehmer Museumsbesuch für alle Menschen angeboten werden kann.

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Herzstück des Museums ist die Dauerausstellung über die Geschichte der Holz- und Forstwirtschaft. Sie soll zum 400-Jahr-Jubiläum der Soleleitung Bad Reichenhall-Traunstein nach 30 Jahren grundlegend überarbeitet und nach einem Feinkonzept der renommierten Museumsfachplanerin Dr. Henriette Holz auf den neusten Stand gebracht werden.

Anpassungen und zeitgemäße Neuerungen sollen bis Ende 2020 fertiggestellt werden. In weiterer Zukunft, so Museumsleiterin Dr. Ingeborg Schmid, stehe man in der Pflicht, die bedeutende Sammlung und wertvollen Objekte zu archivieren und ein entsprechendes Depot anzulegen.

Die Gesamtmaßnahmen bis 2020 – Aufzug, Umbau und Erneuerung der Dauerausstellung – wurden von Experten mit einem Kostenvolumen von 1,015 Millionen Euro beziffert. In der Finanzierung dieser Summe wurden der Zweckverband mit den Mitgliedern Regierung von Oberbayern, Landkreis Traunstein, Gemeinde Ruhpolding und Förderverein Holzknechtmuseum Ruhpolding – maßgeblich von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen München sowie die Lokale Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen unterstützt.

Das Feinkonzept zur Dauerausstellung wurde von der Landesstelle bezuschusst. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Alpen hatte bereits Mitte Oktober – unter Vorsitz von Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm – 50 Prozent der Nettokosten, also 426 000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Förderprogramm in Aussicht gestellt. Zu dieser hohen Summe aus dem EU-Programm Leader hatte sich das Gremium entschieden, weil das Museum mit Umsetzung der Maßnahmen wesentliche Entwicklungsziele der Förderregion Chiemgauer Alpen erfüllt.

So unterstützt das Leader-Programm zur Stärkung des ländlichen Raums ein zweites Mal nach 2010 das Holzknechtmuseum. Holz-, Forst- und Salinenwirtschaft sind wesentliche Bausteine der kulturellen Entwicklung des Raums, für den Erhalt des kulturellen Erbes wie auch die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat wichtig, so LAG-Geschäftsführer Kolja Zimmermann. Noch heuer sollen Aufträge für den Um- und Einbau des Aufzugs sowie Gestaltung der Dauerausstellung vergeben werden. fb