Röthelmoos-Messe gefeiert: Pfarrer Otto Stangl hielt bei schönstem Almsommerwetter die Predigt

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Die Röthelmoos-Messe mit Pfarrer Otto Stangl wurde bei schönstem Wetter gefeiert.

Ruhpolding – Die Freunde der traditionellen Röthelmoos-Messe zu Mariä Himmelfahrt konnten heuer – im Gegensatz zum vergangenen Jahr – die Regenjacke zuhause lassen. Bei schönstem Almsommerwetter fanden sich die Gläubigen am Wegkreuz auf der Hochebene ein. Pfarrer Otto Stangl hielt die Messe, unterstützt von der Miesenbacher Trachtenkapelle. Die Sennersleut' vom Langerbauer Kaser und der Dandl-Alm sprachen die Fürbitten und halfen bei der Kollekte.


In der Lesung aus der Offenbarung des Johannes – vorgetragen von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Gisela Hunklinger – ging es um eine Frau, die mit der Sonne bekleidet ist. Und um ihren Gegenpart, einen großen, roten Drachen mit mehreren Köpfen.

Das Evangelium beschrieb den Verwandtschaftsbesuch von Maria bei ihrer Cousine Elisabeth, bei dem die sich selbst so bezeichnende »Magd des Herrn« ihr bekanntes Magnificat spricht.

Auf beide Texte baute Pfarrer Stangl seine Predigt auf. »Das Leben ist bedroht«, die heutigen Drachenköpfe seien die Bedrohung der Schöpfung, Hunger, Kriege und Krankheiten. Besonderes Augenmerk legte der Seelsorger auf die sich verändernde Sicht auf und die Einstellung zum Lebensende. Dabei verwies er auf die Debatten um das »Recht auf Suizid« und prognostizierte: »Aus Freiheit wird Druck!?« Einen Dammbruch sieht er auch am Anfang des Lebens, wenn ein »Recht auf Abtreibung ohne Begrenzung« von verschiedenen Seiten gefordert werde.

»Es ist nicht alles machbar«, »Maria ist die Mutter, die uns hilft und unser Vorbild«, sagte Stangl. Er empfahl den Gläubigen Schutzgebete an Maria – verbunden mit dem Appell, mitmenschlich zu bleiben. Auch ermunterte er die Besucher, sich ein dankbares Herz zu bewahren.

Zum Ende der Messe wurden die zahlreich mitgebrachten Kräuterbüschel gesegnet. Der gesungene Lobpreis »Großer Gott, wir loben Dich« und das traditionelle Marienlied »Segne Du Maria« beschlossen akustisch die Messe.

Obwohl aufgrund der Corona-Auflagen kein »Almfest« gefeiert werden konnte, fanden sich doch viele Almgeher und (E-)Radlfahrer bei den Almen ein, um auch dem Leib etwas Gutes zu tun. So mancher setzte die »Röthelmoos-Runde« über den Wappbach Richtung Seengebiet fort und trotzte der großen Hitze mit einem erfrischenden Bad. JKR

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