Pfarrer Bernd Reuther offiziell ins Amt eingeführt

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Bernd Reuther wurde als neuer Ruhpoldinger Pfarrer im Kurpark trotz eisiger Temperaturen herzlich begrüßt. Unser Bild zeigt (von links) Pfarrerin Anne-Katrin Streeck, Bernd Reuther und Dekan Peter Bertram. (Foto: Schick)

Ruhpolding – Nun ist es auch kirchenamtlich perfekt: Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst wurde der neue evangelische Pfarrer Bernd Reuther offiziell in sein Amt eingeführt. Mit der Installierung des 57-jährigen Oberfranken ist für die evangelisch-lutherische Gemeinde am 1. April eine gut einjährige Vakanz zu Ende gegangen, die noch dazu unter Corona-Bedingungen gemeistert werden musste.


Dementsprechend erleichtert und entspannt zeigte sich Dekan Peter Bertram den zahlreichen Gläubigen gegenüber, die sich trotz gefühlter Minustemperaturen zur Einführungsfeier am Musikpavillon im Kurpark eingefunden hatten. Bertram streifte in kurzen Zügen den Werdegang Reuthers, der ihn über Stationen wie Prien, Illertissen sowie im Fränkischen nun auf eigenen Wunsch hier nach Ruhpolding führte. Zu seinen Verdiensten gehöre zweifelsohne das ausgeprägte und vielfältige soziale Engagement, das den »Neuankömmling« auszeichne, so der Dekan. Zum feierlichen Akt gehörte auch die Bekanntgabe des Textes der Bestallungs-Urkunde der Landeskirche. Der von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterzeichnete Wortlaut wurde von Inzells Pfarrer Thomas Seitz verlesen.

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In seiner Antrittsrede setzte sich Reuther, um nur eines seiner Themen zu erwähnen, mit der metaphorischen Rolle zwischen Hirte und Schafen auseinander, wobei er das Prophetenwort in den Zusammenhang der geschichtlichen Ausgangssituation aus dem Alten Testament stellte und in die heutige, aktuelle Zeit transferierte. Für ihn zähle ein konstruktives Miteinander auf Augenhöhe ohne soziale Unterschiede: »Dann gäbe es kein vermeintliches 'die da oben' und 'wir herunten'«.

Angelika Bartges sprach als Vertreterin des Kirchenvorstands, auch der Tourismusreferent der Landeskirche, Thomas Roßmerkel, zweiter Bürgermeister Ludwig Böddecker, für die katholische Schwestergemeinde Pfarrer Otto Stangl, Pastoralreferent Georg Gruber und das Vorstandsduo der Pfarrgemeinde hießen Reuther willkommen.

Dass der Spruch »Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen« auch im Chiemgau eine Maxime ist, wurde dem neuen Pfarrherrn und seiner Frau Tina Paulus angesichts der Präsentkörbe mit regionalen Produkten spätestens jetzt deutlich. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Gesangsquartett um Ruhestandspfarrer Barthel Pichlmayer sowie von den Alphornbläsern aus dem Kirchensprengel abgerundet.

ls

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