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Ruhpoldinger Alphornbläser sorgten für die musikalische Umrahmung der Eröffnung des neuen Kneipp-Weges.

Neuer Kneipp-Weg in Ruhpolding

Ruhpolding – Die Gemeinde Ruhpolding hat einen neuen Kneipp-Weg. Die Strecke mit fünf Erlebnis-Stationen ist nun feierlich eingeweiht worden. »Sebastian Kneipp hat gesagt 'Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, wird eines Tages sehr viel Zeit für seine Krankheit opfern müssen'«, sagte Gerda Maier von der Finanz- und Mitgliederverwaltung des Kneippvereins Ruhpolding als Vertretung von Susanne Harbich bei der Feier an der Kneipp-Anlage an der Traun zwischen Bäckersteg und Grashofstraße.


Krankheitsbedingt konnte Harbich nicht teilnehmen. Sie ist diejenige, die unermüdlich seit 2017 hinter diesem Projekt steht. Die Initiatorin bekam von zweitem Bürgermeister Ludwig Böddecker in seiner Ansprache den Namen Susanne »Beharrlich« für ihre bewundernswerte Ausdauer. »Mit einer akribischen Arbeit, ohne nachzugeben und mit einigen Rückschlägen, hat sie diesen Kneipp-Rundweg ermöglicht. Wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet. Ohne engagierte Bürgerinnen und Bürgern wie Susanne Harbich könnten wir solche wertvollen Projekte alleine in der Gemeinde nicht auf die Beine stellen«, sprach Böddecker sein Lob aus.

Pfarrer Otto Stangl nahm die erste Segnung vor, Pfarrer Bernd Reuther folgte mit einem Zitat von Sebastian Kneipp: »Glücklich ist der Mensch, der es versteht und sich bemüht, das Notwendige, Nützliche und Heilsame mehr und mehr sich anzueignen«.

Auch fand Reuther die richtigen Worte zum Regen, der bei der Einweihung gerade vom Himmel fiel, und betrachtete ihn als symbolisches Geschenk passend zur Kneipp-Philosophie.

Unter den Gästen fand sich auch Heinz Becker vom Landesverband Bayern des Kneippbunds. Er lobte das Projekt und äußerte die feste Überzeugung, dass Sebastian Kneipp mit Stolz und Freude herabschaue, wie seiner Gesundheitsidee mit den fünf Elementen Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilkräuter und Lebensordnung hier in Ruhpolding mit dem Kneipp-Weg ein Denkmal gesetzt wird. Als Dankeschön überreichte er dem Kneippverein das Buch »Das große Kneipp-Buch«.

Begleitet wurde die Feierlichkeit von den Ruhpoldinger Alphornbläsern, die mit traditionellen Klängen für eine schöne Stimmung sorgten. Aber nicht nur für Augen und Ohren wurde was geboten, auch die körperliche Fitness der Gäste kam nicht zu kurz. Kursleiterin Johanna Fellner animierte alle Gäste dazu, ein paar Gymnastikübungen passend zum Element Bewegung gemeinsam durchzuführen.

Ein Rundgang auf dem fünf Kilometer langen Kneipp-Weg im Anschluss rundete die Veranstaltung ab.

Die Gesamtinvestition liegt bei 30.000 Euro, wovon 14.000 Euro mit Hilfe des Leader-Förderprogramms bewerkstelligt werden konnten. Viele Spenden gingen ein.

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